Softer Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will Trump, Präsident der USA, das Fürchten lehren

Trump klingt vernünftig

Zu Trumps Klage, dass in Deutschland kaum Autos amerikanischer Hersteller fahren, erklärte der Minister: „Dann müssen die Amerikaner eben bessere Autos bauen.“ – Etwa wie VW? Volkswagen konnte nur durch massiven Betrug Autos in den USA verkaufen. VW hat sich einen Wettbewerbsvorteil auf dem Rücken vieler ehrlicher US-Autobauer ergaunert.

Veröffentlicht am Montag, 16.01.2017, 17:03 von Tabea Schrader

„Müssen keine Angst haben“ – Gabriel reagiert gelassen auf Trump: Nach der allgemeinen Aufregung um ein Zeitungsinterview des künftigen US-Präsidenten Donald Trump rät Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel Deutschland und Europa zu Selbstbewusstsein und Gelassenheit: „Ich bin nicht der Meinung, dass wir Angst haben müssen in Deutschland. Wir müssen jetzt keine unterwürfige Haltung einnehmen, so als hätten wir selbst nichts zu bieten“, sagte der SPD-Chef der „Saarbrücker Zeitung“. „Für den Umgang mit Trump brauchen wir Deutschen Selbstbewusstsein und eine klare Haltung. Und: Wir müssen in Europa enger zusammenrücken“, sagte Gabriel. „Der Versuch, sich der Weltwirtschaft zu entziehen, wird am Ende kein Heil für die Amerikaner bringen“, betonte er. Zu Trumps Klage, dass in Deutschland kaum Autos amerikanischer Hersteller fahren, erklärte der Minister: „Dann müssen die Amerikaner eben bessere Autos bauen.“ Saarbrücker Zeitung

SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel nennt Trump ein „Armutsrisiko“ für Amerikaner

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat den künftigen US-Präsidenten Donald Trump wegen dessen Interviewäusserungen scharf angegriffen. „Donald Trump wird zum Armutsrisiko für amerikanische Arbeitnehmer, wenn er die USA in die wirtschaftliche Isolation führt“, sagte Schäfer-Gümbel der „Saarbrücker Zeitung. Auch gute Handelsabkommen gerieten unter Druck, wenn die USA auf nationalen Egoismus setzten. Trump sei eine „schwere Hypothek“ für eine zeitgemäße Handelspolitik. Deutschland brauche sich vor den Drohungen Trumps allerdings nicht klein zu machen, so der SPD-Politiker. „Deutschlands Industrie ist stark und insbesondere die Automobilwirtschaft die wettbewerbsfähigste der Welt.“ Viel wichtiger für die deutsche Automobilindustrie werde es sein, die Verkehrswende nicht zu verschlafen und viel stärker in Technologie und Innovation zu investieren. Saarbrücker Zeitung

DIHK-Chef Schweitzer: Deutsche Unternehmen durch Situation in USA „stark verunsichert“

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, sieht den Amtswechsel in den USA als Hypothek für die deutsche Wirtschaft. „Die deutschen Unternehmen sind durch die Situation in den USA stark verunsichert“, sagte Schweitzer der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Auch die erste Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten hat keine Klarheit gebracht, wie der wirtschafts- und handelspolitische Kurs der neuen amerikanischen Regierung sein wird“, betonte Schweitzer. „Unsichere Zeiten sind generell Gift für Innovationen und Investitionen.“ Sorgen bereiteten ihm auch erste Signale zum Thema Freihandel. Das transpazifische Abkommen habe Trump bereits abgelehnt. Zu TTIP habe er sich nach dem US-Wahlkampf noch nicht geäußert. „Es wird aber sicher keine kurzfristigen Fortschritte geben. Diese Unsicherheit ist auch deshalb so nachteilig, weil die Vereinigten Staaten der wichtigste Absatzmarkt für deutsche Exporteure sind: Deutsche Unternehmen haben 2016 allein bis Oktober Waren für fast 90 Milliarden Euro in die USA exportiert“, sagte Schweitzer. Rheinische Post

