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Debatte über Kanzlerkandidatur: AKK (CDU) hat es nicht drauf

AKK verheddert sich in der K-Frage

Die Union tut sich schwer, sich wieder daran gewöhnen zu müssen, ohne Angela Merkel an der Spitze in den Wahlkampf zu ziehen. Die eiskalte Schulter, die die parteientrückte Endzeit-Kanzlerin ihrer gerupften CDU bei der Europawahl gezeigt hat, lässt die Vermutung zu, dass der Wechsel an die Parteispitze für einen stattlichen Teil der Wählerschaft durchaus gewöhnungsbedürftig ist. Ganz so reibungslos, wie man es sich in der CDU reichlich naiv vorgemacht hat, wird die Verteidigung des Kanzleramts mit einem neuen Kandidaten oder Annegret Kramp-Karrenbauer jedenfalls nicht. Noch hält die Vorsitzende kein mitreißendes Rezept bereit, wie die CDU angeschlagen auf eine frische ökopopulistische Begeisterung reagieren soll.¹

Wann gab es zuletzt Aufbruchstimmung in der CDU? 2003 vielleicht. Damals rief die Oppositionsführerin Angela Merkel auf dem Reformparteitag in Leipzig „die zweiten Gründerjahre unserer Republik“ aus. 16 Jahre später hat die Kanzlerin das Land souverän durch viele Krisen gesteuert, aber die Leute innenpolitisch müde regiert. Kein Aufbruch, nirgends. Merkels Abschied als Parteichefin war folgerichtig. Ihre Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer schrumpft die CDU durch Pannen und Profillosigkeit weiter. Nun hat AKK sogar eine Debatte um die Kanzlerkandidatur am Hals, die es in der Hierarchie-geprägten Partei nur dann gibt, wenn wirklich alles im Argen liegt. Kramp-Karrenbauer hat im Dezember souverän gegen namhafte Wettbewerber den Vorsitz erstritten. Sechs Monate später muss sogar Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus öffentlich die Eignung der Vorsitzenden als Kanzlerkandidatin betonen, was den Autoritätsverfall nur beschleunigt.

Von ihren Stellvertretern fallen drei als Prätorianergarde aus, sie haben eigene Baustellen. Der eine (Strobl) fürchtet in seinem Verband die Abwahl, die andere (Klöckner) hat in ihrem Amt Ärger, und der Dritte (Laschet) geht auf Distanz zu seiner früheren Vertrauten, weil er selbst von ihrem Sturz profitieren könnte. Die JU in Hessen fordert derweil offen den Rückzug von Kramp-Karrenbauers wichtigsten Vertrauten. Die CDU wird der SPD immer ähnlicher. AKK muss das Verfahren zur K-Frage an sich ziehen, wenn sie das Jahr im Amt überstehen will. Und sie muss ihrer Partei erklären, wohin sie die CDU führen will. Ein bisschen mehr CSU in der Innen-, ein bisschen mehr Grüne in der Umweltpolitik reicht nicht. Welche Ideen zur Sicherung des Wohlstands hat sie für ein Land, das zwischen den USA und China zerrieben zu werden droht? Man wüsste es gerne.²

Joschka Fischer attackiert CDU-Chefin: „Kohl würde sich im Grabe umdrehen“

Der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hat der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer vorgeworfen, das europapolitische Erbe von Helmut Kohl zu verraten. „Offensichtlich hat die christdemokratische Union mit Europa und mit der deutsch-französischen Beziehung mittlerweile ein Problem. Ich werde wehmütig beim Gedanken an den großen Europäer Helmut Kohl“, sagte Fischer in einem Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“.³

¹Stuttgarter Nachrichten ²Michael Bröcker – Rheinische Post ³Der Tagesspiegel

2 Kommentare

  1. Manfred

    Was die Blut-Raute noch nicht erledigt hat, – Untergang des deutschen Volkes,- wird AKK, genauso von Soros fern gesteuert, wie der sprechende Hosenanzug, beenden! – Nur die AFD kann Deutschland noch retten!.-

  2. Anonymous

    Mit AKK gehen wir unter mit Jack‘ und Büx.

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