Press "Enter" to skip to content

FakeNews: Ukraine gab Babtschenko eine Bühne für Russlandhass

Potemkinscher Tod - Gaunerstück in Kiew

Der ukrainische Geheimdienst hat mit dem fingierten Mord an dem kremlkritischen Journalisten Arkadi Babtschenko alles schlimmer und nichts besser gemacht. Hat der russische Geheimdienst wie behauptet einen Mörder auf Babtschenko angesetzt, wäre es zielführend gewesen, diesen vor einem Gericht anzuklagen. Mit rechtsstaatlichen Mitteln wäre so eine Straftat verhindert worden und die Hintermänner wären aufgeflogen.

Armseliges Theaterstück

Doch die Ukrainer entschieden sich für ein Gaunerstück, mit dem sie viele verärgerten. Vor allem haben sie mit diesem prinzipienlosen Vorgehen ihrer Sache geschadet. Wer soll ihnen künftig noch glauben, wenn sie sagen, sie seien Opfer russischer Taten? Auch wenn es stimmt. Zu guter Letzt entsteht der Eindruck, die Regierung in Kiew greife zu jedem Mittel, um von eigenen Schwächen abzulenken. So hat Präsident Petro Poroschenko entgegen seinem Versprechen die Korruption im Land nicht beseitigt. Für Kiew wird es schwer, den Verlust an Glaubwürdigkeit wieder wettzumachen. Frankfurter Rundschau

Das irrwitzige Geschehen rund um die angebliche Ermordung des kremlkritischen Journalisten Arakdi Babtschenko in Kiew lässt die meisten Beobachter fassungslos zurück – zumindest im Westen. Aber selbst wer mit den Finten und Finessen postsowjetischer Geheimdienste einigermaßen vertraut ist, deren Methoden zwischen Kaltblütigkeit, Dreistigkeit und Bauernschläue schwanken, kann sich nach den Ereignissen nur im falschen Film wähnen.

Ein vorgegaukelter, ein potemkinscher Tod: In der EU wird man sich fragen, ob auf ein Land, dessen Behörden zu solchen Taschenspielertricks greifen, dauerhaft Verlass sein kann. Die naheliegende Antwort lautet: Nein. Der ukrainische Geheimdienst SBU hat dem eigenen Staat einen Bärendienst erwiesen. Und das gilt völlig unabhängig davon, ob der SBU tatsächlich einen von russischer Seite angeheuerten Auftragskiller enttarnt hat. Wenn, wie der SBU behauptet, die Aktion seit Monaten lief, dann war die unwürdige Schau, bei der nicht einmal seine Familie eingeweiht war, erst recht überflüssig. Ulrich Krökel – Rheinische Post

Auf Kosten der Glaubwürdigkeit

Journalisten dürfen sich nicht zum Instrument von Geheimdienstoperationen machen lassen, warnt Reporter ohne Grenzen (ROG). Die Organisation beklagt, dass Öffentlichkeit und Regierungen mit dem in der ukrainischen Hauptstadt Kiew vorgetäuschten Mord an dem russischen Kriegsreporter Akardi Babtschenko in die Irre geführt wurden.

„Solche Inszenierungen sind ein Stich ins Mark der Glaubwürdigkeit des Journalismus“, sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske. „Es ist unglaubwürdig, dass ein möglicher Mordanschlag nicht anders als durch dessen Vortäuschen verhindert werden kann. Wir fordern von den ukrainischen Behörden umgehend Aufklärung über die Hintergründe des vorgetäuschten Journalistenmordes.“

Babtschenko hatte in den 90er Jahren als Soldat der russischen Armee in Tschetschenien gekämpft, bevor er zu einem renommierten Kriegsreporter wurde. Er arbeitete in Russland unter anderem für die unabhängige Nowaja Gaseta und den Radiosender Echo Moskwy. 2008 berichtete er aus Südossetien über den Krieg zwischen Georgien und Russland.

