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Teure Grüne Politi – Klimaschutz ohne Augenmaß

Bei Nachhaltigkeitszielen schneller vorankommen

Ein Geheimnis des Erfolges der Grünen ist, dass sie sehr geschickt nach dem Prinzip eines Kaufmannes agieren, der es mit der Aufklärung seiner Kunden, was den Preis betrifft, nicht so ernst nimmt. Sie haben, um im Bild zu bleiben, ihr Schaufenster sehr hübsch mit allerlei publikumswirksamen Umwelt-Artikeln dekoriert, leider aber fehlen dabei die Preisschilder.¹

Die Grünen können derzeit Vorschläge machen, die sie jahrelang sich nicht trauten in dieser Deutlichkeit auszusprechen. Sie wollten das Image der Verbotspartei abstreifen, was ihnen auch gelungen ist. Inzwischen hat sich der Zeitgeist gedreht: Radikale Maßnahmen für den Umweltschutz finden in breiten Schichten der Bevölkerung Akzeptanz – theoretisch.

Wie weit die Bereitschaft tatsächlich geht, den persönlichen Komfort einzuschränken, wird sich zeigen, wenn man nicht mehr mit dem Pkw in die Innenstadt kommt, die Versandhandelsprodukte ebenso wie Fleisch teurer werden, man den Kaffee nicht mehr unterwegs trinken und sich Flugreisen nur noch alle paar Jahre leisten kann. Einen radikalen Umwelt- und Klimaschutz wird jeder Bürger spüren – mit Einschränkungen oder höheren Kosten. Dann wird sich zeigen, wie nachhaltig der Boom für dieses Thema ist.

In ihrem Wettlauf um die besten und wirksamsten Konzepte sollten die Parteien dem einfachen Rezept widerstehen, nur auf schneller, grüner, teurer zu setzen. Politisch steht das Fenster offen, im Dienste des Umwelt- und Klimaschutzes den Bürgern etwas abzuverlangen. Trotz der grundsätzlichen Bereitschaft in der Bevölkerung müssen die Maßnahmen mit Augenmaß umgesetzt werden.

Nur zu begrüßen ist es, dass sich das Hauptaugenmerk auch der Regierungskoalition endlich wegbewegt von einer rückwärtsgewandten Sozialstaatspolitik, die bei der Geldverteilung immer nur auf den nächsten Wahltag schielte und nebenbei ständig neue Begehrlichkeiten weckte. Geld in den Umwelt- und Klimaschutz zu investieren, ist sehr viel mehr auf die Zukunft ausgerichtet. Jetzt brauchen wir noch eine Volksbewegung für eine rasche Digitalisierung und eine effizientere Bildungspolitik.²

Der Vater des grünen Höhenflugs hat einen Namen: Christian Lindner. Hätte der FDP-Chef die Jamaika-Koalition nicht gestoppt, dann säßen die Grünen jetzt in der Bundesregierung. Und müssten sich herumschlagen mit, zum Beispiel: dem Ausbau der Windenergie und den dafür nötigen Stromtrassen, die sie gegen Widerstand in der Bevölkerung durchsetzen müssten; einer Kerosinsteuer gegen unnötige Flugreisen, die sie gegen Widerstände in mindestens der Rest-EU durchsetzen müsssten; dem Ausbau der E-Mobilität, für die sie erst einmal ein funktionierendes E-Tankstellennetz aufbauen müssten; maroden Straßen und Brücken, über die zwar sehr viel mehr Autos und Lkws fahren als Fahrräder, die sie aber trotzdem sanieren müssten. So aber, der FDP sei Dank, sind die Grünen in der Opposition. Und bislang nicht viel mehr als ein großes Versprechen, dass mit ihnen alles gut würde in Sachen Klimaschutz.

Ein Thema, das die anderen Parteien lange unterschätzt haben, und bei dem die Wähler nun lieber zum Original greifen. Wo die Grünen tatsächlich regieren, zeigt sich, dass sie im Zweifel lieber praktisch denn ideologisch denken, etwa beim Flughafenausbau in Frankfurt. Zu viele Kompromisse aber produzieren Enttäuschungen bei Anhängern. Und wo sie erst noch regieren wollen, wie in Bremen, brauchen sie auch mal Hilfe von den Linken. Grün-Rot-Rot, ein Modell für den Bund? Für die nächste Wahl ist das noch nicht vorstellbar. Bleibt die Option auf eine moderne GroKo – dann zwischen Union und Grünen – oder eben doch, endlich, Jamaika. So oder so wird man dann sehen, was von den Grünen in der Regierung tatsächlich noch übrig bleibt.³

¹Straubinger Tagblatt ²Eva Quadbeck – Rheinische Post ³Christian Matz – Allgemeine Zeitung Mainz

2 Kommentare

  1. Anonymous

    Grüne Ideologie zerstört die Umwelt— es ist nachgewiesen dass die Windräder Unmengen an Insekten und Vögel töten– ganz zu schweigen von den Energiemengen es kostet die Dinge zu produzieren und transportieren und aufbauen— E-Autos sind auch Umweltzerstörer— aber die Menschen glauben die Klima-Öo-Terroristen und denken nicht nach— die Jugendlichen die gerade gelernt haben wie man auf eine Toilette sitzt um aa zu machen– meinen die wissen was los ist— die haben Null-Ahnung und streiken für Klima—

    die Kirchen sind jetzt auch zu Politbühnen geworden— die Pfaffen sollen beten und nicht erzählen welche Partei gewählt werden soll.– das haben sie im dritten Reich gemacht— die Kirchen sind Lügenvereine die Geld über Steuer reinholen— wie heisst es so schön– Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut— die Kirchen wollen immer mehr von unserem hab und Gut und labbern nur Unsinn– alle sollen austreten– die Menschen werden bestimmt nicht in die Hölle kommen – im Gegenteil– sie werden wohl eher dafür belohnt dass sie aus diesem Kult ausgetreten sind—

  2. Chr. Wende

    Auf GRÜN fällt auch die evangelische Kirche rein; in weiten Teilen ist sie mittlerweile grün.
    Der Hass dieser Grün-Kirche auf BLAU ist völlig unchristlich; der Hass von Badford-Strohm auf die AfD kommt
    mir beinahe pathologisch vor. Linksgrüne Pastoren sind mir suspekt. Ich habe die EKD verlassen.
    An Jesus glauben und die Bibel lesen kann ich ohne beamtete Theologen.

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