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Theorie der Integration von Millionen Flüchtlingen

Der Rechtsstaat gilt für jedermann

Nach den Auseinandersetzungen in Flüchtlingsheimen warnt der SPD-Innenexperte Burkhard Lischka vor Verallgemeinerungen. Lischka sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag): „In der großen Mehrzahl der Unterkünfte herrscht trotz zum Teil widriger Bedingungen ein friedliches Zusammenleben.“

SPD-Innenexperte hofft auf Entspannung der Lage in Flüchtlingsheimen

Zugleich betonte Lischka, „wenn es Überbelegungen gebe, teilweise um das Fünf- oder Sechsfache, dann reichen häufig Kleinigkeiten, die zum Streit führen“. Er gehe davon aus, „dass wir in den nächsten Monaten ausreichend viele Unterkünfte haben werden, damit sich die Situation der Mehrfachbelegungen entspannt“.

Eine Trennung der Flüchtlinge nach Religion oder Ethnie lehnte Lischka ab. Das sei das Gegenteil von Integration. „Ein großer Teil dieser Menschen muss auch in Zukunft zusammenleben“, so Lischka. Saarbrücker Zeitung

Hans-Peter Friedrich warnt: „Konflikte werden hier weitergehen und hier ausgetragen“

Im N24 Interview äußerte sich Friedrich sehr besorgt über das unsägliche Verhalten der Flüchtlinge:

„Es kommen Menschen mit archaischen Vorstellungen. Der Bundesinnenminister hat sehr deutlich gesagt, es muss Kontingente geben. Da liegt auch die Idee zugrunde. Es gibt nur eine begrenzte Aufnahmemöglickeit. Ich hoffe, dass sich das allgemein durchsetzt. Denn, wir stehen unter Zeitdruck. Die Massen bewegen sich auf Europa zu, auch aus Pakistan, auch aus Afghanistan. Wir hören die Meldungen jeden Tag. Und man muss wissen, wenn sich die Menschen auf den Weg gemacht haben, dann wird es sehr schwer sein sie zu stoppen. Deswegen das dringende Signal in diese Länder in der Welt: „Ihr könnt nicht alle zu uns kommen!“

Die Auseinandersetzungen zwischen den Flüchtlingen in den Erstaufnahmelagern nehmen zu. Auf die Frage ob die Flüchtlinge nach ihrer Konfession aufgeteilt werden sollten meint Friedrich: „Die Lösung ist es nicht aber dringend notwendig. Wir sehen, dass die Menschen mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen, Religionen, Ideologien zu uns kommen und wenn jemand glaubt, dass die Konflikte, die sie in ihren Herkunftsländern haben, nicht hierhergebracht werden, der täuscht sich gewaltig und ist sehr blauäugig. Die Konflikte werden hier weitergehen und auch hier ausgetragen. Deshalb müssen wir, vor allem die Christen, die eine am stärksten verfolgte Minderheit in der Welt sind schützen. “

Gauck: „Aufnahmekapazität begrenzt“

Diskussion um Sicherheit in Flüchtlingsunterkünften

Es ist eine hochsensible Situation, die durch die Zuwanderung vieler tausend Flüchtlinge hierzulande entstanden ist. Und gerade deshalb ist es wichtig festzustellen: Flüchtlingsheime sind kein Hort der Gewalt und der Anarchie, auch wenn es manche politisch interessierte Strömungen suggerieren wollen. Gleichwohl geben Ereignisse wie die Massenschlägerei in einem Flüchtlingsheim in Calden bei Kassel zum Nachdenken Anlass. Dort leben größtenteils aus Kriegsgebieten gekommene, traumatisierte Menschen auf engem Raum nebeneinander. Platz für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit bleibt da ebenso wenig wie die auch nur annähernde psychische Bewältigung der Odyssee, die hinter den Frauen, Männern und Kindern auf ihrem abenteuerlichen Weg nach Deutschland liegen mag.

Dennoch muss auch in solchen Wohneinrichtungen selbstverständlich sein: Der Rechtsstaat gilt für jedermann. Wer gegen die körperliche Unversehrtheit eines Mitbewohners oder einer Sicherheitsperson verstoßen hat, muss die Konsequenzen spüren. Die Behörden, auch in Ostwestfalen-Lippe, gehen diesen Weg bisher konsequent, aber ohne große Öffentlichkeitswirksamkeit. Dieser Kurs ist richtig. Schließlich finden auch in anderen, vermeintlich gutbürgerlichen deutschen Familien Fälle von häuslicher Gewalt statt. Über sie wird ebenfalls zu Recht nur dann berichtet, wenn der Einzelfall von größerem öffentlichem Interesse ist. Der Vorschlag der Polizeigewerkschaft, Flüchtlinge unterschiedlicher Religionen in verschiedenen Unterkünften unterzubringen, kann die Situation zusätzlich entspannen. Matthias Bungeroth Neue Westfälische

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