DeutschlandTrend: Merkel punktet, Schulz verliert

Kann Schulz noch Kanzler?

Angela Merkel ist beliebt: Könnten die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen, würden sich 52 Prozent aller Wahlberechtigten für die amtierende Bundeskanzlerin entscheiden. Auch die CDU liegt in den Umfragen mindestens zehn Prozent vor den Sozialdemokraten. Vier Monate vor der Bundestagswahl scheint Angela Merkel unschlagbar. Kann SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in der heißen Wahlkampfphase noch aufholen? Oder ist der Wahlausgang angesichts der schlechten SPD-Umfragewerte und den verlorenen Landtagswahlen im Saarland und in NRW längst entschieden? N24 Programmkommunikation

Veröffentlicht am Freitag, 09.06.2017, 8:59 von Tabea Schrader

Fraktionschef Oppermann hat tief hineingegriffen in die PR-Kiste: Das aktuelle SPD-Wahlprogramm sei „wahrscheinlich das beste seit Willy Brandt“. Willy Brandt hätte sich im Grab umgedreht, hätte er das vernommen. Die Genossen sind in größter Not, selbstverschuldet. Da lässt sich der neue SPD-Hoffnungsträger, der zuvor in Umfragen für eine fulminante Zehn-Prozentpunkte-Aufholjagd gesorgt hatte, von einer politisch bestenfalls mittelmäßig begabten und eher durch Glück denn Geschick in die Düsseldorfer Staatskanzlei gelangten Genossin vom Hof jagen, genauer: vom Wahlkampf fernhalten. Wenn sich Martin Schulz nicht mal gegen Hannelore Kraft durchsetzen kann: Wie wird dann erst Angela Merkel mit ihm Schlitten fahren? Und was für eine gruselige Performance.

Am Sonntagabend gibt SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel bei Anne Will dröge ein paar Punkte aus dem mutmaßlichen Wahlprogramm zum Besten, die selbst wohlwollende Zuschauer eher verwirrt denn erleuchtet zurücklassen. Am Montag wird die Verkündung eben jenes Programms mit großem Trara angekündigt, dann wieder abgesagt, dann wieder angekündigt. Dann verkündet. Aber vorsichtshalber ohne Details an wichtigsten Stellen. Rein gefühlsmäßig mag man vermuten: Das Programm ist wahrscheinlich gar nicht mal schlecht. Aber niemand wird das je erfahren, wenn die SPD am 24. September untergeht. Schulz und die Seinen müssen jetzt Vollgas geben, wenn sie ab dem 25. September irgendwie mitreden wollen. Schulz hat vermutlich das Zeug dazu. Er war mal Fußballer. Es geht jetzt nur noch so, wie beim HSV am Samstag in der 88. Minute. Sonst ist der Abstieg programmiert. Reinhard Breidenbach – Allgemeine Zeitung Mainz

In der Liste der beliebten Politiker erreicht Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren besten Wert seit August 2015, also vor ihrem „Wir schaffen das“. 64 Prozent der Befragten sind mit ihrer politischen Arbeit zufrieden bzw. sehr zufrieden (+1 im Vergleich zum Monat). Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends von Dienstag bis Mittwoch dieser Woche ergeben. Ihr folgt Finanzminister Wolfgang Schäuble mit 63 Prozent Zustimmung (-3). Mit der Arbeit von Außenminister Sigmar Gabriel sind 62 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden (-1).

Innenminister Thomas de Maizière erreicht 53 Prozent Zustimmung (+2).

Der Parteivorsitzende der Grünen Cem Özdemir erreicht 49 Prozent Zustimmung (-1). Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner erreicht mit 44 Prozent (+7) seinen bisherigen Bestwert im ARD-DeutschlandTrend.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kommt auf 41 Prozent Zustimmung (+3). Der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz verliert im Vergleich zum Vormonat 6 Punkte und erreicht mit 36 Prozent Zustimmung den niedrigsten Wert, der für ihn im DeutschlandTrend bisher gemessen wurde.

Dies spiegelt sich auch in der so genannten Direktwahlfrage wider.

Wenn man die Bundeskanzlerin bzw. den Bundeskanzler direkt wählen könnte, würden sich 53 Prozent der Befragten für Angela Merkel entscheiden (+4 im Vergleich zum Vormonat), 29 Prozent würden sich für Martin Schulz entscheiden (-7). 13 Prozent würden sich für keinen von beiden entscheiden (+3).

In der Sonntagsfrage baut die Union ihren Vorsprung zur SPD aus: Die Union kommt auf 38 Prozent (+1 im Vergleich zum letzten DeutschlandTrend Anfang Mai). Die SPD verliert 3 Punkte und erreicht 24 Prozent. Die Grünen erreichen 7 Prozent (-1), die Linke 8 Prozent (+1). Die FDP kommt auf 10 Prozent (+2) und die AfD auf 9 Prozent (-1). Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Dienstag bis Mittwoch dieser Woche 1.503 Wahlberechtigte bundesweit befragt.

Die Fragen im Wortlaut:

Und nun geht es um Ihre Meinung zu einigen Spitzenpolitikern. Wie ist das mit […]? Sind Sie mit ihrer/seiner politischen Arbeit sehr zufrieden, zufrieden, weniger zufrieden oder gar nicht zufrieden?

