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Mehrheit der SPD- und CDU-Wähler für Fortbestand der GroKo

WELT-Mentefactum-Umfrage: Kühnert als möglicher SPD-Chef beliebter als Scholz, Schwesig und Heil - nur bei den SPD-Wählern nicht

Die SPD muss sich nach dem Abgang von Parteichefin Andrea Nahles perspektivisch eine neue Führung suchen. In einer repräsentativen WELT-Mentefactum-Umfrage sprechen sich 20 Prozent der Befragten für Kevin Kühnert als neuen SPD-Chef aus, gefolgt von Olaf Scholz (15 Prozent), Manuela Schwesig (14 Prozent) und Stephan Weil (11 Prozent).

Bei den SPD-Wählern fällt die Favoritenliste aber genau umgekehrt aus: Hier wollen 33 Prozent am liebsten Stephan Weil als SPD-Chef, gefolgt von Manuela Schwesig (32 Prozent) und Olaf Scholz (14 Prozent). Kevin Kühnert landet mit nur 7 Prozent abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Insgesamt plädieren 43 Prozent der Deutschen für eine Auflösung der Großen Koalition. 41 Prozent wollen an ihr festhalten. Aber auch hier lohnt der Blick auf die Parteipräferenzen: Die Mehrheit der GroKo-Wähler möchte sie behalten: 56 Prozent der SPD-Anhänger und sogar 80 Prozent der Unionswähler äußern sich so.

Insgesamt glauben allerdings nur 35 Prozent der Deutschen, dass die GroKo auch wirklich bis 2021 hält. 49 Prozent der Befragten vermuten vorgezogene Neuwahlen.

Spätestens dann müsste sich auch die CDU für eine*n Kanzlerkandidat*in entscheiden. 30 Prozent der Deutschen würden bei Neuwahlen gerne mit Friedrich Merz als Kanzlerkandidat antreten. Im Beliebtheitsranking der Kanzlerkandidat*innen folgen dann Annegret Kramp-Karrenbauer (20 Prozent), Armin Laschet (15 Prozent), und Jens Spahn (6 Prozent).¹

Kevin Kühnert lässt Kandidatur offen – Doppelspitzevorstellbar

Juso-Chef Kevin Kühnert lässt weiterhin offen, ob er für den SPD-Vorsitz kandidieren wird.

Diese Frage sei derzeit nicht wesentlich und stelle sich ihm auch nicht, sagte Kühnert am Dienstagmorgen im rbb (radioeins). Zugleich warnte er seine Partei vor solchen Personaldebatten, die schon in der Vergangenheit „super ruinös“ gewesen seien, so Kühnert wörtlich. Die Zukunftsthemen der SPD wie Rente, Steuern und Umwelt beschäftigten ihn derzeit ausfüllend, da bleibe keine Zeit, sich über persönliche Ambitionen Gedanken zu machen.

Dass die stellvertretenden Parteivorsitzenden Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel vorerst als Trio die Parteispitze übernähmen, sei folgerichtig, so Kühnert weiter. Da dürfe aber niemand Griffe nach Macht hineininterpretieren, betonte der Berliner im radioeins-Gespräch. Der Ball sei an die Parteibasis zurückgespielt worden, die nun ihre Ideen zur Zukunft der SPD beitragen solle. Die Parteispitze dürfe jetzt nicht gleich den nächsten Schlachtplan ausrufen. Jetzt sei Kreativität ohne Denkverbote gefragt, so Kühnert. Wie schon zuvor Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller wolle auch er eine Doppelspitze als Lösung ausdrücklich nicht ausschließen, sagte Kühnert weiter.

Zu einem Verbleib der SPD in der Großen Koalition bemerkte der Juso-Chef, in der zweiten Jahreshälfte müsse Halbzeitbilanz gezogen werden, über die letztlich ein Parteitag entscheiden könnte. Kühnert wörtlich: „Ich baue keine neuen Hürden für die Große Koalition auf, sondern messe sie an dem, was sie sich vorgenommen hat.“ Über die SPD-Forderung nach einer Grundrente werde gestritten, auch beim Thema Klimaschutzgesetz bocke die Union an allen Stellen. „Für die meisten SPD-Mitglieder und auch für den Vorstand sind das die entscheidenden Punkte bei der Frage nach der Zukunft der Großen Koalition“, so Kühnert.²

¹Mentefactum/WELT ²Rundfunk Berlin-Brandenburg

2 Kommentare

  1. Anonymous

    Kühnert, die schwule Tucke, das wärs doch: er an der Spitze der Scharia-Partei, – Scharia Partei Deutschland,- würde dann endlich dieser ehemaligen Arbeiterpartei, den Todesstoß versetzten!

  2. Anonymous

    Der Kühnert???Die Leute sind voll durchgedreht

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