Deutschland erwartet den 100.000. Flüchtling des Jahres

SPD/Schulz/Flüchtlingskrise

Schulz geht es offenbar nicht vorrangig um die laut Pro-Asyl-Angaben knapp 110 000 Flüchtlinge, die seit Jahresanfang in Griechenland, Zypern und Spanien, vor allem aber in Italien angekommen sind, weniger um die mehr als 2300 Ertrunkenen. Es stimmt: Mit Italien wird erneut ein überfordertes Aufnahmeland von der EU im Stich gelassen. Doch statt Ungarn und andere beim Namen zu nennen, sucht der Schulz-Finger Merkel, deren Grundsatzentscheidung seine Ministergenossen und er mitgetragen haben. Deshalb sind es Absicht und Unterton, die verstimmen – nicht die berechtigte Klage, dass Europa noch immer nichts aus der Flüchtlingskrise lernt. Auch das zeigt: Schulz braucht im Endspurt endlich eine Idee, die zündet. Keine, die zündelt. Stuttgarter Nachrichten

Veröffentlicht am Dienstag, 25.07.2017, 8:09 von Magnus Hoffestett

Deutschland erwartet in diesen Tagen den 100.000. Flüchtling des Jahres 2017. Im Juli wurden nach Angaben der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ unter Berufung auf ein ihr vorliegendes internes Lagebild der Bundesregierung bislang 8236 Flüchtlinge registriert. In den ersten sechs Monaten waren es zuvor 90.389 gewesen. Wie die Redaktion weiter berichtet, gelangt nur ein sehr geringer Teil der in Italien eintreffenden Mittelmeerflüchtlinge nach Deutschland. Laut Lagebild seien die Top-Herkunftsländer der von Jahresbeginn bis Mitte Juli in Italien aufgenommenen Mittelmeerflüchtlinge Nigeria (14.552), Bangladesch (8269), Guinea (7872), Elfenbeinküste (7473) und Gambia (5106) gewesen. Unter den wichtigsten fünf Herkunftsgruppen der in Deutschland registrierten Flüchtlinge tauchten lediglich 5553 Eritreer auf. Deutlich mehr Menschen kamen weiterhin aus Syrien (18 334), Afghanistan (8550) und dem Irak (8406). Rheinische Post

Flüchtlingsdebatte in Wahlkampfzeiten – Totschweiger und Angstbeißer

In 61 Tagen ist Wahlkampf und fast alles scheint gelaufen. Angela Merkel bleibt vorn. Die SPD mit Martin Schulz bewegt sich wieder auf Gabriels schwindsüchtige Werte zurück, weil es nicht genügt, nur neu und solide zu wirken. Hätte sie den Mut zur echten Alternative, liefe die Partei Gefahr auseinanderzufliegen. Der Rest des Parteienspektrums sucht dazwischen sein Auskommen. Die einen sind voll satter Selbstzufriedenheit, so dass zumindest die CSU schon nervös wird. Die anderen werden offenbar beim Blick auf den Kalender und auf die Umfragezahlen von Panik getrieben. Nach manchen verpufften Themen (Chancenkonto) oder der Stichelei („Angriff auf die Demokratie“) hat der SPD-Kanzlerkandidat jetzt seinen ersten Volltreffer gelandet. Mit der ungelösten Flüchtlingsfrage konnte er ein Thema setzen. Aber es ist nicht sein Thema. Und das macht den Angriff zur fragwürdigen Attacke in der Wahlkampfzeit.

Womöglich geht es aber schon darum, mit letzter Kraft auffallen zu wollen, um sich im Ergebnis in die nächste Große Koalition zu retten. Als „Mister Europa“ war Schulz 2015 Teil des merkelschen Grenzöffnungsregimes. Den Rest erledigte die SPD-Regierungsmannschaft in der GroKo. Als Kanzlerkandidat vergaß Schulz zu lange seine beiden Themen: den Kampf für ein solidarisches Europa und die Rolle eines unabhängigen Kandidaten ohne Pflicht zur Kabinettsdisziplin. Erst als Merkel wieder am 40-Prozent-Bereich kratzte, entschloss er sich zum Angriff. Doch jetzt bietet Schulz ein moralisch fragwürdiges Tauschgeschäft als Rettung für die EU an: Kopfgeld aus den Beiträgen für mehr Mitmenschlichkeit. So werden Moral und Werte zu einer Frage des funktionierenden Geldautomaten.

Wer, wenn nicht die AfD könnte daran Gefallen haben? Im Ergebnis ist das nicht wirklich besser als die bei der Kanzlerin beklagte Haltung, alles Unangenehme wegzudrücken. So wird aus der Chance zum Wahlkampf-Streit der Krampf um die Schlagzeilen-Macht. Dabei türmen sich genug Fragen auf, die eine Debatte verlangen. Schließlich verspielt die deutsche Autoindustrie gerade den Gütestempel „Made in Germany“. Was wird aus Bildung, Investitionen und Sozialstaat angesichts sprudelnder Steuerquellen? Die Themen sind da, die Lust zur Lösung nicht. Der selbstzufriedenen Kanzlerin der Republik steht ein Angstbeißer gegenüber. Dieter Wonka, Berlin – Neue Westfälische

Der harte Job der Integration – Flüchtlings-Politik in Deutschland

Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist schwierig. Die meisten weisen weder Schulabschluss noch Ausbildung, geschweige denn ein Studium vor. Deutsch beherrschen Zuwanderer häufig nach Jahren noch nicht. Das wissen Unternehmen und Verbände in der Lausitz. Und wollen das ändern. Denn es gibt genug zu tun und unbesetzte Lehrstellen. Sollen Flüchtlinge in die Bresche springen, reichen Anfängerkurse in Sprache und Landeskunde nicht. Zuwanderer fit zu machen für Jobs, damit sie für sich selbst sorgen, kostet Nerven und Geld. Lausitzer Rundschau

3 Meinungen bis jetzt. Fühlen Sie sich frei der Diskussion beizutreten.

  1. Anonymous Montag, 31. Juli 2017, 21:15 um 21:15 - Reply

    Das Ergebnis dieser Asylpolitik ist progressiv wachsender Fremdenhass, gefolgt von Bürgerkrieg un Untergang des Abendlandes!
    Merkel ist das Schlimmste was Deutschland je erlitten hat!

  2. Anonymous Donnerstag, 27. Juli 2017, 16:26 um 16:26 - Reply

    Zum Kotzen? Ja aber nicht nur das: ich warte bis weitere Millionen Kanacken unser Land fluten! Und Merkel, die alte Sau macht dann mit ihren Händen die Raute… Die DDR Magd macht das doch ALLES ganz bewusst, um Deutschland fix und fertig zu machen! Die alte Stasi-Olsch!

  3. Anonymous Mittwoch, 26. Juli 2017, 19:16 um 19:16 - Reply

    Zum Kotzen!

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