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Krise der CDU: Niedergang als Volkspartei

Die CDU steckt in Lebensgefahr

Die CDU war in ihrer Geschichte nie so orientierungslos wie heute. Ihr Niedergang als Volkspartei und der Aufstieg der AfD stellen die Konservativen vor Fragen, die sie nicht einmal ansatzweise beantwortet haben. Die internen Streitigkeiten darüber, ob sie in Thüringen die Einsetzung einer nur vorübergehend im Amt bleibenden rot-rot-grünen Minderheitsregierung unter Bodo Ramelow unterstützen sollten, sind hierfür bezeichnend. Und das Wahlergebnis in Hamburg zeigt einmal mehr die Schwäche, unter der die CDU in vielen Großstädten leidet. Sie steht ausschließlich auf der Seite der Besitzenden und hat keine Konzepte für den Schutz von Umwelt und Mietern.

Nun sucht die Partei eine Art Heilsbringer. Die Kandidaten für den Parteivorsitz werden sich bald erklären. Letztlich wird ein Parteitag die Personalentscheidung treffen, die auch weitreichende Folgen für die Bündnispolitik der CDU haben wird. Diese muss sich nämlich darauf einstellen, dass die Koalition mit der SPD im Bund bald keine Mehrheit mehr erhält. Als Alternative bliebe Schwarz-Grün. Mit dem Außenpolitiker Norbert Röttgen, dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet oder Gesundheitsminister Jens Spahn wäre dieses Bündnis wohl problemlos machbar. Komplizierter wird es, wenn Friedrich Merz gewinnen sollte. Der frühere Unionsfraktionschef ist als Marktradikaler das ideale Feindbild aller Linken. Die Grünen müssten sich frühzeitig entscheiden, ob sie noch zu diesem Lager gezählt werden wollen.¹

Vielen CDU-Politikern war früh klar, dass der Übergang von Angela Merkel zu einem Nachfolger an der Parteispitze schwer werden wird. Dass die Volkspartei aber Gefahr läuft, sich wie die SPD zu zerlegen – das hätten selbst Pessimisten kaum für möglich gehalten.

Merkels Favoritin Annegret Kramp-Karrenbauer wurde mehr von der eigenen Truppe als vom politischen Gegner zermürbt, und sie konnte das Vakuum nicht füllen, zwar Parteichefin, aber nicht Kanzlerkandidatin zu sein. Und worauf steuert die CDU jetzt zu? Auf genau dieselbe Crux. Erst wird wohl der Parteivorsitz und Monate später die Kanzlerkandidatur geklärt. Zeit, um auch den nächsten Vorsitzenden zu beschädigen.

Unterdessen erweist sich der CDU-Beschluss, gleichermaßen weder mit der AfD noch mit den Linken zusammenzuarbeiten, als ein von Westsicht geprägter Knebelvertrag für Landesverbände im Osten. Die Folgen sind in dem schwankenden Vorgehen der CDU in Thüringen zu bestaunen.

Die Bundespartei setzte zwei Parteien gleich, die nicht gleichzusetzen sind: Die Linke, die SED-Nachfolgepartei, beweist in Regierungsbeteiligungen von neuerdings in Bremen bis langjährig im Osten, dass sie die parlamentarische Demokratie leben will und kann. Die AfD nimmt die gegenteilige Entwicklung, sie radikalisiert sich.

Im Bund verharren die Christdemokraten in Umfragen bei 27 Prozent, in Großstädten wie Hamburg stürzen sie auf das Niveau der kleinen Parteien. Ganz gleich, wer nächster CDU-Chef wird – er muss vor allem eines können: die Menschen für diese Partei begeistern. Dafür muss die CDU aufhören, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Absehbar ist das allerdings nicht.²

¹neues deutschland ²Kristina Dunz – Rheinische Post

5 Kommentare

  1. Anonymous

    13.03. Es geht nicht nur um die CDU: die Altparteien unterscheiden sich kaum noch- CDU-CSU und FDP sind weiter nach links gerückt , man erkennt sie nicht mehr– sie haben alle fast die gleiche Meinung , mit geringen Unterschieden- das bedeutet dass im Grunde genommen haben wir hier in D mit 2 Parteien zu tun:

    die AFD als einzige Alternative und die NSDEP 8 wie ich sei nenne) aus Linke + Grüne + SPD + CDU + CSU + FDP. NSDEP klingt wie NSDAP und das ist auch so– weil die NSDAP eine linke Partei war , keine rechte Partei– die Nazis waren links, nicht rechts- S steht für sozialistisch und A für Arbeiter— die war eine sozialistische Arbeiterpartei— die Linken und Grünen sagen das nicht — aber das war so– also- Nazis und Faschisten waren und sind und bleiben links-

  2. Rabe

    Jetzt sind die Gutmenschen samt dieser erbärmlichen Altpolitiker mal wieder eingeknickt, und wollen überflüssiger Weise (es gibt ja keine Probleme Im“reichen Deutschland“) sog. Kinder nach Deutschland holen. Diese verlogene Bande, denen die Deutschen egal sind, sollten diesen fremden Müll selbst in ihr Haus aufnehmen, frage mich, wie man soviele kleine Kinder herauspicken soll, es sind doch diese minder(wertigen) jährigen, pubertärigen Miststücke, die kaum jemand will, die ich persönlich, ich spreche es nicht aus, sonstwo hin treten würde – das Mass ist übervoll und explosiv – wollen diese „Politiker“ mit ihrer Ausreizerei einen Bürgerkrieg? Es brodelt.

  3. Hans

    Merkel hat Deutschland ruiniert und die CDU trägt die Schuld.

  4. Wahrheit

    Die CDU hat es nicht begriffen und wird ebenfalls Stimmen weiter verlieren.

    • Rabe

      weg mit Merkel und Vassallen, Schleimlecker, Grünrotz, CDU, CSU, Linke SPD, die FDP-ist erst mal draussen. Diese ausgegrabenen Mumien, welche evtl. einen Kanzler stellen wollen, kann man echt vergessen. Deutschland am Abgrund!

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