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Sarah im Wunderland: #aufstehen – Vision einer humanistischen Welt

Linke Sammlungsbewegung - Neue Heimat für Wutbürger?

„#Aufstehen“ – so heißt die neue linke Sammlungsbewegung. An diesem Dienstag startet die Initiative, die von den Linken-Politikern Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine ins Leben gerufen wurde. Die Idee: Es gebe eine breite linke Mehrheit gegen den rechten Zeitgeist, Nichtwähler wie auch AfD-Wähler sollen zurückgeholt und mehr soziale Gerechtigkeit durchgesetzt werden. Wie die genau erreicht werden könne, darauf habe die Initiative allerdings keine Antwort, so die parteiübergreifende Kritik. Überhaupt bliebe die Bewegung an vielen Stellen vage und Antworten schuldig.

Kann sie trotzdem eine Alternative für Wutbürger sein? Welches Potential hat die linke Sammlungsbewegung? Für was steht sie genau? Was soll sie konkret tun?

SPD-Politiker Kahrs sieht Aufstehen-Bewegung als „Machtkampf innerhalb der Linkspartei“

Johannes Kahrs, Sprecher des Seeheimer Kreises in der SPD, hat die Aufstehen-Bewegung der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht scharf kritisiert. „Das ist ein Machtkampf innerhalb der Linkspartei, der auch noch Näherungswerte an die AfD hat. Das ist peinlich und in der derzeitigen Situation ätzend“, meinte Kahrs im phoenix tagesgespräch. Dass Wagenknecht aufgrund ihrer Äußerungen zur Flüchtlingspolitik Lob des AfD-Chefs Alexander Gauland erhalten habe, zeige, „aus welcher Ecke beide kommen“, so der SPD-Politiker weiter.

Es bleibe abzuwarten, wie die Linkspartei jetzt reagiere. „Das ist ein Egotrip von Frau Wagenknecht und ich frage mich, wie lange man eine Fraktionsvorsitzende erträgt, die gerade einen eigenen Verein aufmacht und die eigene Partei spaltet“, so Kahrs. Eine echte Sammlungsbewegung sei dagegen gestern anlässlich des Konzerts in Chemnitz zusammen gekommen. „Da ist die Republik gegen rechts aufgestanden“, war der SPD-Bundestagsabgeordnete überzeugt.¹

Flensburgs OB Simone Lange tritt linker Sammlungsbewegung „Aufstehen“ bei

Frühere Kandidatin für SPD-Vorsitz findet Wagenknecht-Initiative „unterstützenswert“

Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) schließt sich der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ von Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht an. „Ich finde die Bewegung unterstützenswert“, sagte Lange, die im April 2018 für den SPD-Parteivorsitz kandidiert hatte, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Näheres werde sie am Dienstag gemeinsam mit Wagenknecht vor der Bundespressekonferenz in Berlin erläutern. Die 41-Jährige ist die erste prominente SPD-Politikerin, die der linken Sammlungsbewegung beitritt.

Kritik an Langes Entscheidung übte der SPD-Bundesvize und schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Ralf Stegner: „Sahra Wagenknecht mag viele Interessen haben, das Wohl der SPD gehörte bislang sicherlich nicht dazu.“ Insofern müsse „jedes SPD-Mitglied für sich selbst entscheiden, ob es sich für das Marketing der Initiative zur Verfügung stellt“, sagte Stegner.

Grüne: Die Aufstehen-Bewegung ist keine Versuchung für uns

Parlamentarische Geschäftsführerin Brantner: Sammelbecken für alte Köpfe der politischen Vergangenheit

Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Franziska Brantner, geht nicht davon aus, dass die neue linke Sammlungsbewegung ‚Aufstehen‘ in ihrer Partei auf großen Widerhall stoßen wird. „Die Aufstehen-Bewegung ist keine Versuchung für uns Grüne. Dafür sind die meisten Grünen null empfänglich“, sagte Brantner. Zwar hat sich mit Ludger Volmer auch ein ehemaliger Grünen-Vorsitzender der Bewegung angeschlossen. Brantner sieht in dem Sammelbecken jedoch vor allem „alte Köpfe, die der politischen Vergangenheit angehören. Eine neue Dynamik kann ich in der Bewegung nicht erkennen“.

