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Sigmar Gabriel bestätigt Angebot der Atlantik-Brücke

Röttgen: Die gute alte Partnerschaft mit den USA wird nie wieder so sein wie unter Obama

Das deutsch-amerikanische Verhältnis wird durch die Präsidentschaft von Donald Trump nach Einschätzung des CDU-Außenexperten Norbert Röttgen nie wieder an den hohen Standard wie zu Zeiten von Barack Obama anknüpfen können. Röttgen, der als neuer Vizevorsitzender des Vereins Altlantik-Brücke zur Pflege des deutsch-amerikanischen Verhältnisses gehandelt wird, sagte dem Bonner „General-Anzeiger“ und der „Rheinischen Post“: „Ich bin mir sicher: Das Alte im transatlantischen Verhältnis wird nie mehr wieder kommen. Wir werden nie wieder zum Status Quo ante wie bei Präsident Barack Obama zurückkommen, zu einer Partnerschaft, wie wir sie über Jahrzehnte geschätzt haben.

Auch ein Nachfolger von Donald Trump wird sich sehr viel stärker um Innenpolitik kümmern müssen, als wir das bisher gewohnt waren.“ Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages sagte weiter: „Wir müssen auf beiden Seiten verstehen, dass wir uns als Netzwerk bewähren müssen und auch die anderen Kontakte – zum Kongress, zum Repräsentantenhaus, zur Wirtschaft, weiter pflegen und stärken müssen.“ Die gegenwärtige US-amerikanische Administration verstehe das transatlantische Verhältnis nicht im Sinne von Partnerschaft und Gemeinsamkeit. „Der Auftritt von US-Vizepräsident Mike Pence bei der Münchner Sicherheitskonferenz war eine Art Befehlsausgabe nach dem Motto: Dort, wo wir, die USA, vertragsbrüchig sind wie beispielsweise beim INF-Vertrag, müsst ihr Europäer auch vertragsbrüchig werden. Das ist ein völlig aberwitziges Verständnis von Partnerschaft.“¹

Ex-Bundesaußenminister hat sich aber noch nicht entschieden: „Bitte um Verständnis, dass es erst einmal Gespräche geben wird“

Der frühere Bundesaußenminister und Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel hat dem „Tagesspiegel“ bestätigt, dass ihm die Atlantik-Brücke das Amt des Vorsitzenden angeboten hat. Zugleich machte er deutlich, dass er sich noch nicht entschieden hat, ob er das Amt übernehmen will: „Ich fühle mich durch die Anfrage sehr geehrt, bitte aber um Verständnis dafür, dass es darüber erst einmal Gespräche geben wird“, sagte Gabriel. „Am Ende entscheidet ohnehin die Mitgliederversammlung der Atlantik-Brücke“, fügte der SPD-Politiker hinzu.

Nach einem Bericht des „Handelsblattes“ will der derzeitige Vorsitzende Friedrich Merz (CDU) das Amt aufgeben. Der Vorstand habe sich einstimmig auf Gabriel verständigt, schreibt die Zeitung. Als Nachfolger für die Merz-Stellvertreter Edelgard Bulmahn und Burkhard Schwenker schlage der Vorstand den CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen und den Ökonomen Michael Hüther, Präsident des Instituts der deutschen Wirtschaft, vor. Der Vorstand wolle über die Personalien formal Anfang Mai entscheiden. Anschließend müssten die Mitglieder der Atlantik-Brücke über die Vorschläge abstimmen.²

¹Rheinische Post ²Der Tagesspiegel

1 Kommentar

  1. Achim Bierwirth

    Seit wann ist Norbert Röttgens Außenexperte?
    Der hat doch schon Orientierungsprobleme, wenn er nur das Ortsausgangsschild seiner Heimatstadt passiert.

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