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Merkel muss weg: Deutsche wollen eine andere Republik

71% denken: "Deutsche werden es noch bereuen, dass Merkel an die Macht kam"

Angela Merkel führt nicht und lässt so zu, dass sie vorgeführt wird. Macht die Kanzlerin weiter wie bisher, bekommt sie die Migrationsdebatte nie in den Griff. Ihre ohnehin defensive Art wirkt angesichts der Wucht des Themas besonders kontraproduktiv. Kein großer Auftritt, keine Regierungserklärung, allenfalls ein paar Reaktionen am Rande des Protokolls. Und ihr Sprecher Steffen Seibert, der sich womöglich voreilig äußerte. Die Frage, ob es in Chemnitz Hetzjagden gab oder nicht, ist nur Symptom einer sich immer deutlicher abzeichnenden Entwicklung.

Erst der Disput mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), nun die nebulöse Einlassung des Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen – und nicht zu vergessen natürlich die Dauerfehde mit der CSU und allen voran Innenminister Horst Seehofer persönlich. Nimmt man die sich anbahnende Kampfabstimmung um den CDU/CSU-Fraktionsvorsitz hinzu, ergibt sich ein verheerendes Bild. Während es an allen Ecken und Enden brodelt, vermittelt die Kanzlerin den Eindruck, die Dinge nähmen ihren gewohnten Lauf. Bodenhaftung adé – willkommen im Regierungsraumschiff Berlin!

Gewiss: Angela Merkel neigt nicht zum Alarmismus, und Gelassenheit kann auch Ausdruck von Souveränität sein. Doch wirkt die Kanzlerin derzeit alles andere als souverän. Merkel ist beinahe pausenlos in der Welt unterwegs. Hat sie über die richtige Analyse, dass die drängendsten Probleme der Gegenwart nur auf internationaler Ebene zu lösen sind, die Realität daheim aus dem Blick verloren? Und sieht sie es überhaupt noch als eine ihrer zentralen Aufgaben an, Land und Leute zu erreichen? Selbstverständlich war die Kanzlerin nicht verpflichtet, in den vergangenen zwei Wochen nach Chemnitz zu reisen. Doch es wäre gut gewesen, sie hätte es getan. Möglich, dass ihr Auftritt dort eher zur Eskalation denn zur Deeskalation der Lage beigetragen hätte.

Schon im Bundestagswahlkampf war Merkel im Osten gnadenlos niedergebrüllt und ausgepfiffen worden. Aber auch so bleibt ein bitterer Beigeschmack. Denn nun steht der Verdacht im Raum, die Kanzlerin könnte aus Selbstschutz weggeblieben sein. Und der für Oktober angekündigte Besuch wirkt wie das dazugehörige Feigenblatt. Doch wie wollen die Unionsparteien die AfD stellen, wenn ihre Spitzenfrau die Auseinandersetzung fürchtet? Wenn ausgerechnet die Politikerin aus dem Osten den Osten meiden muss. Und wenn CDU und CSU kaum mehr wissen, wie sie zueinander finden sollen. Für die anstehenden Landtagswahlen in Hessen und Bayern, erst recht aber für die nächstes Jahr in Sachsen, Brandenburg und Thüringen lässt das Böses ahnen. Doch es geht um mehr als um eine Handvoll Wahlen: Auf dem Spiel steht die politische Kultur unseres Landes.¹

RTL/n-tv-Trendbarometer: 52% der AfD-Anhänger lehnen das politische System ab – Wahltrend: Linke +2%, AfD -2%, SPD 16%

AfD-Anhänger wollen eine andere Republik

Unter dem Eindruck der Ereignisse in Chemnitz halten mehr als die Hälfte aller Bundesbürger (52%) das Ausmaß des Rechtsextremismus‘ in Deutschland und die Gefahr rechtsextremer Gewalttaten für das wichtigste Thema – weitaus wichtiger als die Themen Zuwanderung, Rente und Donald Trump (jeweils 9%). Wer sind die Anhänger der AfD, die diese rechte Protestwelle mitträgt, und wie denken diese „Wutbürger“? Die Auswertungen der im Rahmen des RTL/n-tv-Trendbaro-meters erhobenen Daten von AfD-Anhängern sowie Wahlberechtigten ohne AfD-Präferenz belegt, dass sich die AfD-Sympathisanten erheblich von der großen Mehrheit der Wahlberechtigten nicht nur in den alten, sondern auch den neuen Bundesländern und selbst von denen in der AfD-Hochburg Sachsen unterscheiden.

