Flüchtlinge: Hälfte der Deutschen gegen Grenzschließung

Die Union ringt um ihr Konzept

Eine Wende in der der europäischen Flüchtlingspolitik ist nicht in Sicht. Europa feilscht, getrieben von Populisten, um Quoten, Verteilungsschlüssel, Obergrenzen und versucht, die Fluchtwege möglichst komplett abzuriegeln. Hauptsache, die Zahlen stimmen, damit man der Bevölkerung präsentieren kann, wie viel weniger Menschen es ins Land schaffen. Angst und Abschreckung sind die Leitmotive der europäischen Flüchtlingspolitik. Mit den humanitären Werten, denen sich Europa einst verpflichtet hat, hat das nicht mehr viel zu tun. Mitteldeutsche Zeitung

Veröffentlicht am Donnerstag, 12.10.2017, 14:51 von Gudrun Wittholz

Der einstige CSU-Chef Franz Josef Strauß hatte eine ganz besondere Strategie für die politische Durchschlagskraft der Union von CDU und CSU: Getrennt marschieren, vereint schlagen. So konnte der bayerische Landesvater eine ausreichende Distanz zu seinem damaligen Erzrivalen Helmut Kohl aufrechterhalten – ohne die grundsätzlichen Leitlinien ihrer gemeinsamen Politik zu verraten. Für Strauß stand sein Freistaat Bayern immer im Vordergrund und bestimmte dementsprechend sein Handeln auf Bundesebene. Dies gilt aktuell auch für seinen Nachfolger Horst Seehofer. Doch der hat sich in die Bredouille manövriert. Wenige Wochen vor dem CSU-Parteitag – auf dem sich der 68-Jährige erneut zur Wahl stellen will – und rund ein Jahr vor den Landtagswahlen muss sich der wendige Oberbayer gleich einer ganzen Heerschar von politischen Gegnern erwehren.

Die mächtigste Frontlinie verläuft dabei entlang der Schwesterpartei CDU unter der Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die kühl kalkulierende Machtpolitikerin – durch das schlechte Abschneiden ihrer Partei bei der jüngsten Bundestagswahl selbst innerparteilich angeschlagen – hat längst erkannt, wie geschwächt Seehofer aus seinem Bergrefugium im Süden der Republik agiert. Und sie setzt ihn weiter unter Druck. Noch vor den Gesprächen mit der CSU über einen gemeinsamen Unionskurs für mögliche Koalitionsverhandlungen öffnete Merkel FDP und Grünen einladend die Tür. Ein Affront für Seehofer, der nicht zuletzt eine Einigung über eine Flüchtlings-Obergrenze zur Bedingung einer Sondierung gemacht hatte. Und auch innerhalb der CSU isoliert sich Seehofer zunehmend.

Längst rücken Weggefährten ab, einige wenige, wie der neue Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, versuchen zumindest noch Brücken zu bauen, die verhindern sollen, dass die Christsozialen nicht vollständig von Merkels Berliner Machtapparat zerrieben werden. Wie immer auch ein möglicher Kompromiss mit Merkel aussehen mag – die Tatsache, dass Seehofer im eigenen Unionslager hart ums politische Überleben kämpfen muss, zeigt seinen enormen Machtverfall auf. Getrennt marschieren, vereint schlagen – nie war Horst Seehofer weiter von dieser Maxime der CSU entfernt. Jörg Rinne – Neue Westfälische

Flüchtlingen und Europa

Knapp die Hälfte (47%) der Deutschen ist laut einer weltweiten Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos gegen eine Grenzschließung für Flüchtlinge. Fast genauso viele würden diesen Schritt jedoch begrüßen (44%). Weltweit liegen die Deutschen damit im oberen Mittelfeld. Weiterhin fürchtet ein Großteil, dass die Aufnahme von Flüchtlingen ein Sicherheitsrisiko mit sich bringt.

– Weltweit würden vier von zehn (39%) Befragte die Grenzen für Flüchtlinge schließen, während die Hälfte (51%) dagegen ist. In der Türkei (63%) und Ungarn (61%) findet sich die größte Zustimmung für die Grenzschließung. In Spanien (31%) und Großbritannien (32%) ist die Zustimmung im europäischen Vergleich am geringsten.

– Drei Viertel (76%) der Deutschen fürchten, dass Terroristen sich als Flüchtlinge tarnen, um ins Land zu kommen. Weltweit teilen diese Sorge sechs von zehn (69%) Befragte. In Spanien (19%) und Serbien (36%) ist die Befürchtung weniger verbreitet.

– Die Mehrheit (54%) der Deutschen denkt, die meisten Flüchtlinge seien in Wirklichkeit keine, sondern lediglich wegen der besseren ökonomischen Situation ins Land gekommen.