US-Literaturwissenschaftler Guy Stern nennt Trump „völlig unberechenbar“

Der in den USA lebende Literaturwissenschaftler und Vizepräsident der Kurt Weill Foundation, Guy Stern, warnt in einem Interview mit der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ vor Gefahren populistischer Politik in den USA, aber auch in Europa und Deutschland. Stern, der am 14. Januar 95 Jahre alt wird, nennt den kommenden US-Präsidenten Donald Trump „vollkommen unberechenbar. Was er heute sagt, kann morgen dementiert werden. Und umgekehrt. Deshalb sind die Sorgen berechtigt – sowohl, was unsere Innenpolitik betrifft, als auch die auswärtigen Beziehungen“. Wenn Trump am 20. Januar ins Weiße Haus einzieht, werde ihm, Stern, übel werden. Über die Verhältnisse in Deutschland, wo er mehrfach als Gastprofessor an Universitäten Vorlesungen hielt, sagt er, dort hätten sich „alle möglichen Leute um die Fahne der AfD geschart. Da weiß man nicht, wer morgen die Führung übernehmen wird“. Mitteldeutsche Zeitung

Hampel: Trump klingt vernünftig

Zu den aktuellen Äußerungen von Donald Trump erklärt AfD-Vorstandsmitglied Paul Hampel: „Das pauschale Einprügeln der deutschen Medien auf die Äußerungen von Donald Trump ist unqualifiziert und für Deutschland schädlich. Der Mann spricht zwar eine einfache Sprache, mit der man allerdings klare Vorstellungen am deutlichsten ausdrücken kann. Trump unterstützt das, was ich schon auf dem AfD-Parteitag 2015 in Hannover gefordert habe, nämlich die Einrichtung von Schutzzonen in Syrien (und Irak), damit die Zivilbevölkerung weitestgehend sicher ist. Dass Deutschland dadurch noch über hundert Milliarden an Kosten spart, muss leider erst einem Amerikaner einfallen.

Auch Trumps Beschreibung der EU ist nichts hinzuzufügen und treibt einem überzeugten Europäer der Vaterländer die Tränen in die Augen. Ebenfalls in die richtige Wunde legt sich Trumps Finger bezüglich eines schranken- und grenzenlosen Freihandels. Freihandelsabkommen müssen erstmal im nationalen Interesse sein und den Vorteil des eigenen Landes im Auge behalten. Kurz gesagt, was der zukünftige amerikanische Präsident in seinem umfassenden Interview thematisiert, klingt durchaus vernünftig. Zumindest ist es eins: Diskussionswürdig. Das sollten sich die deutschen Medien merken.“

Pazderski: Trump als Chance zur NATO-Reform

Zu den Äußerungen von Donald Trump über die NATO erklärt AfD-Vorstandsmitglied Georg Pazderski: „Trumps Enttäuschung über die NATO ist verständlich. Das Bündnis ist seit Jahrzehnten reformbedürftig und von den Amerikanern abhängig. Dabei dürfen wir uns nicht länger hinter dem großen Bruder verstecken, sondern müssen endlich innerhalb der NATO mehr Verantwortung übernehmen. Die NATO darf für die Europäer keine Einbahnstraße sein, andernfalls geschieht das, was Trump nun andeutet: Sie könnte für die Amerikaner obsolet werden.

Trumps Enttäuschung ist eine große Chance, nun das Bündnis von Grund auf zu reformieren und dabei den europäischen Pfeiler darin zu stärken. Damit würden wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Amerikaner würden ihren eigenen Vorteil im Bündnis wiedererkennen und wir Europäer hätten unsere Abhängigkeit verringert und könnten mehr Verantwortung übernehmen. Wir sollten jetzt die Chance ergreifen und mit Trump über eine Reform des Bündnisses verhandeln. Hier muss Deutschland im Rahmen der europäischen Bündnispartner eine Vorreiterrolle übernehmen und endlich seiner gestiegenen politischen Verantwortung gerecht werden.

