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Auf Messers Schneide: Die in der Mitte zerrissene Seele

Macht Biden das Rennen

Sollte Joe Biden die Wahl gewinnen, ist sein Mandat klar: Er muss sich um alle wunden Seelen Amerikas kümmern, die Wut der Schwarzen ebenso wie den Frust der abgehängten Weißen. Sollte Trump Präsident bleiben, dürfte er so weitermachen wie bisher – nur noch ungezügelter, noch beseelter von der eigenen Großartigkeit. So oder so bleiben die USA ein mit sich selbst beschäftigtes Land. Europa mag leiden, wenn es sieht, wie viele Amerikaner Trump die Treue halten. Doch das kann nur Warnung und Ansporn sein, sich den eigenen Problemen zu stellen.¹

Zweifel daran, dass es einen klaren Ausgang der US-Präsidentschaftswahl geben würde, haben sich bestätigt. Damit ist jenes Worst-Case-Szenario, vor dem Experten gewarnt hatten, zur Realität geworden: Der Demokrat Joe Biden wird aller Voraussicht nach einen souveränen Sieg bei den Direktstimmen verbuchen, könnte aber in der alles entscheidenden Zahl der Wahlmänner unterliegen – so wie auch seine Parteifreunde Hillary Clinton und Al Gore, der vor 20 Jahren gegenüber dem Republikaner George W. Bush den Kürzeren zog.

Damit sind ein weiteres Mal die Voraussetzungen geschaffen für heilloses Chaos. Wähler könnten noch lange Zeit im Dunkeln tappen und nicht wissen, ob im kommenden Januar Trump oder Biden für die nächsten vier Jahre als Präsident vereidigt wird. Erwartungsgemäß hat der amtierende Präsident bereits in der Wahlnacht damit begonnen, Zweifel an Briefwahlstimmen sowie dem amtlichen Endergebnis zu säen, und den Sieg faktisch für sich in Anspruch genommen.

Damit zündet er Nebelkerzen, die von einem legitimen, demokratischen Wahlverfahren ablenken, dieses in Frage stellen und somit den Weg pflastern für mögliche Unruhen. Ein weiteres Mal hat Trump bewiesen, dass er von Verwirrung und Ablenkungsmanövern zehrt. Wieder stellt er anerkannte demokratische Institutionen in Frage, in diesem Fall die Auszählung von Stimmen. Erneut stellt er damit autoritäre Tendenzen unter Beweis, die in einer der weltgrößten Demokratien keinen Platz haben sollten.

Zweifelhafte Umfragen

Wie aber konnte es dazu kommen, dass die Umfragen ein weiteres Mal danebenlagen und offenbar außerstande waren, die Stimmung im Lande einzufangen? Vor vier Jahren hatten Umfragen zwar relativ akkurat an der Direktstimmenmehrheit gemessen einen Sieg der Demokratin Hillary Clinton gegen den politischen Senkrechtstarter Trump vorausgesagt. Unterschätzt hatten Wahlforscher aber die Tücken eines überholten Wahlsystems, welches Trump den Sieg bescherte, weil er in Staaten mit einem hohen Anteil desillusionierter Wechselwähler die Nase knapp vorn hatte.

Wähler aus Staaten wie Pennsylvania, Michigan und Wisconsin. Arbeiter aus der Auto-, Stahl- und Kohleindustrie, die über Jahrzehnte Demokraten gewählt hatten. Wähler, die sich von den Karrierepolitikern in Washington aber im Stich gelassen fühlten, in dem Außenseiter Trump eine erfrischende Alternative zum politisch Etablierten sahen und daher für ihn stimmten. Die Folge: In diesen drei Staaten des sogenannten „Rostgürtels“ konnte der Immobilienunternehmer seinerzeit sämtliche Wahlmännerstimmen für sich verbuchen.

