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Trump und Wladimir Putin – Mit solchen Männern kann man „Deals“ machen

In Helsinki wurde ein Anfang gemacht

US-Botschafter Trevor Traina zum Treffen von Trump und Putin in Helsinki: Das heutige persönliche Treffen zwischen Präsident Trump und dem russischen Präsidenten Putin ist eine weitere Fortsetzung des Schwerpunkts des US-Präsidenten durch Dialog globale Stabilität zu stärken. Das Treffen in Helsinki unterstreicht die Überzeugung von Präsident Trump, dass Russland eine wichtige Rolle in internationalen Angelegenheiten spielt.

Obwohl die Trump-Regierung eindeutig ihre Bedenken über das russische Handeln in der Ukraine und auf der Krim klargemacht hat, heißt das nicht, dass wir ein persönliches Treffen ablehnen. Heute wurde ein Anfang gemacht, aber es bleibt noch viel zu tun. Als US-Botschafter in Österreich gratuliere ich Österreich zu seinem Festhalten an Diplomatie und seiner Bereitschaft, als Brückenbauer in Europa zur Verfügung zu stehen. Wien, als eine Wiege der modernen Diplomatie, ist ein idealer Ort für künftige internationale Gespräche und diplomatische Initiativen. Ich freue mich auf eine Fortsetzung des Dialogs. US-Botschaft Wien

Donald Trumps auffällige Begeisterung für Autokraten und seine gleichzeitige Verachtung für multilaterale Organisationen wie die UN, die EU oder die Nato kommen nicht von ungefähr. Gerne wäre der Herr im Weißen Haus so mächtig und unangefochten wie die Putins, Erdogans und Kims dieser Welt, die sich weder mit einer Opposition im Lande noch mit kritischen Medien herumschlagen müssen. Mit solchen Männern kann man „Deals“ machen, nicht aber mit einer Kanzlerin wie Angela Merkel, die Rücksicht auf Koalitionspartner und EU-Verbündete nehmen und ständig zum Kompromiss bereit sein muss. So kommt es, dass ein US-Präsident sich nicht mehr als Führer der freien westlichen Welt versteht und beispielsweise auf die Einhaltung der Menschenrechte pocht, sondern die EU als „Feind“ betrachtet, lieber mit Diktatoren paktiert und „Deals“ zulasten Dritter abschließt. Straubinger Tagblatt

SPD-Außenexperte sieht im Treffen Trump-Putin „viel Show – wenig Substanz“

Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin ist in Berlin mit Erleichterung und anhaltender Skepsis aufgenommen worden. „Viel Show – wenig Substanz“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD, Nils Schmid, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Ob dieses Treffen aber mehr gebracht habe als eine Verbesserung der persönlichen Stimmung müsse sich erst noch zeigen. Unions-Außenexperte Jürgen Hardt wertete die Zusammenkunft als „geschäftsmäßiges Gipfeltreffen“. „Greifbare Ergebnisse erkenne ich nicht“, sagte er der Redaktion. Die Ankündigung beider Präsidenten, zu Atomwaffen und internationalen Konflikten weiter zu sprechen, sei ein positives Signal.

„Das befürchtete Desaster für Europa und die Nato ist ausgeblieben“, sagte der außenpolitische Sprecher der FDP, Bijan Djir-Sarai. Allerdings bleibe fraglich, wie die künftige Zusammenarbeit zur Lösung von weltweiten Konflikten aussehen solle. Auch Grünen-Außenexperte Omid Nouripour unterstrich, wie gut es grundsätzlich sei, wenn die Staatschefs zweier Atommächte miteinander sprächen. „Das Problem ist, dass Trump und Putin den Eindruck erwecken, sie könnten jederzeit rücksichtslos auf Kosten Dritter Deals abschließen“, sagte Nouripour. Es sei nicht bekannt, was sie „privat“ besprochen hätten. Augenfällig sei jedenfalls, was nicht gesagt habe. „Wenn Trump die zivilen Opfer Assads und Russlands in Syrien nicht anspricht, dann hört er sich genauso an wie Putin“, erklärte der Grünen-Politiker. Rheinische Post

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