So ist die AfD wie alle bisherigen rechtsradikalen Bewegungen in Deutschland eine Männer-Partei: Nur 27 Prozent ihrer gegenwärtigen Anhänger sind Frauen, 73 Prozent Männer. Weit über die Hälfte (56%) hat keinerlei kirchliche Bindungen. Die Hälfte (49%) verortet sich selbst im rechten politischen Spektrum. Über die Hälfte (52%) ist zudem mit dem im Grundgesetz verankerten demokratischen System an sich nicht zufrieden (von den übrigen Wahlberechtigten nur 20%).

Nicht bestätigt wird durch die vorliegenden Daten die häufige Vermutung, bei AfD-Anhängern handele es sich um gesellschaftlich und ökonomisch „Abgehängte“. Das Haushaltsnettoeinkommen der AfD-Anhänger ist ebenso hoch wie das der übrigen Wahlberechtigten und liegt durch-schnittlich bei über EUR 3.000,–. Obwohl es den meisten AfD-Anhängern ökonomisch nicht schlechter geht als allen Wahlberechtigten, rechnen 71 Prozent von ihnen mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland. Von den Wahlberechtigten ohne AfD-Präferenz haben deutlich weniger (37% in ganz Deutschland; 34% in Sachsen) pessimistische Wirtschaftserwartungen.

Starke fremdenfeindliche Elemente finden sich bei den Einstellungen der AfD-Anhänger gegenüber den Flüchtlingen. Während von den Wahlberechtigten ohne AfD-Präferenz nur 22 Prozent in ganz Deutschland und auch nur 23 Prozent in Sachsen angeben, die Zuwanderung verursache bei ihnen Angst, geben das 77 Prozent der AfD-Anhänger an. Und dass die Deutschen „um ihr Land kämpfen müssen“, weil „Flüchtlinge Unruhe und Gewalt in unser Land“ bringen, meinen 59 Prozent der AfD-Anhänger, aber nur 8 bzw. 10 Prozent der Wahlberechtigten ohne AfD-Präferenz in ganz Deutschland bzw. in Sachsen. Materielle Nachteile durch Flüchtlinge haben nach eigenen Angaben nur 7 Prozent aller und 8 Prozent der sächsischen Wahlberechtigten ohne AfD-Nähe gehabt, während das von AfD-Anhängern deutlich mehr (39%) angeben. Die Befürworter einer „Willkommens- bzw. Multi-Kulti-Kultur“ sind für die Mehrheit der AfD-Anhänger (51%) „Vaterlandsverräter“.

Knapp drei Viertel (71%) der AfD-Anhänger sind zudem davon überzeugt, dass die Deutschen „den Tag noch bereuen werden, an dem Merkel an die Macht kam“. Ein Drittel (33%) der AfD-Sympathisanten meint, Deutschland brauche wieder einen „starken Führer“ und ein Viertel (24%) sieht im Nationalsozialismus durchaus auch „gute Seiten“ (von allen übrigen Wahlberechtigten meinen das nur wenige – 4% in ganz Deutschland und 5% in Sachsen).

