Press "Enter" to skip to content

Kopftuch-Streit: Kopftuchverbot für Mädchen

Nicola Beer (FDP): Religionsfreiheit gehört zu Deutschland

Das Kopftuch ist nicht nur ein Zeichen der Religionszugehörigkeit, sondern auch ein Symbol des politischen Islam, das für die Geschlechtertrennung und die Sexualisierung von Frauen steht. Ein Symbol, das besonders befremdlich wirkt, wenn es um Kinder geht, doch die Zahl der Mädchen mit Kopftuch in Kindergärten und Grundschulen steigt. Deshalb ist die angestrebte Diskussion in NRW über ein Kopftuchverbot für Mädchen wichtig.

Der Vorstoß bringt eine Debatte in Gang, die klären muss, ob sich muslimische Mädchen ebenso frei wie muslimische Frauen frei für oder gegen ein Kopftuch entscheiden können. Doch bevor die Debatte richtig in Gang kommt, verweisen die Gegner des Vorstoßes auf den Applaus der Falschen, einer der billigsten Waffen in der politischen Auseinandersetzung. Dabei wäre es der Vorschlag der Landesregierung und vielen Organisationen wie zum Beispiel Terre des Femmes wert, ohne Polemik diskutiert zu werden. Ebenso voreilig verweisen Gegner wie schon in der Debatte um antisemitische Übergriffe in der Grundschule auf Einzelfälle, doch auch hier zieht das Argument nicht, weil Probleme benannt werden müssen, um gelöst werden zu können. Nur weil die Zahl der Mädchen mit Kopftuch nicht statistisch erfasst ist, dürfen die Notrufe von Erziehern und Lehrern nicht ignoriert werden. Wichtig ist, dass die Debatte um ein Kopftuchverbot nicht auf dem Rücken der Mädchen ausgetragen wird. Carolin Nieder-Entgelmeier – Neue Westfälische

Seit eineinhalb Jahrzehnten schwelt in Deutschland ein erbitterter Streit um etwas, das mit dem Begriff „Kopftuchverbot“ nur unvollständig umschrieben ist. Es geht ums Ganze, um Religion, Toleranz, Weltanschauung, Kulturen. Gesucht wird Religionsfrieden. Dass der leider nicht in Sicht ist – das kann, um ein provokantes, deshalb aber noch lange nicht falsches Urteil zu wagen, nicht in erster Linie deutschen Bürgern angelastet werden, die sich durch vollverschleierte Frauen im öffentlichen Raum oder Kopftuch tragende Lehrerinnen irritiert bis provoziert fühlen. Toleranz und Weltoffenheit (oder zumindest das Verständnis für selbige) kann dem Deutschland der vergangenen 30 Jahre niemand absprechen; an diesem Faktum ändern Neonazi-Umtriebe in diesem Land, wenngleich sehr bitter, nichts. Toleranz aber kann niemals Einbahnstraße sein.

Deshalb darf es hierzulande weder Parallelgesellschaften noch einen Herrschaftsanspruch der Scharia geben. Was Kopftücher angeht: Höchste deutsche und europäische Gerichte setzen der Möglichkeit, Kopftuchverbote auszusprechen, überaus enge Grenzen. Solche Urteile sind bindend. Ob sie die richtigen Maßstäbe für gegenseitige Toleranz setzen, erscheint gleichwohl zweifelhaft. Nun gibt es eine besondere Frage: Darf Mädchen unter 14, Kindern, ein Kopftuch aufgezwungen werden? Nein, um Himmels Willen. Deshalb ist ein Kopftuchverbot für muslimische Mädchen, wie in NRW erwogen, ein richtiger Ansatz. Staatliche Verbote sind stets heikel. Aber für einen selbstbewussten Staat darf es andererseits auch nicht verboten sein, etwas zu verbieten. Reinhard Breidenbach – Allgemeine Zeitung Mainz

In der Debatte um das Kopftuchverbot für kleine Mädchen hilft vielleicht der Standpunkt liberaler Muslime weiter, denn sie sind frei jeden Verdachtes des Anti-Islamismus. Und sie unterstützen die Gesetzesinitiative der NRW-FDP: kein Kopftuch an Kitas und Grundschulen. Außer im Kinderkarneval.

Ja, das ist ein Eingriff in die elterliche Erziehungsfreiheit. Aber er schützt die betroffenen Mädchen auch vor genau diesen Eltern, er ist im Interesse ihrer Freiheit. Denn die meisten Mädchen werden sich kaum freiwillig für diese Symbole entschieden haben, so wenig, wie sie freiwillig auf Schwimmunterricht verzichten, bloß weil auch kleine Jungs im Wasser sind. Nur ein klares Verbot bewahrt die Kitas und Schulen vor Konflikten um die Religion, die in dieser Altersklasse wahrlich noch keine Rolle spielen sollten. Das Kopftuch für so kleine Mädchen, das derzeit offenbar in Mode kommt, ist eine Demonstration des politischen Islam und ein Ausdruck der Abgrenzung vom Rest der Gesellschaft. Also auch ein Integrationshindernis.

