Press "Enter" to skip to content

Pazderski: Streitschrift „Die Grünen endlich angreifen, statt sie hochzureden“

RTL/n-tv-TrendbarometerFORSA-AKTUELL: Grüne drei Prozentpunkte vor CDU/CSU - Habeck schlägt Kramp-Karrenbauer und Scholz bei der Kanzlerfrage

Die Grünen schwimmen im linksliberalen Mainstream der Elite und üben die kulturelle Hegemonie aus. Doch über Deutschlands Zukunft entscheidet keine CO2-Steuer, keine Biotonne, kein Radfahrweg und kein Verbot von Fleisch, sagt AfD-Bundesvize Georg Pazderski:

„Unsere Zukunft wird sich daran entscheiden, ob wir in einer Welt mit unserem Wissen und unseren Produkten bestehen, in der mit Aufkommen Chinas der Wettbewerb zunehmend schärfer wird. Die deutschen Grünen repräsentieren schon in der EU und erst recht weltweit eine kleine, soziale, ökonomische, geografisch begrenzte Insel der Seligen. In der vermutlich mindestens 70-köpfigen neuen grünen Europafraktion kommen ganze drei Grüne aus Mittel- und Osteuropa, dafür 21 aus Deutschland. Wie Merkels Grenzöffnung wird grüne Klimapolitik die EU weiter spalten.“

Mit der aktuellen Entwicklung eröffnet sich für die AfD ein großes Betätigungs- und Profilierungsfeld. Es geht um klare Abgrenzung von den Grünen, nicht um Nivellierung der Gegensätze oder Anpassung an gängige Meinungen aus dem linksliberalen Milieu. „Kontra“ muss das Leitmotiv sein, denn Grünen und AfD sind die beiden Pole der gesellschaftspolitischen Debatte. Die Themen für die AfD liegen auf der Hand, so Georg Pazderski:

„Nein zu immer mehr EU, zur Vergemeinschaftung von immer mehr Politikbereichen in Brüssel, wo die Interessen von wenigen Bürokraten, einer Handvoll von Politikern und 25.000 Lobbyisten mehr Gewicht haben als die Stimmen von 427 Millionen Wahlberechtigten. Die AfD steht für deutsche Interessen, statt für Brüsseler Eskapaden.

Nein zum verkrüppelten grünen Demokratieverständnis, das unter dem verlogenen Leitmotiv von „diversity“ sich anmaßt zu entscheiden, wer das Recht auf Meinungs-, Versammlungs-, Forschungs- und Vereinigungsfreiheit hat. Die AfD steht für Bürgerrechte für alle, statt sie zu Gnadenrechten zu machen, über deren Gewährung eine kleine Elite entscheidet.

Nein zur exklusiven Bedienung von immer neuen und immer kleineren, dafür aber wohlorganisierten und lautstarken Interessengruppen. Minderheiten dürfen selbstverständlich in einer Demokratie Schutz erwarten, aber sie dürfen nicht die Mehrheit bevormunden, diskriminieren und ausbeuten. Die AfD bleibt der Anwalt der kleinen Leute, die hier bereits leben, und des Gemeinwohls.

Nein zum Irrweg des sog. Klimaschutzes, der auf der Basis fragwürdiger Annahmen die falschen Akzente für Deutschlands Zukunft setzt und unsere Freiheit, unseren sozialen Zusammenhalt und unseren Wohlstand gefährdet, ohne wirklich den weltweiten Klimawandel aufhalten zu können. Ein klares Ja zum Umweltschutz.“¹

Grüne auf Platz 1 / Union nur noch 24 Prozent / SPD gleichauf mit AfD

Die Erfolgswelle der Grünen, die im RTL/n-tv-Trendbarometer erstmals in der Woche nach der Europawahl zur stärksten Partei in Deutschland wurden, hält unvermindert an. Gegenüber der Vorwoche hat sich der Vorsprung vor der CDU/CSU auf drei Prozentpunkte vergrößert. Die Union sinkt auf einen historischen Tiefstand von 24 Prozent (minus 2 Prozentpunkte). Sie liegt damit sogar unter den Werten, die im Februar 2000 nach der Diskussion über Helmut Kohl und den Spendenskandal gemessen wurden. Die SPD liegt unverändert bei 12 Prozent, gleichauf mit der AfD (plus 1 Prozentpunkt). Die Linke verbessert sich um einen Prozentpunkt.

Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, ergäbe sich folgende Stimmverteilung: CDU/CSU 24 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 12 Prozent (20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 27 Prozent (8,9%), Linke 8 Prozent (9,2%), AfD 12 Prozent (12,6%). 9 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 18 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8%).

Woher kommt der Zulauf zu den Grünen? 25 Prozent der Grünen-Sympathisanten stammen aus dem Lager der Nichtwähler, 27 Prozent haben zuvor CDU oder CSU und 34 Prozent SPD gewählt. Die Grünen sind nach wie vor eine „West-Partei“: In Westdeutschland kommen sie auf 30, im Osten auf 15 Prozent. 33 Prozent der Frauen wählen grün, aber nur 21 Prozent der Männer. Die Grünen Anhänger stammen überwiegend aus den oberen Bildungsschichten: 32 Prozent von ihnen haben Abitur oder Hochschulstudium, 16 Prozent haben einen Hauptschulabschluss.

Grüne auch bei Kompetenzfrage vor der Union

Auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz der einzelnen Parteien überflügeln die Grünen im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer die Union. 19 Prozent der Bundesbürger trauen den Grünen zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden – das sind zwei Prozentpunkte mehr als in der Woche nach der Europawahl. Der CDU/CSU trauen das nur noch 16 Prozent zu (minus ein Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche). Der SPD billigen nur noch 2 von 100 Wahlberechtigten politische Kompetenz zu.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Die Grünen profitieren weiterhin von der höheren Wählermobilisierung, von der Selbstzerfleischung der SPD und vom Versuch der CDU, die Grünen beim Bemühen um den Klimaschutz zu übertrumpfen. Doch den Status einer wirklichen Volkspartei haben sie trotz hoher Sympathiewerte noch nicht erreicht.“

Kanzlerfrage: Habeck schlägt AKK und Scholz

Könnten die Deutschen ihre Bundeskanzlerin oder ihren Bundeskanzler direkt wählen, hätte Grünen-Chef Robert Habeck im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer bessere Chancen als CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Finanzminister Olaf Scholz (SPD). „AKK“ verliert gegenüber der Vorwoche weiter an Sympathien. Bei der Alternative Scholz würden sich 28 Prozent für den Finanzminister und 19 Prozent für Kramp-Karrenbauer entscheiden (minus zwei Prozentpunkte). Sie fällt damit erstmals unter die 20-Prozent-Marke.

Robert Habeck würde „AKK“ mit 34 zu 21 Prozent schlagen. Auch gegen Olaf Scholz läge Habeck mit 28 zu 23 Prozent vorn. Allerdings würden sich bei der Alternative Kramp-Karrenbauer 41 Prozent, bei der Alternative Scholz 47 Prozent der Grünen-Anhänger nicht für Habeck entscheiden.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „An einen grünen Kanzlerkandidaten müssen sich die Bundesbürger erst noch gewöhnen. So kommt es, dass Habecks Rückhalt selbst bei den Anhängern der Grünen eher noch verhalten ist.“²

¹Alternative für Deutschland ²RTL/n-tv-Trendbarometer

2 Kommentare

  1. Helmet

    „Mit der aktuellen Entwicklung eröffnet sich für die AfD ein großes Betätigungs- und Profilierungsfeld. “ GENAU so ist es. Aber ich sehe bisher so gut wie kein Profil der AFD. Wo sind die hellen Köpfe in der AFD, die „Themen besetzen“ (wie z.B. Alice Weidel)??
    Derzeit werden alle grossen Themen von den etablierten Parteien besetzt. Wann schärft die AFD endlich ihr Profil? Finanzthemen rund um den Euro (auch wenn sie kompliziert und weniger einfach vermittelbar sind)? Wohnungsthematik? Renten (v.a. auch im Osten)? Verkehrsthemen v.a. incl. der E-Mobilitäts-Lügen und Falschinformationen/-Annahmen? Entlarvung der Grünen Sachunkenntnis und Volksverdummung. etc.pp.
    Will die AFD wachsen, muss sie ernsthaft und intelligent auch andere Themen jenseits der Flüchtlingsdebatte aufgreifen. Potenzial dafür gäbe es mehr als genug!

  2. Anonymous

    Daumen hoch für Pazderski!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

BZ Medienholding Ltd ©1998 - 2019