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Das heilige Gretchen mit unsichtbarer Behinderung (Autismus)

Greta Thunberg spricht im stern über ihre Atlantik-Überquerung: "Dann werde ich mich eben zwei Wochen lang übergeben"

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, 16, hat vor ihrer Bootsreise in die USA Präsident Donald Trump kritisiert. Im Interview mit dem Hamburger Magazin stern betont sie, dass ein Zusammentreffen mit dem US-Präsidenten für sie keinen Sinn ergeben würde. „Was soll ich ihm sagen, was er nicht schon von anderen gehört hat. Er hört ihnen offensichtlich nicht zu. Warum sollte er also mir zuhören?“

Selbst wenn sie eine Einladung des Trump-Teams erreichte -„Ich würde nein sagen.“ Inzwischen ärgere sie sich aber nicht mehr über den US-Präsidenten, der Klimafragen wenig Beachtung schenkt. „Mich ärgert die Situation insgesamt, aber nicht die einzelnen Individuen. Das ist gut, weil ich ja sonst die ganze Zeit wütend wäre. Ich habe nicht genug Zeit, mich zu ärgern. Es gibt zu viel zu tun“, sagt Thunberg im stern.

Für die Titelgeschichte der neuen Ausgabe, die am Donnerstag erscheint, begleitete der stern Greta Thunberg bei den Vorbereitungen ihrer Atlantik-Überquerung. Gemeinsam mit dem Profi-Segler Boris Herrmann und dem Prinzen von Monaco, Pierre Casiraghi, werden Thunberg und ihr Vater auf einer Rennjacht vom englischen Plymouth nach New York City segeln. Die Reise wird etwa zwei Wochen dauern. In Amerika will Greta zwei Klimakonferenzen der UN in New York City und Santiago de Chile besuchen.

Die Atlantik-Überquerung ist während der aktuellen Wetterlage selbst für Profi-Segler eine besondere Herausforderung. „Dann werde ich mich eben zwei Wochen lang übergeben“, sagt Thunberg im stern-Interview. „Solange es nicht schlimmer wird als das, werde ich es schon aushalten. Es sind eben auch nur zwei Wochen, und an Bord gibt es Medizin gegen Seekrankheit.“

Im stern äußert sich auch Gretas Vater Svante Thunberg zur aktuellen Kritik an seiner Tochter. Greta war am vergangenen Wochenende bei den Protesten im Hambacher Forst aufgetreten. Dabei entstand ein Foto, das Greta neben einer vermummten Frau zeigt. Daraufhin hatte sich unter anderem der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reuel irritiert gezeigt und sagte laut BILD-Zeitung, dass sie „ich mit den falschen Leuten umgibt“.

Im stern verteidigt Gretas Vater seine Tochter: „Bei so vielen Terminen können wir doch nicht alles wissen. Wir kommen dort an, und dann gibt es einen Termin und eben Bilder.“ Svante Thunberg betont, dass Greta die Aktivisten im Wald respektiere. Auf die Frage, wie das Foto zustande kam, sagt Thunberg: „Das war eine Überraschung. Es ist passiert. Sie hat es sich nicht ausgesucht.“¹

Gretchens Schrei nach Liebe

Sowohl die, welche die Schwedin zur Heiligen einer angeblichen Klimarettungsbewegung stilisieren, als auch jene, die sie als gesteuerte Marionette abwerten, erfassen nicht, wie tief doch eigentlich der Blick in den Spiegel ist, den Greta Thunberg ihnen bietet.

Zur Einleitung ein hochinteressantes Zitat von Greta Thunberg:

„Es hat den Anschein, dass Geld und Wachstum unsere einzige Sinnerfüllung sind“.

Damit spricht sie ein fundamentales systemisches Problem der heutigen menschlichen Gesellschaften an. Die Frage aber, die sich mir dabei stellt, lautet: Aus welcher Erfahrung, welchem Wissensschatz heraus, fällte eine schwedische Schülerin dieses vernichtende Urteil?

Denn ich meine, dass dahinter nicht das systemische Wissen über die Ideologien und politischen Verflechtungen einer komplexen Wachstumsgesellschaft samt dem damit gekoppelten zinseszinsbasierten Geldsystem stecken kann. Viel eher vorstellbar erscheint mir doch eine ganz persönliche Erfahrung dieses Mädchens — welche ist es?