Wenn wir diese Chance nicht ergreifen, könnte es sein, dass sich die USA nach und nach aus dem Bündnis verabschieden. Damit wäre niemandem gedient.“ Alternative für Deutschland

DasParlament

13 Meinungen bis jetzt. Fühlen Sie sich frei der Diskussion beizutreten.

  1. Angela Sonntag, 29. Januar 2017, 7:58 um 7:58 - Reply

    Der einzige Mensch, der diesen „Heißluftballon“ ernst nimmt, ist er selbst …. In Amerika ist diese vollgefressene Nulpe gänzlich unbekannt….. Und er muss den Amerikanern nicht sagen, dass sie „bessere“ Autos bauen sollten! Was hat denn das „Gabi“ geleistet: Tantiemen einstreichen, nölen und 5mal am Tag richtig schön warm und reichlich essen….. Taube Nuß!

  2. Anonymous Samstag, 21. Januar 2017, 19:57 um 19:57 - Reply

    Gabriel macht den Selbstbewusstseinscoach für die Deutschen. Geht’s noch lächerlicher?
    Das ist doch seine Parteikollegin, die für sogenannte „Kinderehe “ in Deutschland eintritt.
    Ist Gabriels Tochter auch bald im heiratsfähigen Alter ?
    Hat sie schon am der “ Erziehung zur sexuellen Orientierung“ teilgenommen?

  3. Anonymous Dienstag, 17. Januar 2017, 18:28 um 18:28 - Reply

    Umgekehrt wird ein Schuh daraus.

  4. Anonymous Montag, 16. Januar 2017, 21:05 um 21:05 - Reply

    Schäfer Gümbel hätte Donald Trump scharf angegriffen?
    Mit Worten, oder mit scharfen Fingern? Wo hat er denn hin gegriffen? Etwa in den Schritt?
    Blödsinn. Er hat über ihn gelästert. Von wegen „scharf angegriffen“.
    Wie viele Auftritte gibt Herr Schäfer Gümbel denn pro Jahr?
    Zwei bis drei?

    • Anonymous Samstag, 21. Januar 2017, 19:59 um 19:59 - Reply

      Als ob den in den USA irgend jemand kennen würde.

  5. Anonymous Montag, 16. Januar 2017, 20:00 um 20:00 - Reply

    Der Mann im masochistischen Charakterpanzer sagt: wir müssen jetzt keine unterwürfige Haltung einnehmen. tsss
    Für Hobbipsychologen gibt es tolle Schnäppchen unter den Politikern.

  6. Ray Montag, 16. Januar 2017, 19:38 um 19:38 - Reply

    Trump wird der Welt schon erklären wie es ab jetzt läuft.
    Natürlich sind Trumps Statements oft sehr grobschlächtig, trotzdem trifft er oft den Nagel auf den Kopf.

    • Anonymous Montag, 16. Januar 2017, 20:14 um 20:14 - Reply

      Er bedient halt nicht das Klischee von den happy laughing amerikan peoples.

    • Anonymous Samstag, 21. Januar 2017, 20:06 um 20:06 - Reply

      Lieber ein Raubautz der sagt was er meint, als ein Schnörkeler ohne Hand und Fuß.

  7. Anonymous Montag, 16. Januar 2017, 18:18 um 18:18 - Reply

    Dann müssen die Amerikaner eben bessere Autos bauen?
    Das hat Gabriel gesagt?
    Was für ein Bauer.
    Er soll bessere Politik machen, wenn er mit seiner Partei wieder gewählt werden will.

  8. Anonymous Montag, 16. Januar 2017, 18:08 um 18:08 - Reply

    Ich gönne Guy Stern seine angekündigte Übelkeit am 20. Januar von ganzem Herzen. Von mir aus darf er sich gerne die Seele aus dem Leib kotzen.

    • Anonymous Montag, 16. Januar 2017, 18:52 um 18:52 - Reply

      Soll herkommen uns sich hier in einem Krankenhaus behandeln lassen, dann kann er sich noch multiresistente Keime einfangen.

  9. Anonymous Montag, 16. Januar 2017, 18:06 um 18:06 - Reply

    Und es hat Boom gemacht

Ihre Meinung ist wichtig!