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Das dauert noch – Zum Impfgipfel und Corona

Bitte kein Windhundrennen

Geimpfte können trotz Corona-Beschränkungen wieder mehr Freiheit genießen: Einkaufen oder Essen gehen zum Beispiel oder einen Kurzurlaub antreten. Das ist die Verheißung. Die Realität dagegen: Brandenburg und Sachsen gehören, was den Anteil der Erstgeimpften gegen Corona angeht, zu den Schlusslichtern in Deutschland.

Hinzu kommen unterschiedliche Impfregeln: Astrazeneca gibt’s in Sachsen und Berlin – soweit vorrätig – für alle Impfwilligen, in Brandenburg aber nicht. Sowohl der schleppende Impferfolg, abhängig von mehr oder weniger verlässlichen Lieferungen der Pharmafirmen wie Biontech/Pfizer, Moderna, Johnson & Johnson oder eben Astrazenca, als auch eigenwillige Verordnungen zeugen nicht von gutem Krisenmanagement.

Eine Schätzung des Berliner Senats besagt, dass im Juni 2021 vielleicht 50 Prozent der Hauptstädter geimpft sein werden. Ähnliches ist für Brandenburg und Sachsen anzunehmen; und beim Impfgipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) jetzt versprochen: Bis dahin soll jeder einen Impftermin buchen können. Mehr Freiheiten für die Mehrheit also voraussichtlich erst im Spätsommer.

Ausgehwillige, Sportlerinnen und Kulturfreunde müssen Geduld beweisen; Inhaber von Läden, Restaurants und Kinos brauchen weiterhin einen langen Atem – und in vielen Fällen Nothilfe vom Staat. Negative Corona-Tests, die ebenfalls Zugang zu Konsum und Dienstleistungen ermöglichen, bleiben notwendig. Nur langsam wird’s wirklich besser.¹

Der Impfgipfel! Er hat gekreißt. Und was ist herausgekommen? Mit der Kanzlerin gesprochen: „Es war wichtig, dass wir das mal diskutiert haben.“ Nämlich die Frage, welche entzogenen Grundrechte man Geimpften wieder zuteilen könnte.

Allein schon diese Debatte, mit hehren verfassungsrechtlichen Argumenten geführt, setzt die noch nicht Geimpften unter gewaltigen Druck. Diesen Druck werden Ärzte bei der Nachfrage nach den Injektionen spüren.

Denn die Motivation der potenziellen Impflinge ist doch nicht das größte Problem. Viel wichtiger wäre es, festzulegen, wie sie behandelt werden können.

Konkret: Soweit aus den Ländern Daten dazu vorliegen, wurde bislang nur gut die Hälfte der Einwohner ab 60 Jahren zumindest einmal geimpft. Auch wenn sie komplett versorgt sind, bleibt die sogenannte Gruppe 6: alle Erwachsenen unter 60 ohne besondere Risikofaktoren und berufliche Exposition. Das sind sage und schreibe 45 Millionen Menschen, die sich bei Arztpraxen und Betriebsmedizinern vorstellen sollen. Dort stehen im Mai knapp 1,6, im Juni durchschnittlich 3,5 Millionen Impfdosen pro Woche zur Verfügung. Das sollte bedenken, wer sich auf das nun angekündigte Ende der Priorisierung freut.

Jeder, sagt die Kanzlerin, darf sich dann um einen Termin bemühen. Soll es Windhundrennen geben wie bei der Verteilung von Astrazeneca-Dosen an über 60-Jährige? Soll Praxispersonal landauf, landab von Anrufern bedrängt werden? Setzen sich Konzerne wie BASF und VW mit ihren medizinischen Stäben durch? Hier faire Lösungen zu finden wäre eine Aufgabe des Gipfels gewesen – wenn denn schon die digitale Impfbescheinigung zur Voraussetzung für ein normales Leben werden soll.²

¹Lausitzer Rundschau ²Raimund Neuß – Kölnische Rundschau

5 Kommentare

  1. Giftzwerg

    Privatpatienten sind bei der Corona-Impfung Patienten zweiter Klasse! Das gilt insbesondere, wenn deren Hausarzt keine Kassenzulassung hat. Diesen Patienten wird das Recht, zum Arzt ihres Vertrauens zu gehen vorenthalten. Herr Kubicki sollte Ernst machen und eine Verfassungsbeschwerde erheben!

    Drangsaliererei zum Verhüllen der Unfähigkeit ist sicher nicht der richtige Weg.

  2. Rabe

    Die Grundrechte stehen dem Volk zu, diese zu entziehen ist undemokratisch, aber merkt denn niemand, dass wir mitten in einer Diktatur stecken? Es ist das Werk einer DDR-Funktionnärin, die sich zum Ziel gesetzt hat, dass von ihr gehasste Deutschland und die Deutschen zu vernichten. Sollen die Grünen regieren, dann geht es noch schneller abwärts. Wie dumme Obrigkeitshörige merken die betreut denkenden nicht, was sich hier abspielt. Lasst euch impfen, dann bekommt ihr mehr Rechte. Das ist Zwang! Rechte, die eigentlich von niemanden hätte ent-zogen werden dürfen. Wann fliegt dieser Schwindel Corona endlich auf, und es werden jene grausam bestraft, die Lügenbande, der Scharlatan und die eklige Kinderquälerin. Ein dominosteinchen muss fallen, und der grösste Schwindel des Jahrhunderts, das Kartenhaus der korrupten, elendigen Lügenbande fällt zusammen – dann Gnade euch Gott, und das wissen diese.