Der Vergleich zu heute hinkt natürlich. Denn nun ist der Präsident eine bekannte Größe. In den betroffenen Industrien sind während seiner ersten Amtsperiode mehr Jobs verschwunden als neue entstanden, und zwar schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Auch wissen Trumps Wähler, wie es um seine charakterlichen Schwächen sowie seine zwielichtigen Geschäftspraktiken bestellt ist. Dennoch halten sie zu ihm, selbst im Angesicht der grassierenden Pandemie, die im Winter viele weitere Todesopfer fordern könnte.

Trump gut im Rennen

Vieles sprach gegen Trump, und trotzdem liegt er am Tag nach der Wahl noch ausgesprochen gut im Rennen. Warum? Weil es in den Vereinigten Staaten nicht nur kleine Gruppen, sondern eine große Zahl von Menschen gibt, die Trump genau mit dem Politikstil anspricht, der von seinen Gegnern so scharf kritisiert wird. Menschen, die selbst ein moderater demokratischer Bewerber wie Biden nicht für sich zu gewinnen vermochte. Warum dies nicht gelungen ist, ist eine der wichtigsten Fragen, welche die Demokraten nun für sich zu klären haben.

Die US-Wahl ist auch ein erneuter Beleg dafür, wie gespalten und zerrissen das amerikanische Wahlvolk ist. Eine Zerrissenheit, die sich – so steht zu befürchten – durch die Ankündigungen Trumps und die Reaktionen des demokratischen Lagers noch verschärfen könnte.

Basis verzeiht vieles

Offenbar gibt es wenig, was seine politische Basis dem amtierenden Präsidenten nicht verzeihen würde. Denn jene Welle des Populismus, mit der Trump die USA während der vergangenen vier Jahre überschwemmt hat, versperrt seinen Wählern offenbar den Blick für die Verletzung demokratischer Normen, Rechtsverstöße und rüpelhafte Um­gangsformen, die sie unter keinem anderen Präsidenten dulden würden. Das wiederum hat Trump eine gewisse Narrenfreiheit eingeräumt, die er nun einsetzt, um eine absolut korrekte und notwendige Stimmauszählung zu hinterfragen und womöglich vor Gericht anzufechten.

Trump hat seine erste Amtsperiode genutzt, um einen politischen Machtapparat aufzubauen, der ihn dazu befähigt, sämtliche Hebel in Bewegung zu setzen, um eine Niederlage in Frage zu stellen und den Sieg womöglich einzuklagen. Der Präsident hat der Bundespost dringend notwendige Ressourcen entzogen, um eine pünktliche Zustellung von Briefwahlstimmen zu verhindern. Auch hat er diverse Gerichte eingebunden, um zu versuchen, dass völlig legitim abgegebene Stimmen nicht berücksichtigt werden.

Dass selbst die von republikanischen Präsidenten ernannten Richter Trumps Versuche, freie und faire Wahlen zu untergraben, zurückgewiesen haben, ist jedoch ein beruhigender Beweis dafür, dass die amerikanische Justiz noch funktioniert und sich nicht vollständig den Prioritäten jener Politiker unterworfen hat, welche die höchsten Richter ernennen.²

¹Dietmar Ostermann – Badische Zeitung ²Peter De Thier – Börsen-Zeitung

13 Kommentare

  1. Anonymous

    18.11: Trump wird wohl gewinnen weil nachgewiesen wurde dass es eine grossangelegte Wahlfälschung gegeben hat.

    Die Demokraten, die Lügner, Betrüger und Korrupten in den USA ( seit der Gründung diese Partei der KKK, der Sklaverei, der Menschenrechtsgegner, der Kriegstreiber ) , versuchen wieder eine Coup hinzukriegen. Russia Hoax war nichts, impeachment war nichts, und jetzt das— Trump ist der einzige noch regierende Person die die Globalisierungsfanatiker im tiefen Staat , in der EU und UNO und China in die Schranken weisen will.