Im Februar 2017 verließ Babtschenko Russland, nachdem er und seine Familie bedroht worden waren. Er lebte in Tschechien und Israel, bevor er im August 2017 nach Kiew zog. Von dort berichtete er unter anderem über den Krieg in der Ostukraine und arbeitete für den krimtatarischen Fernsehsender ATR.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht die Ukraine auf Platz 101 von 180 Staaten. Reporter ohne Grenzen

DIE LINKE fordert internationale Untersuchung / Konferenz zur Medienfreiheit in der Ukraine

„Angesichts der andauernden Übergriffe und Anschläge auf Journalisten in der Ukraine ist die Inszenierung des ukrainischen Geheimdienstes um Arkadi Babtschenko nichts als ein zynischer Budenzauber. Die Inszenierung um Arkadi Babtschenko muss international untersucht werden, zumal hier zum wiederholten Mal unbewiesene Anschuldigungen und Vorverurteilungen gegen Russland lanciert wurden. In der Ukraine herrscht notorische Straffreiheit bei Angriffen auf die Meinungsfreiheit, wie sie regelmäßig von rechtsradikalen Milizen, Regierungspolitikern und Beamten ausgehen “, erklärt Andrej Hunko, europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zu den Vorgängen um den Journalisten Arkadi Babtschenko in der Ukraine. Hunko weiter:

„Dass der SBU mit seinem gegen Russland gerichteten Kasperle-Theater erneut den deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier vorgeführt hat, wird das Vertrauen in die Poroschenko-Regierung sicher nicht befördern. Die Narrenfreiheit für die ukrainische Regierung muss endlich ein Ende haben.

Verfolgte Journalisten und Bürgerrechtsaktivisten wie Ruslan Kotsaba fordern von den Regierungen der EU-Staaten ein konsequentes und uneingeschränktes Monitoring bezüglich der Meinungsfreiheit in der Ukraine. Sie hoffen, dass die EU in der Lage wäre, die unabhängigen Journalisten in der Ukraine zu schützen.

Am kommenden 11. Juni habe ich zahlreiche ukrainische Journalisten, Politiker und Menschenrechtsaktivisten zu einer Konferenz eingeladen, wo sie genau diesen Schutz fordern werden.

Erneut haben sich auch deutsche Journalisten durch diese Inszenierung vorführen lassen. Die systematischen Vorverurteilungen gegen Russland müssen genauso ein Ende haben wie die Rechtlosigkeit in der Ukraine. Journalisten müssen international Schutz genießen, unabhängig davon, ob sie in der Ukraine oder Russland arbeiten.  Ich erwarte, dass Außenminister Heiko Maas insbesondere den würdelosen Umgang mit dem deutschen Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier gegenüber der ukrainischen Regierung zur Sprache bringt.“ Partei Die Linke im Bundestag

Gefundenes Fressen für Russland-Hasser

EU fordert Aufklärung im Mordfall Arkadi Babtschenko

Zum Tod des russischen Journalisten Arkadi Babtschenko hat die Europäische Union der Familie Babtschenkos ihr Beileid ausgedrückt. Der kremlkritische Journalist war gestern (Dienstag) in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ermordet worden.

In der Erklärung der EU heißt es: „Die Europäische Union spricht der Familie, den Freunden und Kollegen des Journalisten Arkadi Babtschenko, der am 29. Mai in seinem Haus in Kiew getötet wurde, ihr aufrichtiges Beileid aus.

Herr Babtschenko war ein angesehener Kriegsberichterstatter, der sein Heimatland Russland im Jahr 2017 verließ, nachdem sein Leben dort im Zusammenhang mit seiner journalistischen Arbeit dort bedroht war. Jedes Mal, wenn eine Stimme der Freiheit gewaltsam zum Schweigen gebracht wird, schwächt das unsere Gesellschaften und untergräbt unsere Demokratien. Der beste Weg, das Andenken von Herrn Babtschenko und seine Arbeit zu ehren und jedem Versuch, unsere gemeinsamen Grundrechte zu gefährden, entschieden entgegenzutreten, ist eine schnelle und transparente Untersuchung, die die Verantwortlichen für dieses Verbrechen vor Gericht bringt.

Die Europäische Union steht in Solidarität mit den Journalisten und wird sich weiterhin dafür einsetzen, sie und ihre Arbeit, die für alle Demokratien innerhalb und außerhalb unserer Grenzen von entscheidender Bedeutung ist, zu schützen.“ Europäische Union

Ihre Meinung ist wichtig!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

BZ Medienholding Ltd ©1998 - 2018