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Die CDU wählt das Risiko

Suche nach einem neuen CDU-Chef: Vorteil für Armin Laschet

Die CDU macht es spannend, ob sie vor der Bundestagswahl noch einmal zur Ruhe kommt. Auf dem Sonderparteitag Ende April wählt sie den Nachfolger der zermürbten und vorzeitig scheidenden Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. Weil das aber als „Nachwahl“ deklariert wird, bleibt es bei der turnusgemäßen Vorstandswahl im Dezember, inklusive Wahl des Parteichefs. Schon wieder. Die für viele Bürger abstoßende Dauerbeschäftigung mit Personalfragen bleibt der Volkspartei damit 2020 erhalten. Denn bis zum Schluss wird es Spekulationen geben, ob im Dezember nicht doch jemand gegen den neuen Vorsitzenden antreten wird. Den Verzicht auf eine erneute Kandidatur haben sich ja nur die jetzigen prominenten Bewerber nach einer Niederlage im April versprochen.

Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, was die große Volkspartei riskiert. Sicher, der Sieger im April kann der große Star werden und im Dezember über 90 Prozent der Stimmen bekommen. Er kann in dieser politisch so hart umkämpften Zeit aber auch Fehler machen und mit einem schlechten Ergebnis bestraft werden. Das wäre dann der Mann, der geschwächt für die CDU nach der Kanzlerkandidatur greifen oder sie jemand anderem überlassen müsste. Vielleicht aber kommt es auch zu einer erneuten Kampfkandidatur – und die CDU nicht aus der Krise heraus.

Mehr Sicherheit und Selbstbewusstsein hätte das Verfahren gegeben, nach dem Sonderparteitag im April den Rest des Vorstands im Dezember und das ganze Gremium nach der Bundestagswahl neu zu wählen. Bis dahin wäre auch erwiesen, ob der neue Parteichef den Machtanspruch der CDU erfüllt und die Union im Kanzleramt hält – oder sie in die Opposition stürzt. Letzteres dürfte ohnehin zur Neuwahl des Vorsitzenden führen.¹

Friedrich Merz punktet zwar bei schönem Wetter und bei geladenen Gästen. Aber der andere ist doch stärker. Nicht nur erfolgreicher Ministerpräsident, und das auch bei Regen, sondern auch in der Partei aktiv ohne längere Pause. Im Gespräch fähig, zuzuhören, man fühlt es durch den Fernseher hindurch. Differenziert in der Sache, fein und nicht feindselig. Polarisiert nicht künstlich, und das will man ja in diesen stürmischen Zeiten. Fähig zur Partnerschaft, das könnte wichtig werden in der Zukunft. Und das nach rückwärts Gewandte, was ihm der andere andrehen will, gilt das nicht eher für den selbst, wo er doch so viele alte Rechnungen offen hat? (…) Tipp: Deutlich für Armin Laschet, wenn nicht noch Ungewöhnliches passiert.²

¹Kristina Dunz – Rheinische Post ²Straubinger Tagblatt

1 Kommentar

  1. Anonymous

    CDU hat fertig: nur Opportunisten wie Merz, oder merkelhörige Idioten wie Laschet, oder Inkompetente wie Röttgen, AKK ist sowieso mehr Putzfrau als Politikerin— letzter Abschaum in der Mülltonne — wie Linke-Grüne-SPD- CSU und FDP

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