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Das Imageproblem von Astrazeneca ist eine Chance für die Jüngeren

Lockerung des Lockdowns

Das [Astrazeneca-]Vakzin hat ein Imageproblem. Jedenfalls gibt es Berichte, dass viele, die beim Impfen schon dran sind, lieber ohne Schutz bleiben, als sich mit Astrazeneca immunisieren zu lassen. Vakzine ungenutzt zu lassen, wäre aber die schlechteste Lösung. Also bleibt nur: Die Impfliste muss so verändert werden, dass auch Jüngere aus nicht gefährdeten Gruppen zum Zug kommen. Das geht auch deshalb, weil die Länder jetzt viel Astrazeneca-Vakzin bekommen. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstoß der Kassenärzte-Vertreter und des CDU-Abgeordneten Michael Hennrich sehr viel Sinn. Bund und Länder sollten ihn rasch umsetzen.¹

Es erfordert eine gewisse menschliche Größe, zunächst auf den besseren Impfstoff zu verzichten und sich mit einem etwas weniger wirksamen Vakzin, zum Beispiel dem von Strazeneca, zu begnügen. Doch die persönliche Sicherheit, auch damit jetzt und nicht erst in ein paar Monaten recht gut vor einer Ansteckung geschützt zu sein, sollte Anreiz genug für die schnelle Impfung sein. Später besteht immer noch die Möglichkeit, sich einen besseren Wirkstoff spritzen zu lassen, wenn dieser für alle zur Verfügung steht. Angesichts immer neuer Corona-Varianten könnte es ohnehin so kommen wie bei der Influenza, gegen die es jedes Jahr ein neues, angepasstes Vakzin gibt.²

Lockerung des Lockdowns

Das vergangene frühlingswarme Wochenende war auch ein guter Gradmesser für die Gemütslage vieler Menschen im Land. Sie wollen raus. Sie wollen nach wochenlangem Lockdown im tristen Wintergrau wieder ein Stück Normalität, ein Stück Freiheit genießen – und sei es auch nur die kleine Freiheit eines Spaziergangs in der Sonne. Und weil so viele dieses Bedürfnis haben, wurde es eng in den Parks und an beliebten Ausflugszielen, die noch immer strengen Kontaktregeln wurden vielerorts ausgehebelt – eine Abstimmung mit den Füßen.

Die Gefahr einer dritten Welle schien sehr weit weg. Zumal die Menschen im vergangenen Sommer gelernt haben, dass eine Ansteckung im Freien weniger wahrscheinlich ist. Ob das auch auf die neue Virus-Mutation zutrifft, wird sich zwar erst zeigen. Trotzdem sollten Bund und Länder die bislang insgesamt kooperativen und einsichtigen Bürger nicht mehr länger nur mit Drohszenarien und Durchhalteparolen in Schach halten. Sie müssen bei ihrem nächsten Termin am 3. März klar und nachvollziehbar entscheiden, bei welchem Inzidenzwert oder R-Wert, bei welcher Intensivbettenbelegung oder Impfquote bestimmte Öffnungen möglich sind. Lockerungen für mehr Aktivitäten im Freien, auch Vereinssport und Außengastronomie, wären ein Anfang.

Vor allem müssen sie sich endlich der Frage stellen und eine Antwort darauf geben, welche Freiheiten mit einer Impfung gewährt werden. Mit der Ausrede, es stehe noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung, um darüber zu diskutieren, werden sie nicht mehr lange durchkommen.³

¹Bernhard Walker – Badische Zeitung ²Stuttgarter Nachrichten ³Alexandra Eisen – Allgemeine Zeitung Mainz

4 Kommentare

  1. Anonymous

    Schau an, BZ zensiert. wer hätte das gedacht.

  2. Mo Zart

    23.02.2021
    Ein Imageproblem haben alle angebotenen Corona-Vaccine, nicht zuzletzt bedingt durch die Haftungsbefreiung der Hersteller bei Impfschäden.
    Das wird in den Medien gerne verschwiegen, stattdessen mache solche Vokabeln Impfverweigerer etc. die Runde, obwohl bei Freiwilligkeit von Verweigerung nicht die Rede sein dürfte.
    Was nützt denn ein minderer oder stärkerer Schutz im Prozentbereich unter 100, wenn man nachher lebenslang krank ist und niemand verantwortlich ist, außer man selbst?

    • Rabe

      Warum sich krankimpfen lassen, wenn man gesund ist, merkt denn niemand, hinterfragen denn so wenige, was für ein perfider Plan dahintersteckt? Sieht und hört denn niemand, was in diesem Land passiert? Wenn heute die Politik ein Gesetz verabschiedet, das alle auf allen vieren sich bewegen sollen, um diesem „Killervirus“ paroli zu bieten, würde das vom Mainstream und politischgeschaltetem TV und vor allem einer DDR-Funktionärin, einem ehem.Bänkster (Spahn) und einem Viehdoktor(Wiehler) total verblödetem Volk (nicht alle) im absolutem Kadavergehorsam dem Folge leisten.

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