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Multi-Kulit-Wahn: Ohne Identifikation keine Integration

Erdogan ist der Gewinner - Die Debatte um Mesut Özil zeigt Deutschland als ein Land der Maßlosen

Der Kern des Problems ist: Integration geht nicht ohne Identifikation. Wenn Integration erwartet und gefördert werden soll, dann wird die Identifikation mit unserer Kultur, Identifikation mit unserer gesellschaftlichen und staatlichen Verfassung, Identifikation mit unserer Art zu leben erwartet und gefördert.

Ist es wirklich eine Zumutung, sich in unsere Kultur, unsere gesellschaftliche und staatliche Verfassung, unsere Art zu leben integrieren und sich damit identifizieren zu sollen? Konrad Adenauer Stiftung

Das Problem ist: Die Identifikation mit unserer Verfassung und die Integration in unsere Gesellschaft ist in einer entscheidenden Hinsicht für Nicht-Christen unmöglich.

Schon macht sich ein Teil der Politik den Rassismus-Vorwurf zu eigen. Lässt sich damit die angebliche Rückständigkeit der Gesellschaft nicht wunderbar geißeln? Die Gegenseite führt ihn als Beweis dafür an, dass man aus Nichtdeutschen halt keine Deutsche machen könne. Türkischstämmigen Deutschen bleibt solche Hetze nicht verborgen. Viele von ihnen könnten da empfänglicher werden für die türkische Propaganda. Geschieht das, hieße der Gewinner im Fall Özil am Ende: Recep Tayyip Erdogan. Thomas Fricker – Badische Zeitung

Die Affäre um Mesut Özil endet, wie sie begonnen hat. Mit großer Heuchelei. Einer der besten und bekanntesten deutschen Fußballprofis erklärt ernsthaft, sein Treffen mit Erdogan hätte nichts mit Politik zu tun gehabt. Ist Özil wirklich so naiv oder hält er uns für dumm? Ein Nationalspieler, der kurz vor den Präsidentschaftswahlen den Sultan vom Bosporus hofiert, ist nicht privat unterwegs. Bilder sind Worte. Özil huldigte einem De-Facto-Diktator, der Andersdenkende einsperrt, freie Meinungen unterdrückt und zwei Jahre lang sein Land im Ausnahmezustand gehalten hat, um seine persönliche Macht auszubauen.

Was sagen eigentlich Deniz Yücel und Dutzende andere  inhaftierte Journalisten zu den Äußerungen Özils, deutsche Medien hätten mit ihrer Kritik an seinem Verhalten „rechte Propaganda“ betrieben? Seine Mutter habe ihn gelehrt, nie zu vergessen, wo er herkomme, sagt Özil. Wer hat verlangt, dass er seine Herkunft leugnen soll? Man kann sein Land lieben, seine Familie ehren, seine Heimat wertschätzen und trotzdem auf Fotos mit einem Politiker wie Erdogan verzichten. Emre Can hat es ja gezeigt.  Die Türkei ist ein großartiges Land, mit einzigartiger Kultur und außergewöhnlich gastfreundlichen Bewohnern. Erdogans Politik bleibt trotzdem das Gegenteil von dem, wofür liberale Demokratien wie Deutschland einstehen.

Die Freiheiten, die es Özil erlauben, aus seinen begnadeten fußballerischen Fähigkeiten Wohlstand und Sicherheit zu ziehen, kennen Zehntausende seiner Landsleute nur vom Hörensagen. Özil fragt, warum er, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, nicht als Deutscher akzeptiert werde. Traurig, wenn er so denkt. Özil wurde gefeiert und geliebt von Millionen Deutschen. Biodeutschen oder Deutschen mit Migrationshintergrund. Fans kauften Trikots mit seinem Namen und horrend teure Eintrittskarten, um seine Pässe zu sehen. Er ist ein Vorbild für Millionen Türkischstämmige in diesem Land. Ein Volksheld. Erst das Foto mit Erdogan hat Özil wirklich scharfe öffentliche Kritik eingebracht. Kann er das nicht einfach akzeptieren?