  3. Anonymous

    Hier eine Meldung aus Politikversagen .net. Die Angriffe auf AFD Mitglieder sind Folge der ständige Verunglimpfungen durch Politiker der andere Parteien , insbesondere die Linken-Grünen-SPD Gruppierung, aber auch durch CDU-CSU Mitgleider und FDP. Hut ab vor AFD Politiker und Mitglieder, die beweisen täglich Mut und Vaterlandsliebe.

    Hier die Meldung:
    STENDAL. Zwei mutmaßliche Linksextremisten haben am Sonntag abend in Stendal den stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, sowie zwei weitere Personen angegriffen. Nach Angaben der Polizei Stendal waren die drei Männer kurz nach 21 Uhr am Plakatekleben, als zwei Unbekannte auf sie zukamen und auf sie einprügelten.Beamte konnten kurz darauf zwei Tatverdächtige festnehmen. Eine Sprecherin der Polizei Stendal sagte auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT am Montag, die beiden Festgenommenen seien bereits wegen Gewaltdelikten polizeibekannt. Konkrete Hinweise darauf, daß sie der linken Szene zuzuordnen seien, gebe es bislang nicht. Allerdings hätten die mutmaßlichen Täter Anti-AfD-Parolen gerufen. Welche genau das waren, konnte die Sprecherin nicht sagen.AfD werde sich nicht einschüchtern lassen. Siegmund sagte der JF, die Angreifer hätten „Nazi-Schweine“ und „Faschos“ gerufen, „das Übliche halt“. Sie seien aus einem nahegelegenen Park herangestürmt und laut einem Begleiter auch mit Mundschutz ausgestattet gewesen. Zuvor hatte der AfD-Politiker mitgeteilt, es sei erschreckend gewesen, „wie skrupellos und aggressiv der Überfall vonstatten ging“. Er habe das Gefühl gehabt, die Angreifer seien zum Äußersten bereit gewesen. „Nur durch unsere sofortige Gegenwehr konnte noch Schlimmeres verhindert werden. Politisch muß hier festgestellt werden, daß sowas das Ergebnis der fortwährenden linken und grünen Aufwiegelei gegenüber der einzigen verbliebenden Opposition ist.“ Die AfD werde sich durch „solch feige und hinterhältige Angriffe nicht einschüchtern lassen“. In Sachsen-Anhalt wird am 6. Juni ein neuer Landtag gewählt. Jüngsten Umfragen zufolge liegt die AfD mit 20 Prozent klar auf Platz zwei. (ls)

  4. Anonymous

    Der Deutsche ist gerne Knecht und lässt sich gerne diktieren wie er zu leben hat. Grundrechte entzogen!! Kein Problem, dann leben wir eben ohne Grundrechte die nur für die Politelite und Finanzelite und Glaubenselite ( Bischöfe, Pfaffen usw) gelten.

    Es ist nicht anders als in Mittelalter: oben sitzen die Kaiserin ( Merkel) und ihre ausführende Organe ( Bundespräsident, Minister, Bundestagsabgeordnete, Landtagsabgeordnete, Verfasungsschutz, usw, Leitmedien, und andere demokratiefeindliche Gruppen wie Antifa, Amadeo-Antonio-Stiftung) , die Untertanen (Bürger) werden ausgequetscht ( Steuer ) damit diese gut leben können, und wir schauen in die Röhre. Der Bürger wählt auch noch die Pareteien die das alles tun!!!! Es ist nicht zu fassen, bin gespannt ob die Grünen an die Macht kommen, dann ist hier endgültig Schluss.

    • Anonymous

      27.04 hier eine Meldung aus epochtimes.de. Die Regierung will es den Bprgern unmöglich machen , den Rechtsweg zu gehen, also iktatur.

      Meldung: Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) hält das erweiterte Infektionsschutzgesetz für verfassungswidrig. „Der Rechtsweg ist massiv verkürzt worden“, sagte der FDP-Politiker der „Welt am Sonntag“ in einem Interview. Gegen das neue Infektionsschutzgesetz könne man keine Verwaltungsgerichte mehr anrufen, sondern müsse immer direkt zum Bundesverfassungsgericht gehen. Ziel der Regierung sei es gewesen, „nicht nur die Bürger mit teils fragwürdigen Maßnahmen zu drangsalieren, sondern ihnen auch den Weg zu den Oberverwaltungsgerichten zu versperren“. Kubicki forderte unterdessen, die Möglichkeit der Normenkontrollklage vor dem Bundesverfassungsgericht für Oppositionsparteien zu erleichtern.

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