Gauland: Klimaschutz als Deckmantel für staatliche Abzocke

Weltklimakonferenz

Jahrzehntelang war es allen egal, dass die Verbrauchsangaben unserer glänzenden Lack- und Leder-Karossen nichts mit der Realität zu tun hatten. In diesen schlechten alten Zeiten gab es noch kein Bewusstsein für die Gesundheitsgefahr aus dem Auspuff, geschweige denn für so etwas wie den Klimawandel durch Massenverbrennung von – Hauptsache: billig – Benzin. Diese Ist-doch-egal-Haltung ist den – allen voran deutschen – Autoherstellern längst vor die Räder gefallen. Die Erlaubnis zur Zulassung von Neuwagen war stets vom Gift- und CO2-Ausstoß abhängig. Mit höchster politischer Unterstützung wurde bei der Ermittlung auf dem „Prüf“-Stand betrogen – bis zum Diesel-Skandal. Seitdem lässt sich die Öffentlichkeit nicht mehr mit unwirklichen Normwerten ruhigstellen. Bald sollen neue Autos mit Verbrennungsmotor nur noch rund vier Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Das wird bei ehrlicher Messung nur wenigen Sparmodellen gelingen. Das Elektroauto soll es richten. Doch welcher Gift- und CO2-Ausstoß steckt hinter der Strom- und Batterieproduktion? Die vorläufige Antwort darauf kommt einem irgendwie bekannt vor: egal. Gerd Heidecke – Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Veröffentlicht am Montag, 06.11.2017, 13:33 von Magnus Hoffestett

Die Sache mit dem Klimaschutz ist nun eine tückische. Natürlich weiß man, was gut fürs Klima ist: weniger Autofahren, seltener fliegen – und sicher – häufiger auf Fleisch verzichten. Auf Rindfleisch etwa, immerhin ist das von den zwölf Millionen hierzulande gehaltenen Rindern ausgestoßene Methan ein Klimaschadstoff wie CO2, das Autos und Flieger ausstoßen.

Das weiß man und sicher noch einiges mehr über Klimaschutz – trotzdem ist jedes vierte neu zugelassene Fahrzeug in Deutschland ein SUV, hat der Flugverkehr in der EU ein Rekordjahr hinter sich, ist die Nachfrage nach Rindfleisch so hoch, dass Ober-Schlachter Clemens Tönnies jüngst von einer Trendwende zum Rindfleisch schwärmte. Wissen mag ja Macht sein – mächtiger sind oft Gewohnheit, Bequemlichkeit und Anspruchsdenken.

Auch in der Weltgemeinschaft. Es ist gerade zwei Jahre her, dass 195 Nationen mit dem Pariser Klimavertrag das bis dato weitgehendste Abkommen in der Klimadiplomatie vorlegten. Im Wissen um Dürren, Wetterextreme und steigende Meeresspiegel erklärten die Staatschefs, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius halten zu wollen. Und heute? Die CO2-Konzentration hat einen neuen Rekordwert erreicht, dem US-Präsidenten ist das alles viel zu beschwerlich und nicht einmal das von der einstigen „Klimakanzlerin“ regierte Deutschland wird seine Ziele einhalten können. Noch so viel Wissen um nötige Veränderungen hilft eben nicht, wenn daraus kein entschiedenes Handeln folgt.

Der heute beginnenden Weltklimakonferenz in Bonn fällt daher eine besondere Rolle zu: Anders als in Paris geht es hier nicht um große Töne, sondern ums Kleingedruckte – ein Arbeitstreffen, um den im Klimavertrag abgesteckten Rahmen mit konkreten Regeln zu untermauern. Darin, diese Regeln auch verbindlich zu machen, liegt eine Chance, die unser Klima längst verdient hat. Stephanie Weltmann – Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Wissen ist Macht, Gewohnheit mächtiger

Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alexander Gauland, lehnt die Forderungen der Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger (SPD), unter anderem nach einer allgemeinen Maut für alle PKW auf sämtlichen Straßen, entschieden ab: „Mit ihren Forderungen macht SPD-Frau Krautzberger deutlich, wie abgehoben und realitätsfern die politischen Eliten der Altparteien inzwischen sind.

Um vorgeblich das völlig willkürlich gesteckte Ziel einer Reduktion der deutschen Treibhausgasemissionen um 40 Prozent zu verwirklichen, sollen mal wieder die einfachen Bürger zur Kasse gebeten werden.

Zu Kfz-Steuer, Öko-Steuer und Mineralölsteuer soll nun auch noch eine PKW-Maut für alle Straßen eingeführt werden. Das ist sowohl ökonomisch wie ökologisch völliger Unsinn. Die Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, werden deshalb nicht weniger fahren, sie werden nur weiter geschröpft. Wer, wie Frau Krautzenberger, hingegen mit dem vom Steuerzahler finanzierten Dienstwagen unterwegs ist, ist davon freilich nicht betroffen.

Solche Vorhaben schaden lediglich dem Wirtschaftsstandort Deutschland und der breiten Bevölkerung. Eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes wird damit kaum erreicht. Sie wäre auch ohnehin völlig unmaßgeblich. Der Anteil des gesamten Verkehrs – inklusive Bus, Bahn, Flugzeug und Schifffahrt – an den gesamten deutschen CO2-Emissionen liegt bei nicht mal 20 Prozent. Der Anteil Deutschlands an den weltweiten CO2-Emissionen liegt bei etwa zwei Prozent. Das zeigt die ganze Widersinnigkeit solcher Forderungen.

Während den Leistungsträgern der Gesellschaft immer mehr Geld aus der Tasche gezogen wird, sollen hingegen E-Autos subventioniert werden. Die Wohlhabenden, die sich einen teuren Tesla leisten können, dürfen sich also freuen. Nicht nur, dass sie sich in elitären Kreisen, als Weltretter feiern lassen können, sie sollen auch noch kräftig Geld damit sparen. Die fünfköpfige Familie hingegen, die auf einen Minivan angewiesen ist, darf die edlen elektromobilen Kosmopoliten dafür ordentlich subventionieren. Das ist weder sozial gerecht, noch hat das mit Umweltschutz auch nur das Geringste zu tun.“ AfD

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  1. Tomas Mittwoch, 15. November 2017, 17:34 um 17:34 - Reply

    Tatsache ist: die Deutschen zahlen -wegen der EEG Umlage – den höchsten Strompreis in der EU!

    Im Durchschniitt 4 mal so hoch, wie in den anderen EU Ländern, laut der OECD in Paris.

    Darüber hinaus sin 680.0000 Haushalte in Deutschland z.Zt. ohne Strom!
    Das heisst: Weihnachten im Dunklen, wegen der „Energiewende“.. bzw.der 4-fach höheren Strompreise, wegen der EEG Umlage!

    Darüber hinaus verpesten die Nachbarländer Polen, Tschechiuen und Frankreich weiter auch unsere Luft..
    Und Frankreich hat 12 Atomkraftwerke in Betrieb!

  2. Anonymous Dienstag, 7. November 2017, 7:32 um 7:32 - Reply

    Was macht der Gauland eigentlich wirklich??? Ist nur am nölen und kritisieren! Wo bleiben denn seine Vorschläge, was den Klimawandel betrifft!? Sich immer nur ins Rampen – Licht setzen, kann es doch nicht sein! ( Erinnert mich extrem an die sogenannten Altparteien…)

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