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Franziska Giffey (SPD) stolpert über „Schöne Aberkennung der Doktorwürde wegen Plagiats Gesetz“

Rohrkrepierer: Eine Partei am Abgrund

Es hat den Anschein, als wüsste Franziska Giffey schon, dass ihr die Doktorwürde aberkannt wird. Jedenfalls gibt es keinen anderen Grund, zum jetzigen Zeitpunkt schon den Rücktritt als Familienministerin anzukündigen – für den Fall der Fälle, den sie offenbar kommen sieht. Für die SPD ist Giffeys Absage ein Rückschlag. Galt sie doch im Gespann mit Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil als beste Lösung an der Spitze der sich selbst schindenden Sozialdemokraten. Vielleicht muss es Weil nun alleine machen – oder mit Manuela Schwesig.

Giffey wäre gut beraten gewesen, ihren Doktortitel ruhen und ihre Promotionsarbeit nicht nur prüfen zu lassen. Denn schon früh hieß es, dass die Vorwürfe schwerer seien als die gegen Ex-Wissenschaftsministerin Annette Schavan (CDU). Unerklärlich ist, dass die Freie Universität Berlin bislang nicht fähig gewesen ist, zu einem Ergebnis zu kommen. Giffeys möglicher Rücktritt als Ministerin könnte – fiele er zeitlich in die Phase des SPD-Parteitags Anfang Dezember – wie ein Verstärker wirken: für den Austritt der SPD aus der Großen Koalition.¹

Kennen Sie Maier? Robert Maier mit ai? Selbst die allermeisten Mitglieder der SPD werden die Frage mit Nein beantworten. Maier hat sich ihnen jetzt als neuer SPD-Vorsitzender angedient. Wie zuvor schon Politrentner Hans Wallow (müssen Sie erst recht nicht kennen), Michael Roth und Christina Kampmann (könnte man kennen), der Bautzener Oberbürgermeister Alexander Ahrens und seine Flensburger OB-Kollegin Simone Lange (kennt man seit ihrer Kandidatur gegen Andrea Nahles) sowie Nina Scheer und Karl Lauterbach (kennt man wegen seiner Fliege) und Gesine Schwan (kennt man von diversen Bundespräsidentenwahlen).

Man muss sich über diese Kandidaten nicht erheben. Sie alle wollen ihre Partei vor dem Untergang bewahren. Eine Chance dazu aber hat keine/r von ihnen. Und so droht aus dem Doppel-Coup „wir können auch Basisdemokratie“ und „wir können auch Doppelspitze“ ein Rohrkrepierer zu werden. Die SPD braucht nämlich nicht nur einen oder zwei Vorsitzende, die man kennt. Sie braucht nötiger denn je Führung. Die Ministerpräsidenten Stephan Weil und Malu Dreyer oder Familienministerin Franziska Giffey sind solche Führungsfiguren, denen man den schwierigsten Job der Nachkriegszeit zutrauen kann. Weil aber zaudert (weil er ein Zauderer ist), Giffey zaudert (weil ihr Doktortitel infrage steht) und Malu Dreyer hat sich selbst aus dem Rennen genommen. Obwohl sie mit Alexander Schweitzer in Mainz einen Fraktionsvorsitzenden hat, der sie von einem Tag auf den anderen als Ministerpräsident beerben kann. So wird das nichts mit der Rettung der SPD.²

¹Westfalen-Blatt ²Allgemeine Zeitung Mainz

4 Kommentare

  1. Nicht Jane Doe, John Doe

    Auf mich macht die SPD den Eindruck einer Partei, die immer noch nicht begriffen hat, dass sie bereits jetzt schon Geschichte, Vergangenheit ist.
    Es ist als würde man auf einem gesunkenen Schiff jetzt jeden der des Weges kommt zum Kapitän ernennen, aber zur Beruhigung die CDU macht es nicht besser, nach zwei Despoten die systematisch eine demokratische Partei in eine autokratische Partei umgewandelt haben, geht auch hier das Boot unter, das einzige Rettungsboot ist mit einer Person besetzt, Angela Merkel.
    Und nun muss ich alle um Entschuldigung bitten, es gibt eine Filmaufnahme in der Hitler vor dem Führerbunker einem HJ Jungen die Wange tätschelt. Er wusste, dass alles verloren ist. Daran erinnert mich Angela Merkel und wie der eben erwähnte, kann sie kein Deutschland ohne ihre Person dulden.

    • Anonymous

      Treffender Vergleich! – Auch Hitler war wie IM Erika größtenwahnsinnig!- Frau Merkel gehört unter ärztliche Aufsicht!

  2. Kurt

    Betrug bleibt Betrug.
    Und betrüger haben rein gar nichts in der Politik zu suchen.
    Also weg mit ihr.
    Wenn man aber nur auf anständige Leute setzen würde, dann würde wohl von allen Parteien kaum einer der bisherigen MdBs dort verbleiben….
    Und das ist die größte Schande!

  3. Anonymous

    Schade um die nette Frau Giffey.
    Ohne Doktortitel wäre sie besser
    dran. Es sei denn, die Prüfer
    machen das wie bei einer hoch-
    rangigen Europa-Politikerein;
    dann wäre noch Hoffnung.

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