Vor Wochen beschäftigte ich mich bereits intensiv mit dem medialen Schaumschlagen um das „bedrohte Klima“. Die geradezu groteske Kampagne, die in uns die Illusion wecken soll, einen Ruck in der Gesellschaft zu erzeugen, mit dem nun endlich wirklich etwas „für das Klima“ getan wird, führte tatsächlich zur Darbietung von der durch die große Politik vorgefertigten angeblichen Lösungen und änderte augenscheinlich nichts an der grundsätzlichen, gesellschaftlichen Herangehensweise des Einfach-weiter-so. Eines Weiter-so, dass die Politik sich schon kümmere und wir nur unseren Führern und deren Experten vertrauen zu brauchen.

Als Greta Thunberg durch die Medien zum Star gekürt wurde, geriet die Diskussion über die Art und Weise ihres Auftretens, wie auch der Inhalte sofort auf systemische, ideologische Ebenen. Entsprechend erlebten wir das in unserer Gesellschaft leider typische Polarisieren und einen bis aufs Messer geführten, dialektisch geprägten Diskurs. Rationales, reflektierendes, suchendes Analysieren war die Ausnahme.

Die spezielle Emotionalität der Schülerin wurde mit großer Emotionalität beantwortet, egal in welche Richtung die Antworten auch wiesen. Mir scheint, Greta Thunberg ist die personifizierte Projektion einer Gesellschaft.

Innerhalb eines Kommentars bei KenFM hat der Therapeut und Autor Rüdiger Lenz auf etwas aus meiner Sicht sehr Wichtiges aufmerksam gemacht. Hierzu zitierte er noch einmal die bekanntesten Worte von Greta Thunberg — jene die sie im Januar 2019 bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos äußerte:

„Ich will, dass ihr handelt, als wenn euer Haus brennt, denn das tut es. Erwachsene sagen immer wieder: Wir sind es den jungen Leuten schuldig, ihnen Hoffnung zu geben. Aber ich will eure Hoffnung nicht. Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre“.

Wo kommen die Ängste des Mädchens tatsächlich her? Auf jeden Fall sind das authentische Worte.

Manchmal glaubt man in den Reden Gretas, Worte einer erfahrenen Politikerin zu hören oder zu lesen. Gerade die Kunst des Ausformulierens bedarf jedoch eines Lern- und Reifeprozesses. Aber diese Sätze kommen aus dem Mund einer Schülerin. Dann wieder hören wir tatsächlich das Mädchen, mit seinen Ängsten und Sehnsüchten. Eine schwer verständliche Reife paart sich mit vernichtender Selbstkritik. Sieht sich auch Greta Thunberg unterbewusst als wahrgenommene Versagerin — und will ihr Engagement beweisen, dass sie keine ist.

„An Orten wie Davos erzählen Menschen gerne Erfolgsgeschichten. Aber ihr finanzieller Erfolg hat ein unvorstellbares Preisschild. Und beim Klimawandel müssen wir anerkennen, dass wir versagt haben“. Greta Thunberg

Was sie da in Davos erzählte, ist eine gelebte Erfahrung, die Greta — so meine ich — gar nicht haben kann.

Als sie bei der sogenannten UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice sprach, tat sie das ausdrücklich nicht für sich (Hervorhebung durch Autor):

„Mein Name ist Greta Thunberg. Ich bin 15 Jahre alt und komme aus Schweden. Ich spreche im Auftrag von Climate Justice Now“.

Die Leser dürfen sich motiviert fühlen, herauszubekommen, welche Agenda und welche Sponsoren durch Climate Justice Now vertreten werden. Es sei vorgegriffen, dass sich auch diese Organisation „nachhaltigem Wachstum“ verpflichtet sieht.

Das Opfer ist das Klima — oder auch Greta. Mit dem Klima wird sie plötzlich so wahrgenommen, wie sie es sich wohl immer erträumt hat und so könnte man ihren Satz vielleicht auch interpretieren mit: „Aufmerksamkeit für das Klima heißt Aufmerksamkeit für mich.“

Sie selbst spricht offen über das Asperger-Syndrom, das ihre Persönlichkeit prägt. Im Spiegel-Artikel lesen wir:

„Dabei ist sie noch eine Jugendliche. Eine, die wie eine Erwachsene spricht und wie ein Kind aussieht, kaum Freunde hat und in ihrer Freizeit am liebsten mit ihren Hunden spielt.“.

Das Fehlen erfahrener Liebe stellte für sie und ihr persönliches Umfeld eine Herausforderung dar und ließ das junge Mädchen bereits in Depressionen fallen. „Nur“, weil ein Mensch durch das Asperger-Syndrom geprägt ist, heißt das noch lange nicht, dass er auf Liebe verzichten kann.