Drei Viertel der AfD-Anhänger (76%) sind auch davon überzeugt, dass die „deutschen Medien“ von „ganz oben gesteuert“ werden „und meist nur unzutreffende Meinungen“ verbreiten. Das glauben ansonsten nur 17 Prozent aller und 21 Prozent der sächsischen Wahlberechtigten. 76 Prozent der AfD-Anhänger glauben, dass die meisten Ostdeutschen die Ziele der AfD und von Pegida unterstützen – doch die vorliegenden Daten zeigen, dass dies überwiegend nicht der Fall ist.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Es zeigt sich, dass die AfD keinesfalls, wie sie vorgibt, die Meinungen der Mehrheit des Volkes repräsentiert, sondern nur die einer Minderheit, die anfällig ist für fremdenfeindliches und völkisches Gedankengut. Selbst in ihren Hochburgen im Osten des Landes denkt die große Mehrheit nicht so wie die Minderheit der AfD-Anhänger.“

SPD auf neuem Tiefstand

Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer ändern sich die Werte aller Parteien gegenüber der Vorwoche (mit Ausnahme der kleinen Splitterparteien). Verlierer der Woche: AfD (-2%punkte). Gewinner der Woche: Die Linke (+2%punkte). Union und FDP gewinnen je einen Prozentpunkt, während SPD und Grüne je einen Prozentpunkt verlieren. Bei einer Bundestagswahl ergäbe sich derzeit folgende Stimmverteilung: CDU/CSU 31 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 16 Prozent (20,5%), FDP 9 Prozent (10,7%), Grüne 15 Prozent (8,9%), Linke 10 Prozent (9,2%), AfD 14 Prozent (12,6%). 5 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 27 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8%).

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Die AfD verliert aufgrund des sich formierenden Widerstands gegen Gewalt von rechts, die Linke profitiert vom Medienecho über Sahra Wagenknechts neue Sammlungsbewegung ‚Aufstehen'“.

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.

Die Daten zur Struktur der AfD-Anhänger und ihren Einstellungen basieren auf einer Analyse von im Rahmen des RTL/n-tv-Trendbarometers im Juli und August 2018 befragten 3.820 AfD-An¬hän-gern und 11.100 Wahlberechtigten ohne AfD-Präferenz sowie einer aktuellen Befragung im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 3. – 7. 9. 2018 (2.009 Befragte, davon 1.003 in den alten Bundesländern, 303 in Sachsen und 703 in den übrigen neuen Bundesländern).²

¹Westfalen-Blatt ²Mediengruppe RTL Deutschland

3 Kommentare

  1. Anonymous

    16.09: linksextremisten marschieren wieder in Köln und wollen die Demokratie kaputt hauen. Die wollen diese Diktatur unterstützen und so zerstören sie die Demokratie hier. Aber in den Leitmedien sind das alle nette friedliche Menschen– und woln gegen den Rück nach Rechts demonstrieren— welche rRück nach Rechts? Das sind alle Bürger aus der Mitte der Gesellschaft die ihr Land so haben wollen wie es war— schön, friedlich, ohne kulturelle Kriege, usw.

    Die Leute in Köln sind im Grunde linksextreme Fanatiker die unser Land gegen die Wand fahren wollen, Grenzen aufmachen und alles reinlassen, mit einer Zunahme von Mord und Vergewaltigung als Folge der illegalen Einwanderung. Aufmarsch heisst: „Köln zeigt Haltung“: Mehr als 7000 Menschen demonstrierten gegen eine Abschottung. Politisch forderten die Veranstalter, Abschiebungen aus Köln und Nordrhein-Westfalen zu beenden. Da sind wieder die Sozialisten und Kommunisten am werkeln— wahrscheinlich Gewerkschafter und Kirchenmenschen auch dabei— ale linke Fanatiker

  2. Anonymous

    13.09: Thema Finanzen– Schuldenberg Dank Merkel und Co-
    Deutschland ist hochverschuldet- seit Jahrzehnten erzählen Schäuble, Scholz und Co, sowie Merkill natürlich dass es uns gut geht— Mumpitz, Unsinn— die Schulden wachsen und wachsen und die Merkill und Finanzminister haben gebürgt für andere hochverschuldete Euro-länder— rette sich wer sich retten kann– das geht nicht mehr lange gut. Die werden einfach Steuer weiter anheben und ggf. Guthaben einziehen um alles zu finanzieren— eine Diktatur-Tyrranei eben— wie das ist,