  1. Bundeskanzlerin Angela Merkel
  2. Finanzminister Wolfgang Schäuble
  3. Innenminister Thomas de Maizière
  4. dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofe
  5. der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen
  6. dem Außenminister Sigmar Gabriel
  7. dem SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz
  8. der neuen Familienministerin Katarina Barley
  9. dem Grünen-Parteivorsitzenden Cem Özdemir
  10. dem Linken-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch
  11. der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel
  12. dem FDP-Parteivorsitzenden Christian Lindner 13. dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron 14. der englische Premierministerin Theresa May 15. dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump Wenn man den Bundeskanzler direkt wählen könnte, für wen würden Sie sich entscheiden: für Angela Merkel oder für Martin Schulz?

Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?

Befragungsdaten: – Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren – Fallzahl: 1.000 Befragte, Sonntagsfrage: 1.503 – Erhebungszeitraum: 6.6. bis 7.6.2017 – Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI) – Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame – Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte * bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50% – Kristina Bausch – WDR Presse und Information – ARD Das Erste

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9 Meinungen bis jetzt. Fühlen Sie sich frei der Diskussion beizutreten.

  1. Anonymous Donnerstag, 22. Juni 2017, 23:40 um 23:40 - Reply

    Merkel punktet bloß, weil immer nur gefragt wird ob Schulz oder Merkel Kanzler werden soll.
    Wenn man die vorgabe macht, dass entweder Merkel oder Schulz Kanzler werden soll, …… was sollen die Leute da schon sagen, wenn nur die Wahl zwischen zweien besteht.
    Ich finde, Merkel sollte sich nicht ungeschoren davon machen können, aber Kanzler/ in sollten beide nicht werden.

  2. Claudia Sonntag, 18. Juni 2017, 12:42 um 12:42 - Reply

    Anmerkung: Klar, sind sie alle bestrebt, die DEUTSCHE Staatsbürgerschaft zu bekommen: dann bekommen sie so auch noch im Alter die Grundsicherungsrente: ohne jemals einen einzigen Cent eingezahlt zu haben!!! Es ist alles nicht nachzuvollziehen, was die Merkel dem DEUTSCHEN Volk angetan hat!

  3. Claudia Sonntag, 18. Juni 2017, 12:37 um 12:37 - Reply

    In den Ländern der Muslime ist jegliche Form von Kundgebung gegen die Obrigkeit verboten! Aber hier in DEUTSCHLAND gehen sie auf die Strasse und werden von der von ihnen verachteten Polizei geschützt! ( Steuergelder werden auch hier „verbraten“!) Diese Frauen mit ihren Kopftüchern; ein politisches Statment gegen die Eingemeindung in unsere Kultur! Diese Scheiss-Sharia, nach der sie trachten und nur allzugern auch in meiner Heimat DEUTSCHLAND einführen möchten; Steinigungen, Hand abhacken. Sollen sie doch ALLE im Namen Allahs nach Hause gehen!!! Aber da gibt es es keine soziale Hängematte, keine kostenfreie Krankenversicherung, kein kostenloses Essen etc.!!! Nur hier: da können sich diese Zecken richtig fett fressen!!! ( Von dem, was wir erarbeitet haben!!!) Dass dieses Pack ins unserem Land ist, sich breit macht, sich auf unsere Kosten vollfrisst, ALLES in Anspruch nimmt, auf uns, die Ungläubigen spuckt und und uns verachtet: Unfassbar, was in meiner Heimat geschieht!!! – Danke, Merkel! : Du musst eine Konvertitin sein!!!

  4. Anonymous Samstag, 17. Juni 2017, 14:17 um 14:17 - Reply

    Köln – Bei der Kundgebung von Muslimen gegen islamistischen Terror und Gewalt in Köln versammelten sich nach Angaben der Polizei deutlich weniger Menschen als die erwarteten zehntausend Teilnehmer.

    „Nicht mit uns“ prangt auf einem Plakat auf der Bühne. Davor steht Mawlan (38). In der Hand hält der Mann, der gerade seinen Master in Mathematik macht, ein Schild: „Hass macht die Erde zur Hölle“, steht dort auf deutsch und uigurisch.

    Doch Mawlan ist nur ein von ca. 300 Menschen, die zu der Demo gekommen sind.

  5. Claudia Montag, 12. Juni 2017, 10:20 um 10:20 - Reply

    Wer Frau Merkel wählt, möchte: dass die Kirchen aus unserer Heimat verschwinden, möchte, dass in ca. 50 Jahren unsere Landessprache arabisch ist, möchte, dass die Gleichberechtigung der Frauen abgeschafft wird,möchte, dass unsere Kultur und unsere Werte verschwinden ….und und und…
    Wer Frau Merkel wählt, muss entweder Kanacke sein oder DEUTSCHLAND abgrundtief verachten und hassen!

  6. Schmidt Sonntag, 11. Juni 2017, 11:29 um 11:29 - Reply

    Sie hat wahrscheinlich im Konrad-Adenauer Haus gepunktet,mehr auch nicht.Die Unzufriedenheit der Bürger gegen Merkel ist selbst von dem Medien nicht mehr zu leugnen.

  7. Hans K. Freitag, 9. Juni 2017, 23:33 um 23:33 - Reply

    Merkel hat Deutschlands Zukunft an den Islam veruntreut und treibt dies mit der Brechstange weiter voran.
    Ist der deutsche Wähler sooo dumm?; scheinbar ja!
    Ich bin fassungslos!

  8. Pusteblume Freitag, 9. Juni 2017, 9:28 um 9:28 - Reply

    Dieses Punkten der Frau Merkel könnte uns zum Ver-
    hängnis werden!

  9. Blaumann Freitag, 9. Juni 2017, 9:20 um 9:20 - Reply

    Es will mir nicht in den Kopf, dass Merkel „punktet“.
    Wie auch immer, dieses Punkten ist meiner Meinung
    nach brandgefährlich.

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