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Ärzte registrierten 2017 in NRW 406 weibliche Genitalverstümmelungen – Bundesregierung fördert Unterdrückung von Frauen

„Weltweit haben mehr als 200 Millionen Mädchen und Frauen eine Genitalverstümmelung erlitten. 500 000 von ihnen leben in Europa. Wir müssen dieser schädlichen Praxis, die die Menschenrechte, die Würde und die körperliche Unversehrtheit von Mädchen und Frauen in abscheulicher Weise verletzt, ein Ende setzen. Wir sind entschlossen, der weiblichen Genitalverstümmelung Einhalt zu gebieten, bevor es zu spät ist für die weltweit drei Millionen Mädchen, die Jahr für Jahr als gefährdet gelten.

Frauen und Mädchen in Europa müssen vor dieser Gewalt und den Schmerzen, die mit der Praxis einhergehen, geschützt werden. Lehrern, Ärzten, Krankenpflegepersonal, Polizisten, Rechtsanwälten, Richtern und für Asylfragen zuständigen Beamten kommt eine zentrale Rolle zu, wenn es darum geht zu erkennen, welche Mädchen Gefahr laufen, Opfer der Genitalverstümmelung zu werden. Die EU wird diese Berufsgruppen nun durch Einrichtung einer EU-weiten Internetplattform bei der Erfüllung dieser Aufgabe unterstützen.

Wir schützen auch von Migration betroffene Frauen und Mädchen, indem wir sicherstellen, dass sie Zugang zu medizinischer Versorgung, psychosozialer Betreuung und juristischer Unterstützung erhalten. Auf der Grundlage einer Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems werden wir besser auf die spezifischen Bedürfnisse weiblicher Asylbewerber, die geschlechtsspezifische Verletzungen erlitten haben, eingehen können.

Die weibliche Genitalverstümmelung ist in allen Mitgliedstaaten der EU eine strafbare Handlung, und wir unterstützen die Partnerländer außerhalb der EU dabei, sie ebenfalls unter Strafe zu stellen. Seit Beginn des einschlägigen Programms von EU und der UNO haben zum Beispiel Gambia und Nigeria bahnbrechende Rechtsvorschriften verabschiedet, die die Praxis strafbar machen. 531 300 Mädchen sind im Zusammenhang mit der Genitalverstümmelung betreut worden oder haben Unterstützung bei der Verhinderung der Anwendung der Praxis erhalten, und 2000 lokale Gemeinschaften haben sich öffentlich dazu verpflichtet, die schädliche Praxis aufzugeben.

Änderungen auf politischer und rechtlicher Ebene sind von entscheidender Bedeutung. Die Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen wird jedoch nur dann abgeschafft werden können, wenn die Gesellschaften die Normen, die zur Verbreitung dieser Praxis führen, infrage stellen und verurteilen.

Die Europäische Kommission fördert den sozialen Wandel nicht nur auf politischer, sondern auch auf lokaler Ebene, wobei Väter und Mütter, Mädchen und Jungen sowie führende Kräfte von Glaubens- und anderen Gemeinschaften gleichermaßen einbezogen werden. Um dies zu erleichtern, werden bessere Methoden zur Erhebung von Daten auf nationaler Ebene und neue Verfahren zur Messung der Veränderungen der sozialen Normen auf kommunaler Ebene entwickelt werden. Es stehen Mittel zur Verfügung, um gefährdete Mädchen und Frauen zu unterstützen bzw. um denjenigen, die Opfer von Genitalverstümmelungen geworden sind, Versorgungs- und Betreuungsmöglichkeiten zu bieten.¹

406 Mädchen und Frauen haben im vergangenen Jahr bei ihrem Gynäkologen angegeben, Opfer einer Genitalverstümmelung geworden zu sein. Das berichtet das Bielefelder WESTFALEN-BLATT unter Berufung auf Abrechungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen Rheinland und Westfalen-Lippe.

Weibliche Genitalverstümmelung ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in 30 afrikanischen Ländern, aber auch in Malaysia, Indonesien, dem Oman und dem Jemen verbreitet. Belege dafür, dass Genitalverstümmelungen in NRW vorgenommen werden, gibt es nicht. Meistens werden Mädchen in den Ferien in ihrer Heimat verstümmelt – gelegentlich auch gegen den Willen der Eltern.

Innerhalb Nordrhein-Westfalens scheinen die meisten Opfer im Rheinland zu leben, möglicherweise wegen eines höheren Bevölkerungsanteils aus den betroffenen Ländern. Der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, die für 9,6 Millionen Menschen in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln zuständig ist, wurden im vergangenen Jahr 314 Fälle bekannt. Im ländlicheren Westfalen-Lippe, wo 8,4 Millionen Menschen in den Regierungsbezirken Münster, Detmold und Arnsberg leben, meldeten sich im selben Zeitraum 92 Opfer bei ihrem Arzt.

Seit 2013 steht in Deutschland die Genitalverstümmelung bei Frauen unter Strafe – ohne große Konsequenzen. Die bundesweite Kriminalstatistik für 2017 führt nicht eine einzige Anzeige auf.²

Nach Angaben von UNICEF sind weltweit ca. 125 Millionen Frauen und Mädchen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen, vor allem im nördlichen Afrika aber auch in südostasiatischen Ländern.

