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Stoiber: Seehofer soll Innenminister bleiben

Söder muss Parteichef werden

Der Ehrenvorsitzende der CSU, Edmund Stoiber, hat Rücktrittsforderungen an CSU-Innenminister Horst Seehofer zurückgewiesen. „Er kann ein guter Innenminister sein, auch ohne den Parteivorsitz inne zu haben“, sagte Seehofer der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Der Innenminister hat in jedem Kabinett einen besonderen Einfluss, weil die innere Sicherheit ein überragendes Gut ist.“ Der teilweise Rückzug Seehofers sei allerdings nicht optimal gelaufen. „Der Abgang aus der Politik ist nie einfach, aber letztlich war der Wunsch nach einem Generationswechsel in der Partei zu groß.“ Es sei nicht leicht, den richtigen Zeitpunkt zu finden.

„Viele Politiker fühlen sich noch unvollendet. Aber alles hat seine Zeit, auch in der Politik. Die Kunst ist, dies zu erkennen.“ Markus Söder müsse nun den Parteivorsitz übernehmen, sagte Stoiber. „Ich war immer der Meinung, dass der Parteivorsitz und das Amt des Ministerpräsidenten in eine Hand gehören, wie bei Strauß, Seehofer und mir. Das ist auch eine Frage der Autorität bei bundespolitischen oder internationalen Verhandlungen und Gesprächen. Deshalb wäre es folgerichtig, wenn Markus Söder das Amt anstreben würde.“ Angesprochen auf die mangelnde Popularität Söders sagte Seehofer. „Warten Sie es ab. Ich traue ihm zu, ein sehr erfolgreicher und prägender Ministerpräsident zu werden.“

Stoiber wünscht sich Merkel bis 2021 als Kanzlerin / Spahn hat „alle Chancen“

Stoiber, wünscht sich, dass Bundeskanzlerin Merkel unabhängig von der Wahl des oder der neuen CDU-Vorsitzenden bis 2021 Regierungschefin bleibt. „Es geht um mehr als um Personalfragen“, sagte Stoiber . „Es geht in den nächsten Jahren vor allem um die Stabilität Europas. Die Migrationsfrage, die europäische Sicherheitspolitik, der digitale Binnenmarkt, es gibt existenzielle Themen. Deutschland darf nicht ausfallen. Wir brauchen deshalb eine stabile Bundesregierung mit Gestaltungskraft in Europa. Das ist das Entscheidende. Schädlich für Europa wären parteiinterne Machtkämpfe in Deutschland.“ Zu seinem belasteten Verhältnis zu dem Kandidaten für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, betonte Stoiber mit Blick auf die Fraktionswahlen 2002: „Er war natürlich sehr enttäuscht von meiner Entscheidung.

Die Parteivorsitzende Angela Merkel hat mich einen Tag vor der Bundestagswahl darüber informiert, dass sie auch im Falle einer Wahlniederlage den Fraktionsvorsitz anstrebt, und hat mich um Unterstützung gebeten. Ich habe ihr das im Gesamtinteresse der Union zugesagt. Sie hat mich davon überzeugt, dass in der Opposition Partei- und Fraktionsvorsitz in eine Hand gehören.“ Stoiber ergänzte, dass er den Abschied von Merz aus der Politik bedauert habe. Aber das Wissen, das Merz in der Wirtschaft erworben habe, könne der Politik gut tun. Wir bräuchten grundsätzlich mehr Wechsel zwischen Wirtschaft und Politik.“ Auch Jens Spahn habe noch Chancen im Kandidatenrennen, sagte Stoiber. „Jens Spahn hat immer eine Chance. Er ist ein sehr guter Gesundheitsminister und er hat Mut, Positionen zu beziehen, auch wenn sie nicht Mainstream sind. Ihm steht so oder so die Zukunft in der CDU offen.“¹

Rheinische Post

2 Kommentare

  1. Anonymous

    Der Seepooper soll sich endlich zurückziehen und Weissbier saufen und Brezel fressen– vielleicht wird er dann gscheit

  2. Anonymous

    Wenn ich diese verlogene Hackfresse nur sehe, stets dieses verrarschende, selbstgefaellige Grinsen im Gesicht, wird mir uebel!

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