    Dahinter stecken doch die Milliardäre der Welt- Soros, Rothschild, Bloomberg, Zuckerberg, Bezos, usw, usw— die wollen die Weltbevölkerung wie Sklaven halten , deshalb soll Biden als Präsident regieren, er ist eine Marionette der Globalisten und verdient prächtig mit, und sein Sohn auch, Obama und Clinton sowieso— diese Verbrecher.

    Die nennen es -The Great Reset- alles soll wieder wie auf dem PC nach Kopfruck- einen Reset erfahren und alles soll nach deren Software programmiert werden– Schweine sind sie– die übelste Sorte menscheneverachtender Eliten — ich hoffe sie zahlen einen hohen Preis irgendwann für ihre Sünden gegen uns

  2. Anonymous

    08.11: guter Artikel in epochtimes.de. So wird es jetzt in den Vereinigten Staaten werden— die Sozi-Kommis haben hier schon alles übernommen und werden unsere Freiheiten weiter einschränken— das sind lauter Kommunisten hier in der Regierung— Demokratie ist was anders— die Ideologen haben das Wort und werden uns weiter zerstören. Ich dachte Trump und Anhänger würden mindestens noch in USA die Fahne der Freiheit hoch halten— Wahlbetrug m. E. — die freie Welt geht endgültig zugrunde— es herrschen nur noch EU, WHO, UNO usw

    Artikel:
    Die „Staats-Antifa“ – Die heimliche Machtergreifung der Linksextremisten
    Von Josef Kraus / Gastautor8. November 2020 Aktualisiert: 8. November 2020 11:42

  3. Anonymous

    Liebes BZ-Team
    Heute wird im Bundestag über die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes debattiert.

    • Schwarzwälder

      Was, das Politbüro diskutiert?

    • Schwarzwälder

      Sie meinten sicherlich die Merkel’schen Notstandsgesetze, jetzt wird alles legalisiert, Hauptsache unser Laienorchester darf auf unsere Kosten weiter blasen.

      • Anonymous

        Wie auch immer
        Ich wollte andeuten, BZ könnte ausnahmsweise mal über etwas berichten das für Deutsche nebensächlich ist.

  4. Anonymous

    Wissen die vielen, vielen Antitrumpberichterstatter schon, wo sie sich verstecken werden, wenn sich rausstellen wird daß Donald Trump trotz ihrer Lügenberichterstattung die Wahl gewonnen hat?

    • Rabe

      Ich hoffe, inständig, dass D. Trump die Wahl gewinnt gegen diesen Klappstuhl, der nur dahin redet,der soll ins Pflegeheim,wo er hingehört, wie soll eine solche Person Amerika regieren soll, ist fraglich. AMERIKA FIRST. Mr. Predident Donald Tramp, alles Gute und Sieg, den wünsche ich Ihnen von Herzen.

      • Dennis

        Ich auch! Wenn er verliert, ist das Betrug! Diese verlogenen Scheiss-Medien! Biden, das Schwein, treibt es am liebsten mit kleinen Mädchen, dieser senile Tattergreis!
        Grüße an Dich, Rabe, wir sind auf der Baustelle und giessen gerade Estrich.

        • Rabe

          Hallo, Dennis, Pfui, Teufel,wenn dieser Pädo (ich hoffe nicht) Präident wird, viele Grüsse an Dich, Übrigens, Merkel muss verschwinden, wenn ich niemand etwas böses wünsche, aber diese Person soll die Pest kriegen!

      • Anonymous

        Donald Trump hat mit Betrug gerechnet und Wasserzeichen auf die echten Wahlzettel aufbringen lassen.

        • Schwarzwälder

          Keine Wasserzeichen, es sollen wohl Merkels Duftmarken aufgetaucht sein, da fällt selbst der härteste Kuhjunge vom Gaul.

  5. Anonymous

    Joe Biden brags about having “the most extensive and inclusive VOTER FRAUD organization” in history.

    Minute 0:16 to 0:43
    https://www.youtube.com/watch?v=bXYHwCI2DBM

    Use the translation program, if you don’t understand,my dear rapporteur.

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