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Bürger/innen erwachen: Massive SPD-Verluste in Bayern und im Westen

RTL/n-tv-Trendbarometer / FORSA AKTUELL: Große Umfrage in den Ländern: SPD großer Verlierer, Grüne größte Gewinner - AfD im Osten 20 Prozent - Bayern-Wahl: CSU 37, SPD 12, Grüne 17, AfD 13 Prozent

Die etablierten Parteien üben gerade auf die jungen Menschen wenig Anziehungskraft aus, sie suchen sich andere Foren, sich zu organisieren und ihre Interessen zu vertreten. Die Ausgangslage ist gerade für jene, die sich Volksparteien nennen, schwierig. Weil Politik komplizierter wird, während viele Bürger sich nach den scheinbar einfachen Antworten sehnen. Was den deutlichen Zuwachs der AfD erklärt. Parteien wie Union und SPD müssen auf viele Probleme mitunter unpopuläre Antworten geben.¹

Mitgliederzahlen – Parteienlandschaft im Wandel

Die politische Stimmung in Bayern, den übrigen westdeutschen Bundesländern sowie in Ostdeutschland unterscheidet sich auch in diesem Sommer wieder teilweise erheblich. Für das RTL/n-tv-Trendbarometer hat forsa 8.650 Wahlberechtigte in den Bundesländern (mit Ausnahme der Stadtstaaten) befragt, wie sie derzeit bei einer Landtagswahl wählen würden. Großer Verlierer in allen drei Wahlgebieten gleichermaßen ist die SPD, größter Gewinner sind die Grünen.

Im Durchschnitt der sieben westdeutschen Länder Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein müsste die CDU im Vergleich zur jeweils letzten Landtagswahl nur geringfügige Einbußen hinnehmen (-1,5%punkte). Lediglich in Hessen, wo die CDU bei der letzten Landtagswahl 2013 von der Koppelung an die Bundestagswahl profitierte, muss die Union mit stärkeren Verlusten rechnen. Starke Einbußen erleidet dagegen die SPD mit einem Minus von 6,2 Prozentpunkten. Im Westen der Republik könnten derzeit vor allem die Grünen (+4,3%punkte) und die Linke (+1,6%punkte) zulegen. Die AfD würde momentan nur moderate Stimmenzugewinne erzielen.

In der Summe der fünf ostdeutschen Bundesländer (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) würde die CDU bei Landtagswahlen durchschnittlich 3,5, die SPD 3,2 Prozentpunkte verlieren. Auch die Linke könnte sich in ihrem Stammgebiet nicht verbessern (-0,1%punkte). Zulegen würden die Grünen (+1,4%punkte), die FDP (+1,7%punkte) und vor allem die AfD (+5,1%punkte). Im Durchschnitt der ostdeutschen Bundesländer käme die AfD derzeit auf 20 Prozent.

In Bayern ist der Vertrauensverlust der CSU zwei Monate vor der Landtagswahl extrem groß. Aktuell käme die CSU nur noch auf 37 Prozent (-10,7%punkte gegenüber der Landtagswahl 2013). Die SPD profitiert nicht vom Rückgang der CSU, sie würde selbst klar verlieren (-8,6%punkte). Profitieren würden in Bayern vor allem die Grünen (+8,4%punkte). Die AfD, die bei der letzten Landtagswahl in Bayern nicht kandidiert hat, könnte auf Anhieb 13 Prozent erreichen. Die Umfrageergebnisse zu Bayern im Einzelnen: CSU 37 Prozent (Landtagswahl 2013 47,7%), SPD 12 Prozent (20,6%), FDP 5 Prozent (3,3%), Grüne 17 Prozent (8,6%), Linke 4 Prozent (2,1%), Freie Wähler 8 Prozent (9,0%), AfD 13 Prozent, Sonstige 4 Prozent (8,7%).

Die größten Probleme der Länder

Was bedrückt die Bundesbürger in ihren Bundesländern am meisten? Für das aktuelle RTL/n-tv-Trendbarometer hat forsa die Befragten ohne Vorgabe gebeten, die „größten Probleme auf Landesebene“ zu benennen. In Bayern nannten 34 Prozent der Befragten die CSU und den Minister-präsidenten Markus Söder. 28 Prozent nannten das Thema Flüchtlinge, 26 Prozent „die Lage am Wohnungsmarkt“. Der Rest der Republik hat mehrheitlich andere Probleme. Im Osten Deutschlands empfinden nur 11 Prozent, im Westen sogar nur 7 Prozent, Unmut über ihre Landespolitiker. Das Thema Flüchtlinge ist in Ostdeutschland nur für 10 Prozent der Wahlberechtigten wichtig, im Westen nur für 8 Prozent. Die wichtigsten Probleme auf Landesebene sind in Ostdeutschland die Schul- und Bildungspolitik (21%), die Armut und das soziale Gefälle (19%), Verkehrsprobleme (16%), die Lage am Arbeitsmarkt (15%), die Abwanderung junger Menschen (14%) und die schlechte Infrastruktur (12%). Für die Westdeutschen (ohne Bayern und die Stadtstaaten) sind die wichtigsten Probleme auf Landesebene der Verkehr (39%), Schul- und Bildungspolitik (24%), die Lage am Wohnungsmarkt (19%), die schlechte Infrastruktur (14%) sowie Klima- und Umwelt-schutzprobleme (13%).

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Die CSU-Strategie, ihren Vertrauensschwund durch den mit der CDU angezettelten Konflikt beim Thema Flüchtlingspolitik zu stoppen, ist bislang ohne Erfolg. Im Gegenteil: Die CSU selbst ist für die Bayern zum Problem geworden. Und die Flüchtlinge wurden in Bayern im Unterschied zu allen anderen Bundesländern nur dadurch zum ‚Problem‘, weil die Regierungspartei das Thema so lautstark propagiert hat.“

Grüne stärker als die AfD

Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer verliert die CDU/CSU einen, die Grünen verbessern sich um zwei Prozentpunkte und überholen die AfD. Die Splitterparteien verlieren einen Prozentpunkt, die Werte der übrigen Parteien bleiben unverändert. Eine Bundestagswahl hätte derzeit folgendes Ergebnis: CDU/CSU 30 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 18 Prozent (20,5%), FDP 10 Prozent (10,7%), Grüne 15 Prozent (8,9%), Linke 9 Prozent (9,2%), AfD 14 Prozent (12,6%). 4 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 26 Prozent der Wahlberechtigten sind unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler: 23,8%).

¹Straubinger Tagblatt ²RTL/n-tv-Trendbarometer. Mediengruppe RTL Deutschland

3 Kommentare

  1. reiner

    So langsam wachen die Deutschen auf und das ist gut so. Wir haben keine Volkspartei mehr. Keiner vertritt die Interessen des Volkes.
    Jetzt müssen wir uns selber kümmern.

  2. Anonymous

    Ein Hinweis in YouTube: Dr. Curio erklärt in 4 Minuten was die lügende Politiker hier mit uns machen– anschauen uns überzeugen Sie sich selbst– nur die AFD kommt in Frage

    Link:
    https://youtu.be/Iw5UsX0SKAA

  3. Anonymous

    Wer wählt die bekloppten Grünen?? Die Leute sind unmöglich und gehören von der politischen Bühne verbannt.

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