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Gegen Hacker wappnen: Seehofers neue Besonnenheit

IT-Sicherheit höhere Priorität geben

Damit das BSI tatsächlich im Kampf gegen die Hacker bestehen und die Bürger wie die Organe des Staates umfassend schützen kann, muss es personell wie technisch entsprechend ausgerüstet werden. Das kostet, zumal die qualifizierten IT-Experten auch von Arbeitgebern in der freien Wirtschaft heiß begehrt sind. Eine Atempause gibt es ohnehin nicht. Das Katz-und-Maus-Spiel wird weitergehen. Denn im Zeitalter der Digitalisierung sind Daten das neue Gold. Das weckt Begehrlichkeiten und setzt kriminelle Energie frei, die umfassend bekämpft werden muss.¹

Die gute Nachricht ist: Als die Ermittlungsmaschinerie des Staates gegen den Datenklauer im Internet endlich auf Hochtouren lief, war der Täter rasch überführt. Gerade einmal 48 Stunden haben die Ermittler benötigt, um den jungen Hacker ausfindig zu machen. Das ist vor allem ein Erfolg der hochprofessionellen Arbeit des Bundeskriminalamtes und anderer Behörden von Bund und Ländern, die akribisch allen Spuren im digitalen Netz und in der analogen Welt nachgingen. Die schlechte Nachricht allerdings ist, dass der 20-jährige Hesse wochenlang wie in einem Adventskalender täglich immer neue Daten über Politiker, Künstler oder Journalisten ins Netz stellen konnte, ohne dass die Sicherheitsbehörden Wind davon bekamen beziehungsweise die Brisanz des Datenleaks erkannten. Erst der Kollege Zufall brachte sie in Bewegung. Hier muss noch gründlich nachgearbeitet werden.

Die Bürger und staatliche Institutionen brauchen ein wirksames Früherkennungs- und Frühwarnsystem gegen kriminelle Angriffe auf ihre Daten in sozialen Netzen und anderswo. Eine wirksame Vorsorge gegen das Ausspähen von Daten, gegen das Abfischen von eigentlich geheimen Passwörtern etwa, ist aber nicht nur dringlich, weil nun einige hundert Promis ins Visier eines Hackers gerieten, sondern weil diesem kriminellen Treiben im Netz potenziell Millionen Nutzer ausgesetzt sind. Ob es um das Ausforschen von Kontozugangsdaten, Kundendaten bei Online-Händlern, Mediendiensten und anderem mehr geht. Die schöne, neue, bequeme Digital-Welt birgt leider auch einige Gefahren und Sicherheitsrisiken in sich. Umso besser man diese kennt, umso effizienter kann man sich wappnen. Insofern sollte der jüngste Datenklau auch ein Weckruf an uns alle sein. Für mehr Achtsamkeit, mehr Sorgfalt im Umgang mit den digitalen Medien. Twitter, Facebook, Instagram und Co. können tolle Möglichkeiten der Kommunikation sein. Jeder sollte sie allerdings auch verantwortungsbewusst und überlegt nutzen.

Im Grunde gilt der Satz: Das Internet vergisst nichts. Einmal versendet, kann nichts zurückgeholt werden. Dabei waren die jetzigen Vorfälle, verursacht offenbar von einem einzelnen jungen Nerd, der die Tragweite seines Tuns nicht überblicken konnte, noch vergleichsweise wenig gravierend. Doch dieser Fall ist nicht der erste und er wird auch nicht der letzte dieser Art sein. In diesem Jahr stehen mit der Europawahl im Mai und gleich vier Landtags- sowie Kommunalwahlen wichtige demokratische Entscheidungen an. Hochprofessionelle Hacker, Social-Bot-Betreiber, „nichtbefreundete“ Geheimdienste und andere zwielichtige Quellen aus dem Ausland werden wahrscheinlich viel raffinierter versuchen, ihren Einfluss im Internet auszuüben, Stimmung gegen demokratische Parteien, gegen die Europäische Union zu machen. Die deutschen Sicherheits-Behörden sollten sich gründlich und rasch darauf vorbereiten. Und zwar mit den jetzigen Kräften. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat, anders als es die kurzschlüssige Kritik einiger Medien und Oppositionspolitiker unterstellt, in diesem Fall besonnen und zielorientiert gehandelt.

Er hat sich weder in die Arbeit seiner Experten eingemischt, noch suchte er mit vorschnellen Ankündigungen und orakelhaften Spekulationen den Weg in die Öffentlichkeit. Das war beim Noch-CSU-Chef auch schon mal anders. Es könnte ja sein, dass Seehofer nun endlich „nur“ noch seinen Ministerjob machen will. In zehn Tagen ist er den Parteivorsitz los. Genug zu tun bleibt dem Innen-, Bau- und Heimatminister aber allemal. Er könnte sich, befreit vom engen Korsett der CSU-Parteipolitik, ganz den gewaltigen Herausforderungen seines Ministeramtes widmen. Das wäre dann mal eine wirklich gute Nachricht.²

¹Straubinger Tagblatt ²Reinhard Zweigler – Mittelbayerische Zeitung

3 Kommentare

  1. Anonymous

    11.01: Seehofer, Minister, IT Sicherheit
    Man sieht wie inkompetent der Minister sind: warum hat bisher kein er Innenminister dafür gesorgt dass so etwas nicht passiert??? >> weil sie auf ihren Däumchen sitzen, nichts tun ausser labbern und sacken dann super Gehälter und Pensionen dafür ein >>> die sollen sich alle schämen dafür, dass so etwas hier passiert.

    Aber auch die anderen Minister, sowohl im Bundestag als auch in den Landtagen: diese Unfähigen bekommen ihre Pöstchen nicht weil sie gut sind und Ahnung vom Ressort haben— sie bekommen es nur weil sie in der Partei sind– die Leute haben meistens Nullahnung von dem Ressort den sie führen sollen—schautmal wie Frau von der Leyen die Bundeswehr kaputt kriegt, und Abermillionen versenkt , möglicherweise Geld an Freunde in der Wirtschaft absiphonieöt— die Untersuchung wurde gross angekündigt aber jetzt total vergessen— es passiert nichts.. es gibt keine Konsequenzen– sie bleiben immer in Amt auch wenn sie lügen, betrügen, Scheissse bauen, usw—das ist eine Politmafia—

    deswegen werden auch keine Mitglieder dieser Mafia verpfiffen– weil sie wohl alle Dreck am Stecken haben– und wenn der eine aussagt– dann sagt der nächste aus gegen den, usw, usw– und die Richter sind m.E. sowieso mit in der Mafia dabei so dass auch wenn es zu einem Prozess käme— meistens nicht– dann gibts Freispruch–

    aber wenn ich meine GEZ Gebühren nicht zahle– dann komme ich ins Knast— so sieht das hier aus—

  2. Anonymous

    Seehofer ist inkompetent, selbstgefällig, ein Opportunist der übelsten Sorte wie Merz, und dabei kann er nichts– er hat noch nie etwas vernünftiges zustande gebracht— der soll zurück in den Bayerischen Wald gehen und die Felder bestellen oder Kühe melken—wenn er das vom IQ hier überhaupt schafft — abartig– typischer Politiker der meisten Parteien in Deutschland- viel Unsinn plappern, nichts erledigen, immer me schwafeln ohne eine klare Aussage zu machen

    • Anonymous

      Nur ein Wort: NIETE.

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