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Aufnahme der „Aquarius“-Migranten ist Einladung für nächste Flüchtlingswelle

Die Aquarius kehrt zurück in die Rettungszone

Der stellvertretende AfD-Bundessprecher Georg Pazderski kritisiert die Zusage des Bundesinnenministeriums, 50 Migranten der „Aquarius“ in Deutschland aufzunehmen:

„Die Entscheidung der Bundesregierung, 50 Migranten des Schlepperbootes ‚Aquarius‘ aufzunehmen, ist ein fatales Signal. Mit ihrer Zusage animiert die Bundesregierung kriminelle Schlepperbanden zum Weitermachen und Flüchtlinge nach Deutschland aufzubrechen und dabei ihr Leben auf See zu riskieren. Beidem muss rigoros ein Riegel vorgeschoben werden! Auch wenn bei 141 Betroffenen eine Verteilung innerhalb Europas zu funktionieren scheint, sind die Folgen fatal: Alle beteiligten Länder machen sich erpressbar, sobald die nächsten Migranten kommen.

Wir fordern: Alle Migranten, die vor der afrikanischen Küste aufgegriffen werden, müssen in den nächsten afrikanischen Hafen zurückgebracht werden, um Nachahmer abzuschrecken und den Schleppern das Handwerk zu legen. Schlepperschiffe wie die ‚Aquarius‘ müssen aus dem Verkehr gezogen und die Besatzungen hinter Gitter gebracht werden.“¹

Rettungsschiff Aquarius kehrt ins Mittelmeer zurück – Hilfe zur See dringend nötig

Das von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen gemeinsam betriebene Rettungsschiff Aquarius sticht von Marseille aus wieder in See. Im zentralen Mittelmeer wird es zur Hilfe für Menschen in Seenot bereitstehen. Die Crew wird Gerettete auf keinen Fall nach Libyen zurückbringen, wo sie in Gefahr sind, erneut zum Opfer von Ausbeutung und Gewalt zu werden.

„Das zentrale Mittelmeer ist die tödlichste Fluchtroute weltweit“, sagt Aloys Vimard, Projektkoordinator von Ärzte ohne Grenzen an Bord der Aquarius. „Es sind kaum noch Rettungsschiffe im zentralen Mittelmeer, und es gibt dort auch keine gezielt auf Seenotrettung ausgerichtete Kapazitäten der europäischen Staaten. Humanitäre Hilfe zur See ist derzeit wichtiger denn je. Menschen aus Seenot zu retten ist eine rechtliche und moralische Verpflichtung. Mehr als 700 Menschen sind in den vergangenen Wochen im Mittelmeer ertrunken. Diese Geringschätzung von Menschenleben ist erschreckend.“

Nach mehr als zwei Jahren ununterbrochener Seenotrettung im zentralen Mittelmeer lag die Aquarius zuletzt zum ersten Mal für einen Monat im Hafen vor Anker. Diese Pause ist eine Folge von grundlegenden Veränderungen der Lage im zentralen Mittelmeer, die die Seenotrettungseinsätze stark beeinträchtigen. Politische Auseinandersetzungen über die anzulaufenden Häfen haben Schiffe mit Geretteten an Bord wochenlang blockiert. Humanitäre Organisationen werden kriminalisiert, und die Einfahrt in Häfen in Italien und Malta wurde ihnen mehrfach verweigert.

Die europäischen Staaten haben die Übertragung der Verantwortung für die Koordinierung von Rettungseinsätzen auf See an die von der EU unterstützte libysche Küstenwache forciert, obwohl sie sich des alarmierenden Ausmaßes an Gewalt und Ausbeutung bewusst sind, dem Flüchtlinge, Migranten und Asylsuchende in Libyen ausgesetzt sind. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO hat Ende Juni ein neu gegründetes libysches Rettungskoordinationszentrum anerkannt. In Libyen werden Menschen weiterhin in überfüllten Internierungslagern unter unmenschlichen Bedingungen willkürlich gefangen gehalten. Die wenige humanitäre Hilfe, die dort geleistet werden kann, kann den steigenden Bedarf nicht decken.

„Auch wenn die Lage auf dem Mittelmeer immer schwieriger wird, bleibt unser Ziel dasselbe: Männer, Frauen und Kinder vor dem Ertrinken zu retten und sie an einen sicheren Ort zu bringen, an dem ihre Grundbedürfnisse erfüllt und ihre Rechte geschützt und garantiert sind“, sagt Vimard.