Auch in Deutschland sind Mädchen und Frauen dem Risiko ausgesetzt, heimlich hierzulande oder im Ausland an ihren Genitalien verstümmelt zu werden.

Seit September 2013 wird die Verstümmelung weiblicher Genitalien als eigener Straftatbestand gemäß § 226 a Strafgesetzbuch (StGB) eingestuft und kann mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft werden.

Denn Genitalverstümmlung stellt eine Verletzung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit mit schlimmsten körperlichen und seelischen Folgen dar. Keine kulturelle oder religiöse Tradition kann dies rechtfertigen. Neben akuten können sich auch chronische körperliche Komplikationen oder gravierende psychische und soziale Folgen einstellen.

Deshalb ist bei der Behandlung von betroffenen Mädchen und Frauen für medizinische Fachkräfte neben einem guten Fachwissen auch eine besondere Sensibilität für die soziale und psychische Situation der Betroffenen erforderlich. Daher hat die Bundesärztekammer auf Anregung des BMG durch eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe 2005 Empfehlungen zum Umgang mit Patientinnen nach Genitalverstümmelung erarbeitet und 2013 erneut aktualisiert. Diese Empfehlungen sind sowohl in deutscher, englischer und französischer Sprache abrufbar.

Seit Oktober 2013 ist mit der vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) veröffentlichten auch weibliche Genitalverstümmelung klassifiziert. Die Klassifikation dient der Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung und bildet damit u. a. eine wichtige Voraussetzung für die Vergütung der Behandlung.³

¹Europäische Union ²Westfalen-Blatt ³Deutsche Bundesregierung

9 Kommentare

  1. Anonymous

    Nur sechs Monate Haft als Mindeststrafe und fünf Jahre Haft als Höchststrafe?
    Pro Beschneidung oder generell?
    Ich würde es angemessen finden, wenn man den Tätern auch etwas abschneidet. Es muss ja nicht im Genitalbereich sein, Finger, Hand, Nasenflügel oder Augenlieder, da wo andere es sehen können, wenn die Person nach ihrer verbüßten Freiheitsstrafe wieder unter die Leute darf. Oder ein spezielles Brandzeichen im Gesicht fände ich angemessen, auch für Vergewaltiger und Kindervergewaltiger.

  2. Anonymous

    22.12: jetzt sind auch Kinderehen in Deutschland erlaubt- BGH Urteil– also– jetzt ist Scharia Gesetz wichtiger als Deutsche Gesetze— es ist langsam Zeit hier abzuhauen— Scharia Gesetze werden hier immer wichtiger und später gibt es nut noch Scharia Gesetze— die Deutschen schaffen sich selber ab— na dann-Prost!

  3. Anonymous

    Das ist eben religionsfreiheitliche bunte Kulturbereicherung.
    Man darf ja nichts sagen gegen fremde Kulturen und Gepflogenheiten, die die Menschen die noch nicht so lange hier leben mitgebracht haben aus ihrer Heimat, aus der sie vor Gewalt und Armut geflohen sind.

  4. Anonymous

    Der Regierung ist das egal– Hauptsache es gib kein Ärger mit den Islamisten— Feige Schweine—

    • Karina G.

      Muslimische Mädchen dürfen weder am Schwimmunterricht, noch an sportlichen Aktivitäten an deutschen Schulen teilnehmen. Von Klassenfahrten u.s.w. ganz zu schweigen!
      Die weibliche Genitalverstümmelung ist an Perversion nicht zu überbieten! An meiner Schule in Hamburg, an der ich unterrichte sind allein 4 Fälle von dieser Grausamkeit bekannt und AKTENKUNDIG! Anzeigen bei der Polizei : nie haben wir Lehrer je eine Nachricht erhalten, dass diese Anzeigen weiter von der Staatsanwaltschaft verfolgt werden…. Zur Information : wir leben in einem westlichen Land und schreiben das Jahr 2018

      • Anonymous

        Ja, die Polizei ist nur das wenn man keine Rundfunkgebühr bezahlt. Dann kommen die um einen in den Knast zu stecken. Reden kann man mit denen nicht. „Wir machen nur unseren Job“, heißt es dann. Widerlich schreckliche Gesellschaft.

        • Anonymous

          Ja, das ist wirklich widerlich, dass dafür jemand ins Gefängnis gesteckt wird.
          Es ist schon Jahre her, aber als ich davon zum ersten mal gehört hatte, habe ich es für einen schlechten Witz gehalten. Und ich binn immer noch fassungslos darüber.

      • Anonymous

        Warum gehen die Frauen in Deutschland nicht auf die Strasse wie in den USA und eine Frauenbewegung dagegen gründen?? Das ist derart abartig mit der Genitalverstümmelung und eine Verletzung des deutschen Grundgesetzes!! Warum gibt es keine massive Frauenbewegung dagegen??

        Ansonsten sind die Frauen immer schnell dabei , gegen Dinge zu demonstrieren, gegen Männerüberschuss, gegen patriarchalische Gesellschaften usw— allen voran Frau Roth, Frau Wagenknecht, die ganzen Grünen-Linken -SPD Halbgescheiten— wo bleibt die Familienministerin und die Frauenbeauftragte und Justizministerin— allesamt Frauen!!!

        Es interessiert sie nicht was mit den armen Mädchen passiert– deswegen gibt es kein Aufschrei— so viel zu Solidarität unter Frauen—

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