Das gehört eben in einer freien Gesellschaft dazu. Warum akzeptiert er nicht, dass unsere demokratischen Werte sich von Erdogans Ansichten fundamental unterscheiden. Die Reaktion des türkischen Justizministers, der Özils Erklärung als Angriff auf den „faschistischen Virus“ in Deutschland lobte, zeigt, wer der einzige Gewinner in dieser Affäre ist: Erdogan und seine Truppe. Infam und falsch ist die Aussage, deutsche Medien hätten Özils spielerische Leistungen wegen seiner Herkunft kritisiert. Özil wurde kritisiert, weil er als prominenter Botschafter Deutschlands einem zwielichtigen Autokraten geholfen hat. Später wurde er für seine lieblose Spielweise kritisiert. So wie jeder andere Nationalspieler auch. Özil stand im Fokus, weil bei ihm das Missverhältnis zwischen Leistung und Potenzial so krass war.

Das Erdogan-Foto und seine WM-Leistungen sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.   Eine Bitte. Können wir uns in diesem Land mal darauf einigen, dass nicht jede Kritik an einem Menschen mit Migrationshintergrund Rassismus ist. Wann versteht das die politische Linke, die sich reflexartig echauffierte und genau das Spiel betreibt, das Erdogan will: die türkische Gemeinde aufzuhetzen. Die SPD-Politiker Barley und Schäfer-Gümbel fallen darauf herein und hauen jedem Özil-Kritiker die Rassimus-Keule um die Ohren. Sicher: Auch über die Rolle des Präsidenten-Darstellers Grindel und des (Selbst-)-Vermarktungskünstlers  Bierhoff wird zu diskutieren sein. Aber jetzt gerade geht es um Özils Erklärung. Und die wimmelt nur so von falschen Behauptungen und Unterstellungen. Ein Satz ist allerdings richtig.

Der letzte: „Rassismus sollte niemals akzeptiert werden.“ Stimmt. Der Kampf gegen den Rassismus muss geführt werden. In Schulen und Kitas, in Betriebskantinen und Konferenzen. Täglich. Immer wieder. Nur wen meint Özil? Ich akzeptiere Rassismus nicht. Die Rheinische Post auch nicht. Die deutschen Medien auch nicht. Auch der DFB nicht. Es gibt aber mindestens einen lupenreinen Rassisten, der Minderheiten unterdrückt und verfolgen lässt. Kurden, Christen, Homosexuelle. Er heißt Erdogan. Rheinische Post

3 Kommentare

  1. Anonymous

    Jetzt wollen die Kinder in den Kitas indoktrinieren und wollen Hirnwäsche betreiben und aus den Kindern liebe nette multi-kulti Bürger machen— es dringt in die tiefsten Bereichen der Familie jetzt ein— die fangen jetzt an— unsere Kinder

    Hier die Meldung: Christlich-muslimisches Vorzeigeprojekt .In Gifhorn eröffnet eine Zwei-Religionen-Kita
    „Wenn sie jetzt schon lernen, dass es keine Unterschiede zwischen ihnen gibt, wird es später ganz einfach“ – mit diesen Worten erklärt eine Mutter bei der Eröffnungsfeier, weshalb sie ihr Kind in die Zwei-Religionen-Kita im niedersächsischen Gifhorn schickt. Das einzigartige Projekt findet schon Nachahmer.

    Ist diese Frau wirklich voll bei Sinnen?? Die muslimischen Kinder sind von ihren Eltern doch indoktriniert und wollen später das christlich erzogene Kind umbringen weil es kein Muslim ist— so ist das—— wie kann man so naiv sein und denken dass die Muslime sich ändern— Islam ist Islam– les mal den Quran und dann weiss du worum es geht.

  2. Anonymous

    Es gibt ein YouTube Video von ca. 2010 oder 2011 worin Merkel sagt– Multimulti funktioniert nicht— unglaublich aber wahr–und was hat sie später gemacht??? wir wissen es— die Frau ist eine Niete

  3. Hans

    Diese Völker lassen sich hier nicht integrieren, es wäre leichter Nilpferde auf dem Mont Everest zu beheimaten!

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