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Zwei Präsidenten, ein Versagen

Brasilien: Wachsende Infektionszahlen

Die Tatsache, dass Brasilien mittlerweile das am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Land ist, zeigt eindeutig, dass sich die Verharmlosung des Virus und die fehlenden Schutz- und Distanzierungsmaßnahmen rächen. Präsident Bolsonaro hat dieses Resultat nicht nur in Kauf genommen, sondern maßgeblich durch seine brandgefährliche Polemik provoziert.

Gleichzeitig wird dieser Zustand von einer institutionellen Krise begleitet. Innerhalb weniger Wochen haben bereits zwei Gesundheitsminister ihren Posten geräumt, während der Justizminister aufgrund von politischer Einmischung des Präsidenten in die Bundespolizei zurückgetreten ist und der Umweltminister die Lage dafür ausnutzen will, um dem Bergbau und die Landwirtschaft auf geschütztem Land im Amazonasgebiet auszudehnen.
In Hinblick auf die sowieso bereits prekäre Lage für den Amazonas durch illegale Abholzung und die Schwächung von Umweltschutzbehörden, wird einmal mehr klar, dass die Regierung von Bolsonaro jedes Mittel recht ist, um den Regenwald und den Schutz von Indigenen zugunsten von Wirtschaftsinteressen zu opfern. Hinzu kommt gravierend der menschenverachtende Zynismus, wenn man bedenkt, dass Indigene überproportional hart von der Ausbreitung des Virus betroffen sind.

Bolsonaro ist zweifellos eine Bedrohung für Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Menschenrechte und das Überleben des Amazonasgebiets. Die Bundesregierung muss sich dahingehend unmissverständlich positionieren und darf die Konsequenzen für die Bürgerinnen und Bürger Brasiliens nicht weiter stillschweigend hinnehmen.¹

Wer in Corona-Zeiten mit Donald Trump und Jair Bolsonaro in Berührung oder in ihre Nähe kommt, lebt gefährlich. Das Coronavirus gibt es nicht, eine Erfindung dunkler Mächte, so die Haltung der beiden Politiker. Und falls es doch existiert, vergeht es wie durch ein Wunder. Der brasilianische Präsident ist jetzt an dem Virus, dessen Lauf um den Erdball er bislang tunlichst ignoriert, mindestens aber verharmlost hat, selbst erkrankt. Und auch der US-Präsident hat nach einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Oklahoma eine Corona-Schneise sprunghafter Neuinfizierung hinterlassen. Tausende Trump-Anhänger jubelten in der Stadt Tulsa ihrem Idol zu und trugen dabei – nach schlechtem Vorbild des Präsidenten – keine Schutzmasken.

Trump und Bolsonaro verkörpern auch auf diesem Politikfeld – dem weltweiten Kampf gegen die Pandemie – Inkompetenz und Unmoral. Ihr Verhalten ist skandalös, ihre Ignoranz ihres hohen Amtes nicht würdig. Man darf aber nicht vergessen: Niemand hat das amerikanische sowie das brasilianische Volk gezwungen, Trump und Bolsonaro zu wählen. Bolsonaro lässt weiter den Regenwald im Amazonas roden, Trump stiftet globale Unruhe und Unfrieden wo er kann.

Sowohl in den USA als auch im aufstrebenden Schwellenland Brasilien bezahlen mittlerweile Hunderttausende Menschen den indiskutablen Umgang ihrer Präsidenten mit Corona mit dem Leben – mindestens jedoch mit einem schweren Krankheitsverlauf. Trump und Bolsonaro verhöhnen die Kranken, die Hinterbliebenen, die Toten. Zumindest die Amerikaner haben bald Gelegenheit, Präsident Nummer 45 zu zeigen, was sie von dessen Art der Krisenbewältigung halten. Der Tag der Präsidentschaftswahl am 3. November könnte eine neue Art Independence Day werden: der Tag der Befreiung von Donald Trump.²

¹Omid Nouripour – Bündnis 90/Die Grünen ²Holger Möhle – Rheinische Post

2 Kommentare

  1. Anonymous

    Inkompetenz und Unmoral sind zu finden in den Staaten mit den längsten lockdowns und Shutdowns und staatlich verordneten Einkerkerungen in die eigenen vier Wänden— Schweden hat das alles nicht gemacht und sind nicht schlimmer gefahren als die anderen—

    die wirtschaftlichen , psychisch-seelischen und die anderen Folgen , wie Verlust von Arbeitsplätzen, Selbstmorde, Gewaltzunahme, Insolvenzen, Niedergang der Weltwirtschaft habe die Politiker zu tragen die ihre Länder ruiniert haben wie Merkel, Macron, Kurz, und alle anderen die meinen dass dieser Virus zu besiegen ist durch irgendwelche Maßnahmen die sie treffen— der Virus ist seit Jahrzehnten hier und bleibt hier wie Grippeviren, Noro-Viren usw— es hilft nichts dagegen— geht weiter arbeiten, lebe gesund, sorge für ein gutes Immunsystem und wenn der Virus den Weg in deinen Körper findet, dann wird der Körper damit fertig– in den meisten Fällen–

    mache mit dem Wissenschaftsterrorismus nicht mit— das ist das Geschäft mit der Angst— die Politiker und Wissenschaftler, Kirchen, Gewerkschaf5ten und leitmedien freuen sich darüber wenn sie viel Angst erzeugen können— so kontrolliert man die Bürger am besten—
    je ängstlicher- desto kontrollierbarer— bleibt cool— und lasst Euch nicht von diesen Unwesen verarschen– das ist ein gebilde und sie haben alles miteinander besprochen— wie eine weltumspannende Mafia—

    Kirchen bekommen vom Staat Kirchensteuer ( übrigens von den Nazis ins Leben gerufen und nie beendet worden, hat gar nichts mit Glaube zu tun ) — leitmedien bekommen vom Staat Hunderte Millionen um das zu berichten und mitzuteilen was der Staat haben will– also Faschismus pur– Nazimethoden ( Kirchensteuer ist Nazisteuer ) , die Gewerkschaften bekommen vom Staat Geld um deren Bosse zu steuern und die Wissenschaftler werden vom Staat unterstützt um die Ergebnisse zu haben die den Staat haben will—

    das ist meine Meinung

  2. Anonymous

    Dieser Artikel ist Propaganda.

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