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Seehofers langer Abschied: Die letzten Meter tun weh

Seehofer: Spekulation über Koalitionsbruch und Kramp-Karrenbauer als Kanzlerin ist Käse

Die Fähigkeit zum würdevollen – vor allem des rechtzeitigen – Abtritts von der politischen Bühne ist bei der Vergabe des politischen Geschicks nur sehr rar gesät worden. Der Glaube an die eigene Unentbehrlichkeit scheint mit dem Alter noch zu wachsen. Vielleicht ist er geradezu nötig, um überhaupt in Spitzenämter zu gelangen, was dem Ganzen eine tragische Note verleihen würde. Denn diesen Glauben hat man zusehends exklusiv. Während man glaubt, immer mehr mitreden zu müssen, um mit den Jüngeren mithalten zu können, hat man umgekehrt immer weniger wirklich zu sagen. Regieren kann man dann trotzdem noch – und das müssen dann meist die Jüngeren aushalten. Horst Seehofer verdeutlicht das Problem der gesamten Union, die sich politisch überlebt zu haben scheint – es ist nur noch nicht als Erkenntnis zu ihr durchgedrungen.

Die Probleme des 21. Jahrhunderts lassen sich nicht mehr mit Mitteln des längst vergangenen lösen. Natürlich kann man ständig auf Strohpuppen eindreschen: Asylgesetze verschärfen, um Rechtsaußenwähler zu umgarnen, statt sich mit Fluchtursachen, Stichwort Klimawandel, ernsthaft auseinanderzusetzen. Als Innenminister einen Heimatfimmel entwickeln, den viele andere nicht ausleben können oder aus ihr verdrängt werden – auch weil der Bauminister Seehofer anscheinend noch nichts von seinem Amt gehört hat. Oft gehen Politiker nicht, sie werden gegangen. Nicht nur beim Marathon, dem Seehofers Politkarriere gleicht, gilt: Die letzten Meter Laufbahn tun oft weh. Aber nicht nur den Politikern.¹

Bundesinnenminister Horst Seehofer sieht keinerlei Anzeichen für einen vorzeitigen Bruch der schwarz-roten Koalition oder einen Wechsel im Kanzleramt von Angela Merkel zu Annegret Kramp-Karrenbauer (beide CDU). Kramp-Karrenbauer sei eine sehr, sehr qualifizierte Politikerin, sagte Seehofer der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Aber was da gerade diskutiert wird, ist Käse.“ Es gebe überhaupt keinen Anlass für einen Wechsel. Die Koalition arbeite gut und vertrauensvoll zusammen und werde bis 2021 vernünftige Politik machen. Zu Spekulationen, nach der Europawahl könnte die Regierung auseinanderfallen, sagte der CSU-Politiker, nach der Wahl werde „gar nichts passieren“. Er mahnte allerdings, alle Beteiligten müssten klug und besonnen bleiben.

Zur Möglichkeit erneuter Jamaika-Verhandlungen sagte Seehofer, nicht er, sondern FDP-Chef Christian Lindner habe im November 2017 die Gespräche abgebrochen. „Das hat sich bei mir eingebrannt, und eine Neuauflage dieses Themas steht auch gar nicht an.“ Die beste Garantie für gute Wahlergebnisse sei eine gute und wirksame Politik. Bei allen Unterschieden habe die große Koalition unendlich viele Gemeinsamkeiten. Und die im Koalitionsvertrag beschlossene Überprüfung zur Halbzeit sei nicht vereinbart worden, „um zu schauen, ob wir aufhören, sondern welche neuen Vorhaben wir vereinbaren.“²

¹neues deutschland ²Rheinische Post

7 Kommentare

  1. Anonymous

    Dieses stetige dumme, selbstgefällige Grinsen! – Ich denke, der ist schon seit längerer Zeit dement und merkt nicht mehr viel!-

    • Anonymous

      Ja, wirklich, der grinst zuweilen dümmlich.
      Außerdem hat er seine Frau betrogen.
      Womöglich ist das Grinsen die Strafe dafür.

      • Xaver

        Nun, dieser strenggläubige Katholik hat nicht nur seine Frau betrogen, sondern hat mit seiner Geliebten auch ein Kind! Da dieser anständige, ewig debil grinsende Christ, nicht für seine Leibesfrucht Unterhalt zahlen wollte, musste die Dame ein Gericht um Hilfe ersuchen! – Herr Seemonster ist ein durch und durch unredlicher Mann, vor dem ich, als Bayer, keinerlei Achtung habe!-

        • Frerk

          Das hätte ich nicht gedacht, dass Seehofer keine Alimente zahlen wollte.
          Der soll gut sein?

  2. Anonymous

    Der größte Schaumschläger aller Zeiten ! Ein ganz widerlicher, machtgeiler Zeitgenosse!

    • Anonymous

      Der ist über das Niveau eines Verwaltungslehrlings nicht hinausgekommen.

    • Anonymous

      Sein feminines politisches Gegenstück ist um den Faktor 10 schlimmer

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