Horst Seehofer im stern: Jamaika „eine Chance für die CSU“

Neuwahlen willkommen

CSU-Chef Horst Seehofer sieht in einer Jamaika-Koalition eine attraktive Perspektive für seine Partei. Ein Regierungsbündnis mit Grünen und FDP könne „eine Chance für die CSU sein“, sagt Seehofer im aktuellen stern.

Veröffentlicht am Dienstag, 07.11.2017, 15:06 von Domenikus Gadermann

Menschen in ländlichen Regionen dürfe seine Partei niemals vergessen. „Aber es geht auch um unsere Anschluss- und Dialogfähigkeit zu den modernen, urbanen Milieus. Die sind zumindest liberal und grün angehaucht. Wir müssen als Volkspartei Fühlung zu diesen Menschen halten. Insofern kann Jamaika auch ein Chance für die CSU sein.“

Seehofer verweist darauf, dass seine Partei bei der Bundestagswahl vor allem in den Ballungsräumen schlecht abgeschnitten habe. „Wir haben ein Riesen-Großstadt-Problem, das kann auf Dauer zur existenziellen Bedrohung für die CSU werden.“

Eine Jamaika-Koalition sei allerdings „ein Werkstück, das viel Geduld erfordert“, so Seehofer weiter. In der Flüchtlings- und Einwanderungspolitik könne er bei den Verhandlungen in Berlin kaum Zugeständnisse machen, betont der CSU-Chef: „Unser Spielraum ist da sehr gering.“

Scharf kritisiert Seehofer das Verhalten zahlreicher, auch einflussreicher Mitglieder seiner Partei, die ihn seit Wochen auffordern, den Weg für seine Nachfolge in den Ämtern des CSU-Chefs und bayerischen Ministerpräsidenten frei zu machen: „Andere haben nach der Bundestagswahl klüger reagiert“, so Seehofer. „Die SPD ist zusammengerückt und hat weiter gekämpft. Und drei Wochen später haben die Genossen die Wahl in Niedersachsen gewonnen.“ Sabine Grüngreiff – Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation

Niedersachsens Grünen-Fraktionschefin hält Jamaika für „nicht vermittelbar“ und attackiert Landes-CDU

Piel wirft der CDU einen schlechten menschlichen Umgang vor

Die niedersächsische Grünen-Fraktionschefin Anja Piel sieht keinerlei Chance auf eine Koalition von CDU, FDP und Grünen im Land: „Jamaika ist für die grüne Parteibasis nicht vermittelbar“, sagte Piel der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Ich kann mir keinen Grünen-Parteitag vorstellen, bei dem wir nach den vergangenen viereinhalb Jahren einen Koalitionsvertrag mit der CDU verabschieden. Wir haben mit der CDU keine Vertrauensbasis mehr“, erklärte die Spitzenkandidatin der Partei zur Landtagswahl. Der „schlechte Stil“ und persönliche Angriffe seitens der CDU hätten sich durch die gesamte Legislaturperiode gezogen.

Piel kritisierte die Reaktion von CDU-Landeschef Bernd Althusmann auf die Rückzugsankündigung von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) als „unsäglichen Totalverriss“. „Das ist eine Qualität des menschlichen Umgangs, mit der ich persönlich nichts zu tun haben möchte“, sagte Piel. Die Verhandlungen über ein Jamaika-Bündnis in Berlin verteidigte Piel hingegen. „Die Kanzlerin genießt auch bei der grünen Wählerschaft Anerkennung.“ Zwischen dem Stil von Angela Merkel und dem der CDU-Landespolitiker Björn Thümler, Jens Nacke, Ulf Thiele und Bernd Althusmann lägen „Welten“, sagte sie. Neue Osnabrücker Zeitung

Alice Weidel: Jamaika versagt, Neuwahlen willkommen

Zur Äußerung von Angela Merkel, jetzt besser nicht über Neuwahlen zu sprechen, erklärt die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel: „Die Jamaika-Sondierungen kommen seit Wochen keinen Millimeter voran. Mehr als nettes Winken vom Balkon passiert dort nicht. Meine Erwartungen diesbezüglich sind mittlerweile auf dem Nullpunkt angelangt. Keine der sondierenden Parteien hat bisher auch nur einen einzigen substantiellen inhaltlichen Punkt gemacht.

Jetzt äußert sich Angela Merkel erstmals, indem sie ihren Parteifreunden einen Maulkorb zum Thema Neuwahlen verpassen möchte: Man solle bloß nicht über Neuwahlen spekulieren. Natürlich müssen wir über Neuwahlen angesichts des Jamaika-Versagens sprechen! Aus Angela Merkel spricht lediglich die blanke Angst bei Neuwahlen noch mehr Prozente zu verlieren.

Wir als AfD haben keine Angst, sondern würden uns über Neuwahlen sehr freuen – denn augenscheinlich ist keine der anderen Parteien fähig, den Wählerauftrag zu erfüllen und eine vernünftige Regierungskoalition zu bilden.“ Alternative für Deutschland

2 Meinungen bis jetzt. Fühlen Sie sich frei der Diskussion beizutreten.

  1. Anonymous Donnerstag, 9. November 2017, 22:32 um 22:32 - Reply

    Merkel,

    verantwortungsbewußte Bürger erkennen zunehmend, daß Sie mit Hilfe der Medien die Bevölkerung bezüglich Ihrer politischen Absichten täuschen. Sie bekämpfen islamkritische Politiker, die sich für die Erhaltung des demokratischen Rechtsstaates engagieren.

    Es ist hinreichend belegbar, daß Sie ein islamisches Deutschland wollen:

    1. Sie haben den verfassungswidrigen Islam legitimiert und zum Bestandteil Deutschlands erklärt.
    2. Unter Ihrer Regierung ist die islamische Scharia in unsere Rechtssprechung eingedrungen.
    3. Unter Ihrer Regierung sind eine islamische Subkultur und islamische Stadtviertel entstanden, die der deutschen Gerichtsbarkeit entzogen sind.
    4. Unter Ihrer Regierung sind islamische Lehrstühle entstanden.
    5. Unter Ihrer Regierung wurde islamischer Schulunterricht eingeführt.
    6. Unter Ihrer Regierung werden christliche Elemente aus dem öffentlichen Leben verdrängt.
    7. Unter Ihrer Regierung hat die CDU ihre christlichen Prinzipien aufgegeben.
    8. Unter Ihrer Regierung macht die CDU mit einer von einem Moslem geleiteten Partei (Grüne) gemeinsame Sache.
    9. Unter Ihrer Regierung hat die islamische Kriminalität stark zugenommen.
    10. Unter Ihrer Regierung werden in Deutschland Juden von Moslems verfolgt.
    11. Unter Ihrer Regierung belastet der Islam zunehmend unser Sozialsystem.
    12. Unter Ihrer Regierung prägt die islamische Mode zunehmend das Bild der Öffentlichkeit.
    13. Unter Ihrer Regierung sind islamische Speisevorschriften in öffentliche Einrichtungen eingedrungen.
    14. Unter Ihrer Regierung werden Politik und öffentliche Einrichtungen vom Islam unterwandert.
    15. Unter Ihrer Regierung erfolgt eine unkontrollierte Immigration von Moslems.

  2. Anonymous Dienstag, 7. November 2017, 23:23 um 23:23 - Reply

    Seehofer ist nur ein Maulheld, es wird Zeit für den Ruhestand!

Ihre Meinung ist wichtig!