Brantner sagte der „NOZ“ weiter: „Wie eine reflexhaft antikapitalistisch auftretende Bewegung, die ihr Heil eher bei Putin als in der Europäischen Union sucht, neue und befriedigende Antworten auf drängende politische Fragen geben soll, bleibt offen. Wie dieses Projekt die progressiven Kräfte stärken soll, ist mir schleierhaft, denn bei den Initiatoren handelt es sich ja gerade um diejenigen, die sie mit ihrer Blockadehaltung gespalten haben.“²

SPD-Linke Ypsilanti kritisiert linke Sammlungsbewegung #aufstehen

Die SPD-Politikerin Andrea Ypsilanti hat die linke Sammlungsbewegung #aufstehen von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine als „Neuauflage des wohlfahrtsstaatlichen nationalen Projektes der Nachkriegszeit“ kritisiert. „Bestünde die Bereitschaft in ihr, über die nationalen Fragen hinaus, für eine gemeinsame solidarische Europapolitik zu streiten, der Abschottungspolitik an den Außengrenzen und der globalen Frage der imperialen Lebensweise nicht auszuweichen, gäbe es Schnittmengen“, schreibt die Parteilinke in einem Gastbeitrag für die in Berlin erscheinende Tageszeitung „neues deutschland“. Für sie ist die Sammlung nicht wie die spanische Podemos oder die griechische SYRIZA aus der Gesellschaft entstanden, sondern rufe „quasi von oben zur Bewegung auf“. Dabei gebe es ein „großes Bedürfnis nach Sammlung außerhalb des Parteienspektrums“, so Ypsilanti weiter. „Sammeln heißt, die Pluralität zu berücksichtigen, nicht auszugrenzen oder zu spalten. So könnte man über eine strategische Allianz der linken Kräfte nachdenken.“³

¹phoenix-Kommunikation ²Neue Osnabrücker Zeitung ³neues deutschland

3 Kommentare

  1. Anonymous

    Ich habe auch eine Vision:
    irgendwie kommt der Erlöser und säubert den Bundestag und alle Landtagen und kommunal Politik und plötzlich sind alle dort konservativ orientiert, und halten unsere Gesetze ein, und verhalten sich den Bürgern gegenüber wie es sein soll, die Demokratie kann wieder frei sein –
    – es herrscht jetzt eine Diktatur– die Politiker halten Gesetze nicht ein– tun was sie wollen ohne die Bürger zu fragen — zerstören die Nation und die Kultur, in den Leitmedien herrscht nur eine Meinung– wir dürfen eine andere Meinung nicht haben, sonst werden wir als „Nazis“ beschimpft wenn wir uns Sorgen machen über die Zukunft unserer Heimat— wenn eigentlich die anderen die Nazis sind—

    — ja– das wäre schön– wenn so eine Vision in Erfüllung gehen würden— wird es ja nie– genauso wie die bekloppte Vision von Wagenknecht und ihren bekloppten Ehemann- die Sozi-Kommunisten— haben sie nie gelernt dass diesen Weg zu gehen immer ein Desaster ist??? Und jetzt haben sie 100.000 Unterstützer— wahrscheinlich alle von Soros und Juncker bezahlt— es ist alles von zentraler Stelle gesteuert— das ist so–

    — wenn die Gegner sidn nicht organisieren, dann werden Merkel und Co immer wieder die Oberhand haben— jemand muss das organisieren und dann wie eine Tsunami Welle die anderen überrollen– vielleicht kommt so eine Person mal—

  2. Anonymous

    Die Elfenbeinturmtante schwebt wieder im linken Himmel und hat nur Woleken um sich und sieht nicht wie die Realität ist— und die ist brutal und bleibt brutal— das humanistische Gequatsche kann sie vergessen— abwählen und aus dem Bundestag raus mit ihr und den ganzen Linken-Grünen Idioten- SPD und CDU auch

  3. Anonymous

    Der wird ermordet . Die machen eine Party drauß einfach ekelhaft

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