Die Teams von Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée verpflichten sich erneut den folgenden international anerkannten Grundsätzen:

  • Die Aquarius wird weiterhin Menschen in Seenot unter voller Achtung des Seerechts retten.
  • Die Aquarius wird sich weiterhin mit allen zuständigen maritimen Behörden abstimmen, wie in den internationalen Seerechtskonventionen vorgesehen.
  • Die Aquarius kann mögliche Anweisungen nicht befolgen, die die Hilfe für Menschen in Seenot verzögern würden, wenn nicht gleichzeitig sichergestellt ist, dass alle verfügbaren Schiffe eingesetzt werden, den gefährdeten Menschen zu helfen und sie an einen sicheren Ort zu bringen.
  • Die Aquarius wird die auf See geretteten Menschen nicht nach Libyen zurückbringen. Libyen ist kein sicherer Ort für Flüchtlinge, Asylsuchende und Migranten. Ein sicherer Ort ist einer, an dem die Grundbedürfnisse der Menschen erfüllt werden und an dem sie den Schutz suchen können, auf den sie Anspruch haben, und an dem sie nicht weiteren Misshandlungen und Gewalt ausgesetzt sind. Libyen kann bis auf Weiteres nicht als sicherer Ort betrachtet werden.
  • Auf See aufgegriffene Flüchtlinge, Asylsuchende und Migranten dürfen nicht nach Libyen zurückgeschickt werden. Daher ist die Aquarius verpflichtet, jede Anweisung der maritimen Behörden zu verweigern, auf See gerettete Menschen nach Libyen zurückzubringen oder einem Schiff zu übergeben, das sie nach Libyen bringen würde.

Während der vergangenen zwei Jahre hat die Aquarius mehr als 29.000 Menschen in mehr als 200 Aktionen aus Seenot gerettet, stets koordiniert durch die zuständigen maritimen Behörden. Zahllose Male wurde das Schiff von ihnen angewiesen, Menschen zu übernehmen, die von kommerziellen oder militärischen Schiffen oder von der Küstenwache gerettet worden waren. Die Aquarius hat drei schnelle Rettungsboote an Bord, sowie Not-Schwimmvorrichtungen für Massenrettungen. Die 35-köpfige Crew besteht aus einer professionellen Schiffsmannschaft, einem Rettungsteam sowie einem medizinischen Team von Ärzte ohne Grenzen. Das Schiff ist dafür ausgelegt, auf hoher See über mehrere Tage Nothilfe für mehr als 500 Personen zu leisten.

Während die Aquarius in Marseille lag, wurde das Schiff mit einem neuen schnellen Rettungsboot ausgerüstet, um effizientere Rettungseinsätze zu ermöglichen. Aufgrund der erhöhten Wahrscheinlichkeit, dass Gerettete länger an Bord bleiben müssen, bevor sie in einen sicheren Hafen gebracht werden können, wurden zusätzliche Lebensmittel und medizinische Vorräte an Bord gebracht. Ein Kühlcontainer wurde an Deck installiert, um die Leichen Ertrunkener aufzubewahren.²

¹ AfD – Alternative für Deutschland ²Ärzte ohne Grenzen e.V.

3 Kommentare

  1. Anonymous

    Wir können alle so viel reden aber die Welle an „Migranten“– eher Tsunami— ist unterwegs— und diese Regierung wird den Kurs nicht ändern— die Afrikaner. Islamisten sind hier und es kommen noch viel mehr— entweder wir tun etwas dagegen oder nicht— reden bringt nichts—

  2. reiner

    Das ist der falsche Weg und es kommen dadurch immer mehr. Außerdem sind es keine Flüchtlinge, sondern Sozialtouristen. Sie wollen ein besseres Leben, verständlich, verhalten sich aber nicht so. Zu viele werden kriminell und sind nicht bereit sich zu integrieren. Damit lehnt das Volk (weil es intelligent ist) diese Massenzuwanderung ab und die Politiker ( die Dummen) nehmen sie auf. Deutschland kämpft sogar darum, daß der Leibwächter von Bin Laden nach Deutschland zurück geholt wird. Kommt der zurück, wird keine dieser Parteien von mir jemals wieder gewählt. So wird durch den Staat Ausländerfeindlichkeit geschürt und gibt dann den Bürgern die Schuld. Die sind echt zu gekifft.

  3. Anonymous

    Lasst die islamische Brut, die Europa annektieren will, doch einfach absaufen! – Kein Moslem würde einem ungläubigen Christen helfen!-
    Was diese Merkel aus Deutschland gemacht hat und noch immer macht: schier unglaublich!!!

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