Press "Enter" to skip to content

SPD-Kanzlerkandidatur – Letzte Hoffnung Scholz

Meinungs- und Parteienforscher sehen Glaubwürdigkeitsproblem für Scholz im Wahlkampf

Der Finanzminister muss nun den Skandal um den Zahlungsdienstleister Wirecard schadlos überstehen. Hält die SPD dann im Wahlkampf ein Mindestmaß an Geschlossenheit aufrecht, kann sie mit Olaf Scholz als Galionsfigur zumindest den eigenen Niedergang stoppen. Zu einem Wahlergebnis, das irgendeine Form von Regierungsanspruch begründet, ist es aber noch weit.¹

Aber unabhängig davon wirft die Entscheidung im Willy-Brandt-Haus ein grelles Licht auf die Leere in der Union. Sie macht deutlich, wie unbequem deren Lage ein Jahr vor der Bundestagswahl ist. Denn bei CDU und CSU ist nichts geklärt. Erst im Dezember soll über den CDU-Vorsitz entschieden werden, Anfang kommenden Jahres dann über den Kanzlerkandidaten. In den Monaten davor wird die Unions-Agenda also weiter von Personaldebatten bestimmt sein.

Es hat sich gezeigt, dass es dabei oft wenig zimperlich zugeht und dass die Auswahlmöglichkeit tiefe Gräben entstehen lässt, Enttäuschungen und unversöhnliche Verlierer. Nichts sieht derzeit danach aus, als würden sich Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen doch noch darauf einigen, wer in der CDU vorne stehen soll. Bei der Kanzlerkandidatur wird es nicht einfacher. Denn da hat auch noch die CSU mitzureden hat, bei der man herzlich wenig vom Personalangebot der CDU hält²

Auf SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz werden nach Einschätzung von Manfred Güllner, Chef des Berliner Meinungsforschungsinstituts Forsa, im Wahlkampf Image- und Glaubwürdigkeitsprobleme zukommen. „Beim SPD-Mitgliederentscheid wurde ja eine klare Frontstellung der SPD-Linken gegen Olaf Scholz und den pragmatischen Politikertypus aufgebaut, den er verkörpert. Da kann man nicht nach neun Monaten einfach sagen, das ist jetzt alles vergessen. Das ist wenig glaubwürdig“, sagte Güllner der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Scholz habe sich mit der eher linksgerichteten Parteispitze arrangiert. Das sei aber gefährlich, denn bisher sei er als politischer Solitär in der SPD und unideologischer Pragmatiker wahrgenommen worden. „Obwohl viele Wähler in der Mitte genau das an ihm schätzen, könnten sie sich nun abwenden. Die Grünen werden von der Mitte als wohltuend pragmatisch gesehen. Frühere SPD-Wähler könnten bei den Grünen bleiben“, sagte Güllner. Auch Peer Steinbrück habe sich der Partei anpassen müssen und deshalb in der Mitte nicht mehr punkten können. Auch der Berliner Parteienforscher Oskar Niedermayer sieht ein Glaubwürdigkeitsproblem auf Scholz und die SPD zukommen.

„Die inhaltliche Diskrepanz zwischen Olaf Scholz und der SPD-Führung hat sich wegen der Corona-Krise verringert, aber sie wird natürlich wieder deutlicher werden, wenn es konkret ums Wahlprogramm geht“, sagte Niedermayer der „Rheinischen Post“. Der politische Gegner werde Scholz im Wahlkampf ständig vorhalten, was er in der Vergangenheit gesagt habe und was heute.³

¹Straubinger Tagblatt ²Mitteldeutsche Zeitung ³Rheinische Post

4 Kommentare

  1. Anonymous

    Scholz muss weg, nicht mehr tragbar. Scheuer, Seehofer und Merkel ebenfalls, sowie alle Grünen.

  2. Anonymous

    Scholz hat als Oberbürgermeister in Hamburg die Cum-Ex Geschäfte der Warburg Bank gedeckt— er war verantwortlich dafür dass Abermillionen an Steuergeldern nicht gezahlt wurden— unter anderem – er hat viele scräge Sachen gemacht- und lügt uns ständig an über das was er getan hat und vor hat

    er ist der klassische Feind des Bürgers— typisch SPD— der letzte Abschaum in der Politik— geben sich als Partei des Bürgers und sind letztendlich grösste Feind des Bürgers— wie die Demokraten in den USA— aber die Menschen hören so Flöskel und glauben den Scheiss. Hirntote Zombies eben, die nützlichen Idioten , wie Lenin sein Gefolgsleute nannte

  3. Anonymous

    13,08: die SPD ist am Ende- insbesondere mit Scholz fährt diese sog. Volkspartei in den Abgrund, das ist sehr erfreulich. Schöner wäre es wenn die Linke und Grüne auch so gegen die Wand fahren würden. CDU-CSU und FDP sind aber nicht viel besser. Scholz ist der inkompetenteste Finanzminister seit der Weltwirtschaftskrise 1929 und zusammen mit den inkompetentesten Wirtschaftsminister Altmaier werden sie D kaputt kriegen zur Freude Merkel. Die Bürger ausquetschen mit immer mehr Steuern und Abgaben damit später alle gleich arm sind, ausser Politiker und ihre Freunde in der Industrie. Tisch Kommunismus-Sozialismus- DDR 2.0

    • Nico aus München

      Sie sprechen mir aus der Seele!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

BZ Medienholding Ltd ©1998 - 2019.