– Knapp vier von zehn (37%) Deutschen glauben, dass sich die Flüchtlinge in Deutschland erfolgreich integrieren werden. Eine Mehrheit von 53 Prozent ist davon nicht überzeugt, jeder Zehnte (10%) ist sich unsicher.

Generell ist die Einstellung zu Migration im Land eher pessimistisch.

– Ein großer Teil (45%) der Deutschen hat den Eindruck, dass Einwanderung das eigene Land in eine Richtung verändert, die ihnen nicht gefällt.

– Für die ökonomische Situation des Landes sei Migration positiv, denkt ein Viertel (27%) der Deutschen. Ein Drittel (30%) der Deutschen glaubt, dass Migranten es für Einheimische schwerer machen, einen Job zu finden. Ipsos GmbH

9 Meinungen bis jetzt. Fühlen Sie sich frei der Diskussion beizutreten.

  1. Roland Sonntag, 15. Oktober 2017, 22:35 um 22:35 - Reply

    Ja, das sind die RICHTIGEN: nur ans vögeln denken, arbeitsfrei und kostenlos auf den Schultern der arbeitenden Bevölkerung leben! Man sollte diese ungebildeten, debilen Kanacken kastrieren! Wann wacht DEUTSCHLAND endlich auf!

  2. Anonymous Sonntag, 15. Oktober 2017, 22:29 um 22:29 - Reply

    Zusatz: ich würde gern den Anfang machen!!! Damit diese Schweinehorden endlich einmal begreifen , was DEUTSCHLAND ist!

  3. Anonymous Sonntag, 15. Oktober 2017, 22:27 um 22:27 - Reply

    Wann beginnen wir endlich dieses Pack tot zu schlagen!!! Vergreifen sich an unseren Mädchen und Frauen! Das, liebe Freunde, ist der wirkliche Abschaum der Menschen!

  4. Anonymous Sonntag, 15. Oktober 2017, 17:09 um 17:09 - Reply

    Essen. Heftiger Zwischenfall in der Essener Innenstadt. Am Samstagabend kurz vor Mitternacht haben sechs Männer (zwischen 17 und 32) aus Syrien zwei Frauen (24, 27) sexuell belästigt. Das berichtet die Polizei.

    Die Frauen wollten in eine Disco an der Gildehofstraße, als die Männer sich ihnen in den Weg stellten und die Essenerinnen umzingelten.

  5. Anonymous Freitag, 13. Oktober 2017, 1:12 um 1:12 - Reply

    Wenn jeder Deutsche abstimmen würde, wären für eine Grenzschließung mit Sicherheit mindestens 80 %

  6. Anonymous Donnerstag, 12. Oktober 2017, 21:47 um 21:47 - Reply

    Irgendwann wird auch der letzte deutsche Michel erkennen, dass es schon lange ans „Eingemachte“ geht! Dann wird es in Deutschland einen Bürger – Krieg geben: Christen gegen die abartigen Muslime! – Wir, meine Freunde, werden dieses gottlose Pack besiegen!- Diese Ausgeburt der Hölle!-

  7. Roland Donnerstag, 12. Oktober 2017, 21:26 um 21:26 - Reply

    Diese Muslim- Scheisse muss endlich aufhören! Sollen doch diese Scheiss – Muslime endlich wieder nach Hause gehen! ( Ich hätte nicht einen davon ins Land gelassen!)
    Die werden nie wieder freiwillig unsere Heimat verlassen!
    : Das, was dieses Pack an monatlichen Transfer-Leistungen
    erhält, ist für dieses arbeitscheue Gesindel 6 Richtige im Lotto! Gehe für dieses Pack arbeiten!!!

  8. Anonymous Donnerstag, 12. Oktober 2017, 20:05 um 20:05 - Reply

    Flüchtlinge: Hälfte der Deutschen gegen Grenzschließung;
    d. h. die Hälfte der deutshen ist für eine Grenzschließung!

  9. Anonymous Donnerstag, 12. Oktober 2017, 20:00 um 20:00 - Reply

    Ich kenne niemanden der von dieser Asyl-Scheisse nicht die Schnauze voll hat.
    Dafür gibt es mehr als genügend sachliche Gründe; extreme volkswirtschaftliche Kosten in Billionen-Höhe, Kriminalität, sozialer und gesellschaftlicher Unfriede, Islamisierung, Veruntreuung der Rente, etc.
    Ich bin niedergelassener Arzt, ich helfe jedem kranken Menschen der mir gegenüber steht; aber dieser Asylwahnsinn sprengt alles!

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