Was die Mädchen ab 14 machen, wenn für jeden die Religionsmündigkeit gilt, ist dann aber ihre Sache. Westfalen-Blatt

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer: „Die Religionsfreiheit gehört zu Deutschland. Sie gilt für Juden, Buddhisten, Christen, Hindus und natürlich auch Muslime, die hier leben. Sogar für Atheisten. Die Religionsfreiheit ist Teil unserer Werteordnung, unseres Grundgesetzes. Wer sich auf diese Freiheit beruft, hat daher genauso alle anderen Werte des Grundgesetzes anzuerkennen. Ohne Wenn und Aber. Dieser Aspekt kommt mir meistens zu kurz.“

7 Kommentare

  1. MartinMub

    Hi All im rookie here. Good post! Thx! Thx!

  2. Reinhard Moysich

    Für Weltanschauungsmündigkeit ab 18 Jahren.

    Ich finde, das Kopftuch-Problem sollte in einem größeren Zusammenhang gesehen werden.
    Wie ein Mensch die Welt anschaut – ob z.B. religiös oder nichtreligiös – ist eine so grundlegend wichtige Angelegenheit, dass die Entscheidung darüber, ob man sich einer bestimmten Weltanschauungsgemeinschaft anschließt, erst bewusst mit 18 Jahren mit voller Verantwortung getroffen werden sollte. Dann wäre noch immer Gelegenheit, sich z.B. taufen oder beschneiden zu lassen, ein Kopftuch zu tragen bzw. Mitglied einer nichtreligiösen (z.B. humanistischen oder atheistischen) Weltanschauungsgemeinschaft zu werden.
    In den Jahren davor wäre es die Aufgabe von Eltern wie Staat, dem heranwachsenden Menschen möglichst viel emotionale und verstandesmäßige Unterstützung zu geben, mit den Schwierigkeiten des Lebens zurechtzukommen und einen tragenden Sinn im Leben zu finden.
    Hierbei sollte ein für alle Schüler verbindlicher Weltanschauungsunterricht den bisherigen sehr einseitigen, äußerst ungerechten und den Klassenverband spaltenden Religionsunterricht ablösen. Es sollte dabei möglichst objektiv über die wichtigsten religiösen wie nichtreligiösen Weltanschauungen informiert werden, so dass die Schüler dann nach und nach zu einer eigenständigen, selbst verantworteten Weltanschauung auf dem Boden der Menschenrechte gelangen könnten.

  3. F. Seidel

    Der Islam soll nach Ansicht von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt für Deutschland kulturell nicht prägend werden.

    „Muslime, die sich in unsere Gesellschaft integrieren wollen, sind Teil unseres Landes, aber der Islam gehört nicht zu Deutschland“, sagte Dobrindt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Er ist für unser Land kulturell nicht prägend und er soll es auch nicht werden.“
    Alexander Dobrindt: Islam fehlt die Aufklärung

    Dobrindt betonte, dem Islam fehle das, was für das Christentum die Aufklärung gewesen sei – mit all ihren positiven Rückwirkungen auf Glauben, Recht und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

    „Kein islamisches Land auf der ganzen Welt hat eine vergleichbare demokratische Kultur entwickelt, wie wir dies in christlichen Ländern kennen.“ Dobrindt sagte weiter: „Unsere Vorstellungen von Toleranz und Nächstenliebe, von Freiheit, von Leistungs- und Chancengerechtigkeit finden sich so in der islamischen Welt nicht wieder.“
    Richtig so Herr Dobrindt!

  4. Hans

    Drei circa zehn Jahre alte Kinder haben eine Frau (70) in Essen-Katernberg überfallen. Wie die Polizei mitteilte, war die Seniorin am Dienstag gegen 12 Uhr auf ihrem Fahrrad auf der Ückendorfer Straße in Richtung Gelsenkirchener Straße unterwegs.
    Die Jungen nahmen die Geldbörse und das Smartphone aus der Handtasche und flüchteten über die Bergebuschstraße und von dort in die Straße Pfingstborn. Eine Zeugin fand dort in Höhe der Hausnummer 19 den Personalausweis der Frau.
    Die Räuber sind circa zehn Jahre alt und circa 1,50 Meter groß.

    Die Polizei teilte mit: „Sie haben ein südländisches Aussehen und schwarze, kurze Haare“.

    Scheiß Kanacken, es wird immer schlimmer!
    Danke Merkel!!!

  5. Anonymous

    Der grösste Teil der Moslems ist strunzdumm und beratungsresistent; diese Frauen kapieren gar nicht das ein Kopftuch ein Zeichen der Unterdrückung ist!

  6. reiner

    Kopftuchverbot richtig. Ich war in Istanbul und habe mich gewundert, wie wenige dort mit Kopftuch rumlaufen. In Deutschland ist es echt ein politisches Zeichen. Nicht mehr so viel reden , einfach durchsetzen, sonst reden wir noch in 10 Jahren darüber.
    Der Bürger möchte endlich Fakten sehen.

    • Ane

      Die meisten Kopftuchträgerinnen stammen aus den Dörfern. Dort können Sie weder lesen noch schreiben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

BZ Medienholding Ltd ©1998 - 2018