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Moons Gratwanderung: Erstschlag mit USA mit Folgen

USA und Nordkorea

Es ist richtig, dass Präsident Moon Jae-in mit Machthaber Kim Jong Un spricht. Moon muss die Gefahr eines Atomkriegs von seinem Land abwenden. Doch er sollte nicht vergessen, dass Kim sich in der schwächeren Position befindet – und sich nicht zu schnell zu Zugeständnissen hinreißen lassen. Es ist bereits großzügig von Moon, einen menschenverachtenden Diktator wie Kim zu treffen. Kim hat Mitglieder seiner Familie umbringen lassen. Sein Regime betreibt Konzentrationslager.

Es ist zu hoffen, dass Moon bei dem geplanten Treffen nicht so freundlich lächelt wie sein Abgesandter in Pjöngjang. Wenn es um die Sanktionen geht, sollte Moon nicht zu früh aus der Linie der internationalen Gemeinschaft ausscheren: Nordkorea darf erst wieder Handel treiben, wenn es abrüstet. Gegenüber dieser Forderung werden sich die Grenzen der nordkoreanischen Leutseligkeit zeigen. Kim braucht die Lieferungen aus dem Ausland. Moon sollte ihn zappeln lassen, bis er seine Bomben herausrückt. Frankfurter Rundschau

Nordkoreas Botschaft als Beschaffungszentrale für Kims Waffen: Wie erfolgreich waren „Schattenkäufer“? UN-Ermittler kritisiert Berlin

Das Regime von Machthaber Kim Jong Un bemüht sich offenbar seit Jahren auch über die nordkoreanische Botschaft in Berlin um High-Tech-Bestandteile für sein Waffenprogramm. Das bestätigt der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, in der NDR-Dokumentation „Nervenkrieg um Nordkorea – Was treibt Kim Jong Un?“.

Laut NDR sagt Maaßen in der Dokumentation: „Wir mussten feststellen, dass von dort aus Beschaffungsaktivitäten gelaufen sind, aus unserer Sicht mit Blick auf das Raketenprogramm, teilweise auch auf das Nuklearprogramm.“ Dabei gehe es oft um sogenannte Dual-Use-Güter, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke genutzt werden können.

„Wenn wir Derartiges feststellen, unterbinden wir es“, erläuterte Maaßen nach NDR-Angaben. „Wir können aber nicht gewährleisten, dass dies von uns in allen Fällen erkannt und verhindert werden kann.“

Man müsse davon ausgehen, dass Teile für Nordkoreas Trägerprogramm „über andere Märkte erworben wurden oder Schattenkäufer sie eben in Deutschland erworben haben.“ Dem NDR zufolge erhielt die Behörde zuletzt 2016 und 2017 Hinweise auf Produktbeschaffungen, die mutmaßlich für Nordkoreas Raketenprogramm bestimmt waren. Zudem versuchte ein nordkoreanischer Diplomat bis 2014, einen Multigasmonitor zu beschaffen, der Immissionen bei der Herstellung chemischer Kampfstoffe messen kann.

Ein langjähriger UN-Ermittler beklagt in der Dokumentation nach NDR-Angaben, dass das Handelsembargo gegen Nordkorea nicht nur in China und Russland, sondern auch im Westen „mehr Schlupflöcher als gestopfte Löcher“ aufweise. Deutschland wirft der Waffen-Experte laut NDR vor, dass er auf seine Nachfragen zu Nordkoreas Berliner Botschaft „nie eine Antwort bekommen“ habe. BfV-Chef Maaßen sagte dem NDR auf Nachfrage, dass er „dazu keine Erkenntnisse“ habe. Die Grünen verlangen nun von der Bundesregierung Aufklärung. Träfen die Vorwürfe zu, so ihr Außenpolitiker Frithjof Schmidt, wäre dies „ein politischer Hammer“. NDR / Das Erste

Trump stellt die Öffentlichkeit vor dieselbe falsche Alternative wie einst Bush in Irak. Tatsächlich können die Amerikaner sehr wohl mit einem nordkoreanischen Regime leben, das über Atomwaffen verfügt. Warum sollte die Supermacht USA den „kleinen Raketenmann“, wie Trump zu sagen pflegt, denn nicht abschrecken können? Die beste Hoffnung, Trump von einem verhängnisvollen Fehler abzuhalten, der niemanden sicherer macht, aber unendliches Leid zu bringen droht, bleiben die US-Militärs. Die wissen besser als ihr „Commander-in-Chief“, was ein Krieg auf der koreanischen Halbinsel bedeutete. Mitteldeutsche Zeitung

2 Kommentare

  1. Anonymous

    Verzeihung! Ich meine das gut genährte
    Gesicht von Mazyek.

  2. Anonymous

    Dieses düstere Gesicht flößt mir
    Angst ein.

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