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US-Teilabzug aus Deutschland: Strafe fürs eigene Militär

US-Ankündigungen hinsichtlich Veränderungen in der Präsenz von US-Truppen in Deutschland

Fast die Hälfte der jetzt abziehenden US-Soldaten soll in andere europäische Nato-Staaten verlegt werden. Der Teilrückzug aus Deutschland also ist kein Rückzug aus Europa. Die USA bleiben hier trotz aller Querelen strategisch engagiert.

Auch in Moskau kann das niemand als amerikanischen Abschied von den Verbündeten interpretieren. Und wollten die Europäer nicht ohnehin mehr für ihre eigene Sicherheit sorgen? Wem also schadet Trumps Strafaktion am meisten? Vermutlich seinem Militär, das jetzt viel Geld in neue Standorte stecken muss und für das Einsätze im Nahen und Mittleren Osten schwieriger werden.¹

Der Abzug der US-Truppen trifft Deutschland noch härter als von US-Präsident Donald Trump bereits angekündigt. 12000 statt 10000 Mann weniger, jeder dritte in Deutschland stationierte GI wird heim beordert oder an andere europäische Standorte versetzt. Unter Standortaspekten kann allein das Hauptquartier der US-Army in Wiesbaden aufatmen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern werden gebeutelt. Schwerer als diese strukturpolitischen Fragen aber wiegen die strategischen sowie das zerrüttete Verhältnis innerhalb der Nato. Wer gehofft hatte, der US-Kongress könne diesen Schritt noch verhindern und eine künftige US-Regierung sich eines anderen besinnen, der hing Blütenträumen nach.

Es mag auch unter den Republikanern noch eine Menge überzeugter Transatlantiker geben, die Wahlaussichten ihres Kandidaten werden sie dafür nicht gefährden. Da hat Trump sich schon ganz andere Dinge geleistet, die eine Fraktion der Vernünftigen hätte auf den Plan rufen müssen. Einziges Trostpflaster: Anscheinend sind die Entscheider imPentagon nun doch klug genug gewesen, Russland nicht durch eine Truppenverlagerung nach Polen oder andere ehemalige Ostblockstaaten provozieren zu wollen. Die Bundesregierung tut nun gut daran, keine kindlichen Trotzreaktionen zu zeigen.

Deutschland muss sich von den USA gewiss nicht seine Verteidigungspolitik diktieren lassen. Und doch tut jetzt erst recht eine eigenständigere europäische Verteidigungsstrategie not, die auch Etatsteigerungen beinhalten muss. Angela Merkel muss das europäisch vorbereiten und ihr Nachfolger wird es dann wohl bei einem grünen Koalitionspartner durchsetzen müssen.²

Zu den US-Ankündigungen hinsichtlich Veränderungen in der Präsenz von US-Truppen in Deutschland unterrichtete die Bundesregierung, vertreten durch den Staatsminister im Auswärtigen Amt Niels Annen sowie den Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung Dr. Peter Tauber, den Deutschen Bundestag sowie ausgewählte Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten heute (29.07.) wie folgt:

Den vorliegenden Informationen zufolge plant die US-Regierung, die Präsenz permanent in Deutschland stationierter Soldatinnen und Soldaten auf maximal 25.000 zu verringern. 6.400 Soldatinnen und Soldaten sollen in die USA zurückverlegt werden, zum Teil um von dort im Rahmen von Rotationen wieder in Europa eingesetzt zu werden. 5.600 Soldatinnen und Soldaten sollen dauerhaft innerhalb Europas verlegt werden.

Von den Verlegungen sind nach derzeitigem Stand u.a. folgende Standorte betroffen:

  • die derzeit in Stuttgart ansässigen Hauptquartiere USEUCOM und USAFRICOM,
  • der Standort Vilseck (zugehörig zu Grafenwöhr) in Bayern sowie
  • der Standort Spangdahlem in Rheinland-Pfalz.

Die US-Planungen sind noch nicht abgeschlossen und können weiteren Anpassungen unterliegen. Die Umsetzung einiger Verlegemaßnahmen könnte kurzfristig erfolgen, ein Großteil hingegen einen längeren Zeitvorlauf benötigen.

Die Bundesregierung nimmt diese Entscheidung zur Kenntnis und wird sich mit Blick auf die weitere Umsetzung eng mit den betroffenen Bundesländern, der US-Regierung sowie innerhalb der NATO abstimmen.

¹Dietmar Ostermann – Badische Zeitung ²Friedrich Roeingh – Allgemeine Zeitung Mainz ³Auswärtiges Amt

5 Kommentare

  1. Rabe

    Ich finde Trump super und hätte gerne Putin zum Kanzler.

  2. Anonymous

    Blablabla.

    Warum haben wir noch keinen Friedensvertrag?
    Wann wird sich denn mal darum gekümmert?

  3. Anonymous

    Wir haben es doch so gewollt.

  4. Rabe

    Ich liebe Russland und wünsche, Präsident Putin soll weiterhin an der Macht bleiben, denn wer soll dieses grosse Land regieren?, und China soll sich nicht von dieser Fucking EU in ihrer Politik reinreden lassen. Es reicht mit dieser Fingerzeigenden, zerstörischen EU und ihrer realtitätsfremden Raute, Flintenuschi und Konsorten, welche das Wort Corona für ihre Ideologie missbrauchen, Spahn und wie sie alle heisen, denen kann ich nicht glauben. Meine Meinung behalte ich für mich!

  5. Anonymous

    Wenn ich Trump wäre, würde ich alle Soldaten aus Europa abziehen. Erst verlieren Zehntausende wenn nicht Hunderttausende Soldaten der USA Ihr Leben im I und II. Weltkrieg in Europa ( in Asien hat kein Land der USA geholfen gegen die Japaner) und retten die Welt 2 Mal und dann werden sie von den Euro-Ländern verarscht. Das hat nicht nur Menschenleben gekostet sondern auch Billionen von Steuergeldern der Amerikaner und wie man sieht, gibt es kein Danke Schön, im Gegenteil, die USA Hasser sind in der Mehrzahl, man siehts in den Leitmedien und man hört es in der Politik und in Gesellschaft. Ich finde Trump super.

    Er soll m.E. weiter machen: WHO-Ausstieg, dann Nato Ausstieg, dann UN Ausstieg, zur Hölle mit den anderen, lass die alle zappeln, dann kommen sie später wieder alle angekrochen , wie kleine Kinder wenn sie zu Mutti kriechen weil sie Schutz brauchen, weil böse China und Russland alles bedrohen, dann backen sie alle kleine Brötchen wieder. Das wäre schön zu sehen.

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