Plötzlich, im großen Zirkus um das Klima aber geschieht es. Greta Thunberg wird geliebt, ihr „Defekt“ sogar als sympathische Eigenart ihrer Persönlichkeit wahrgenommen. Sie bekommt tatsächlich zehntausende Briefe — Liebesbriefe von Gleichaltrigen, die ihr doch „eigentlich“ fremd und unnahbar erschienen. Sie, die auf der Suche nach ihrem Selbst ist, jedoch aufgrund ihrer autistischen Züge Probleme hat, mit Emotionen anderer umzugehen, wie auch die eigenen zu zeigen, wird plötzlich zu einer Identifikationsfigur von Jugendlichen, zu einem Idol.

Die Angst Gretas, soziale Kontakte zu knüpfen, weil sie sich als unverstanden wahrnimmt, fand möglicherweise eine Projektion in der reichlich gestreuten Angst, mit der die Diskussion um das Klima permanent angeheizt wird. Die Vereinnahmung durch die Angst nimmt uns auch die Möglichkeit, dass damit verbundene Problem ganzheitlich und mit der dazu erforderlichen Sicht von außen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.

Angst kennt nur eine Sicht, die innere, die emotionale. Jene, die uns verstrickt und zum Teil des Problems werden lässt. Die Emotion Angst, ist akut, ja sie ist existenziell und ruft daher prinzipiell nach rascher Lösung. Angst ist wie Verdursten — es muss sofort gehandelt werden. Oder sie zeigt auf reale oder eingebildete Gefahren, dann müssen diese sofort beseitigt werden. Planvoll und überlegt ist da nichts — kann es auch nicht sein: Es ist eine Emotion.²

¹Gruner+Jahr, STERN ²Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) – Peter Frey – Rubikon.news (gekürzt)

15 Kommentare

  1. nymeria

    auch dieser hype mit greta wird zuende gehen-wie mit dieser malala, die mit der abgeschnitenen nase (taliban). dieses pubertäre, hirngeschädigte Goer hat viele hindermänner und sponsoren als gönner. z.bz. profisegler für ihre neue aktion im gepäck.
    der dumme mob läuft jedem idioten/innen hinterher wie die herde eines leittieres, ziel abgrund.

  2. Ray

    Greta Thunberg ist eine Marionette!
    Leute mögen es halt eine Gallionsfigur zu glorifizieren um dieser dann nachzueifern.
    Alle Anhänger haben ein gutes Gefühl und können ihr Gehirn abschalten, so einfach fängt man Mäuse!

  3. Negernazi

    Geldschneiderei. Sie begibt sich auf einen Opfergang mit Kamera. Danach kommt der Film: „Das Leben der Greta Thunberg“. Alles reine PR. Die Sponsoren stehen schon Schlange um bei der nächsten Regatta dabei sein zu dürfen wenn es heißt: „Und im Bild sehen Sie die Rennyacht mit der Greta Thunberg den Pazifik durchquert hat“.

    • Anonymous

      Negernazi?
      Da tauchen Fragen auf.
      Negernazi sollte sich
      zu seinem Namen äußern.

    • Ray (!)

      Negernazi, ihr Name geht einfach nicht, stets finden sich hier Kommentatoren die ihren Namen (zurecht) anstössig finden, der Inhalt ihrer Kommentare geht somit unter.
      Also was bringt dieser Unsinn?
      Wie bereits jemand schon vorschlug, nennen sie sich doch lieber Hannelore oder wie auch immer.
      Der Name ist einfach nur zum fremdschämen!

      • Anonymous

        DANKE, Ray.
        Echte Überzeugungsarbeit.

    • Holthaus

      Sieben gegen fünf Daumen. Das sollte Ihnen zu denken geben!

      • Werner H.

        Ja, ja, ja, Negernazi, begreifen Sie endlich!
        Sie dienen mit Ihrem Namen der
        Gegenseite. Ollen Sie das ?

  4. Anonymous

    Es ist doch ihr Vater.
    Greta ist nett.

    • nymeria

      nett ist die kleine schwester von scheisse!

      • Anonymous

        Fäkalisch, nicht gut.
        Bewirkt das Gegenteil.
        Wenn Ihr das doch
        e n d l i c h
        kapieren würdet.

  5. Anonymous

    Nettes Mädchen. Sie kann ja nichts dafür.

    • Lennard

      Liebe Leute, die vielen Flugzeuge, die Plastiktüten überall: wir aasen wie die Idioten.

      • Ray

        Ja dann sollten diese ganzen Grünen doch mit gutem Beispiel vorangehen und ab sofort auf Auto Flugreisen Plastiktüten Internet und so weiter verzichten das wäre doch mal ein erster Schritt da müssen die Grünen doch nicht erst bis 2030 2040 oder 2050 drauf warten.

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