    — und Draghi zusammen mit Juncker- Macron – Soros und Rothschild Bankiers und Finanzminister Scholz mit seinem Goldmann-Sachs Berater an seiner Seite werden alles weiter verschlechtern— die kümmern sich nicht um die Bürger– sondern um sich selbst– es geht uns immer schlechter— mehr Altersarmut, mehr Kindearmut- mehr Wohnungslose – kaum bezahlbare Mieten usw— das ist die Politik von SPD-CDU-Grüne-Linke Regierungen die das machen— seit Jahrzehnten zerstören sie dieses Land und es geht den Menschen immer schlechter — aber die wählen diese Inkompetenten Parteien immer wieder—

    – Konsequenz: alle bisherigen etablierten Parteien möglichst dezimieren und AFD stärken— die einzige Partei der bürgerlichen Mitte mit dem Bürger im Blick— die anderen abwählen— Sitze im Bundestag , in den Landtagen , in der Kommunalpolitik reduzieren, dezimieren so dass sie kaum noch was zu sagen haben—- und AFD wählen– nur so erreichen wir eine andere Richtung.– zurück zu unseren Wurzeln als Deutsche Nation mit Grenzen und Kultur— Deutsche erhebt Euch und kämpft gegen dieses korrupte Politmafia— natürlich ohne Gewalt aber mit lautstarken vernünftigen Argumenten und mit der Wahlstimme—

    wie heisst es so schön: wer kämpft kann verlieren, aber wer nicht kämpft hat schon verloren“. Viel Glück , Patrioten.

  3. Anonymous

    Wenn das wirklich so wäre— dann müssten sie alle AFD wählen– weil— alle andere Parteien sind Teil der Politmafia um Merkel: egal ob SPD-CDU-CSU-FDP-Linke-Grüne– alles ist fast gleich- alle kritisieren andersdenkende Menschen– alle – ausser AFD –

    — bezeichnen Trauermärsche für Ermordeten als Naziaufmärsche und Rechtsradikalen– alle wollen eine andere Meinung unterdrücken ( also linksextremistische Nazitaktik benutzen) — alle wollen Grenzen fallen lassen, keine Kontrollen, die Justiz soll weiter so wie bisher kaum Gewalttätigen, Vergewaltiger , Mörder aus den illegalen Eingewanderten verurteilen–

    –Eigentlich wurde die CDU abgestraft– wir wollten Merkel nicht— aber sie hat die Zahl der möglichen Gegenkandidaten durch Intrigen dezimiert so dass die GroKo Parteien sich gefragt haben– wer solls denn sonst sein— Merkel ist eine ganz linke Tyrannin die nur die Macht haben will damit sie ihre Politik – ihre Vergewaltigung des deutschen Volgkes und der deutschen Kultur witer fortsetzen kann—

    — also wer Merkel nicht mehr will— muss alle bisherige Parteien abwählen– falls bisher irgendeine Partei außer AFD gewählt– dann diese Partei nicht mehr wählen– egal ob Kommunalpolitiker, Landtagsabgeordnete oder Bundestag— alle Parteien– ausser AFD abwählen— bzw. nur AFD wählen— die einige Partei m.E. der bürgerlichen Mitte mit dem Bürger im Blick.

    — Jetzt wollen die linksextreme Politiker — das sind die meisten—die AFD untersuchen lassen— die haben Angst ohne Ende weil sie merken dass die Büprger wach werden– die wollen versuchen die AFD zu stoppen— warum werden die Linken und Grünen nicht untersucht???— die sind verbunden mit den Terroristen der Antifa und andere linksextreme Organisationen– die SPD auch– die sollen auch untersucht werden— aber es passiert nichts weil die ganze Politmafia ist ja linksextrem—

    Hut ab vor der AFD— sie beweisen viel Mut und Courage als einzige Partei in Kampf gegen die korrupte Staatsregierung hier— weiter so AFD— wir sollen sie alle tatkräftig unterstützen— sie werden attackiert und bedroht weil sie für die Bürger kämpfen– und von wem— von den linksorientierten Personen der Grüne-Linke-SPD– eine Schande sind sie und alle die sie unterstützen.

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