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SPD: Thilo Sarrazin droht Parteiausschluss wegen Islamkritik

Sarrazin kündigt Berufung gegen Parteiausschluss an

Wie ein Stachel sitzt Thilo Sarrazin seit Jahren im Fleisch der SPD. Doch nun, im dritten Versuch, hat die Partei einen ersten Teilerfolg erzielt. Die Schiedskommission des Parteigerichts sieht hinreichende Gründe dafür, den polarisierenden ehemaligen Finanzsenator aus der Partei auszuschließen.

Doch wann es tatsächlich soweit ist, steht in den Sternen. Sarrazin kündigt Widerstand gegen die Entscheidung an – durch alle Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht.

Die SPD will sich wieder mehr um ihren Markenkern kümmern, das heißt, wieder mehr auf Themen rund um die soziale Gerechtigkeit konzentrieren. Da stört ein Thilo Sarrazin gewaltig, der pauschal ganze Bevölkerungsgruppen – seien es Beamte, Sozialhilfeempfänger oder Muslime – diskreditierte.

Doch wie auch immer der Streit um Sarrazin am Ende ausgeht, er bietet der SPD bestenfalls eine kurze Ablenkung von der Sinnkrise, die die Partei derzeit durchlebt. Anerkennung erwirbt man sich durch eigene Leistungen und nicht durch die Ablehnung anderer Meinungen.¹

Thilo Sarrazin ist kein Nazi. Sein Islam-Buch ist ein Debatten-, aber kein Exkommunikationsanlass. Dass die SPD ihn ausschließen will, ist ein naheliegender, aber unpolitischer Reflex. Die Partei sollte lieber über seine Themen diskutieren. Quelle: WELT (Axel Springer SE)

Thilo Sarrazin war bei hochmögenden Institutionen tätig, im Bundesfinanzministerium, bei der Bahn AG, im Bundesbank-Vorstand, auch im rheinland-pfälzischen Finanzministerium. Das spricht für Sachkunde und Intelligenz. Aber Sachkunde mündet manchmal in Verbissenheit, und Intelligenz ist noch lange keine Garantie für Klugheit. Er arbeitete in leitenden Positionen und hinterließ oft leidende Vorgesetzte. Allzu oft überschritt er die Grenze von kreativer Widerborstigkeit zu zerstörerischem Zorn, abstruser Sturheit, grotesker, verletzender und gefährlicher Egomanie. Die Argumentation seiner Bücher ist sehr einseitig und sehr böse. Unter dem Schutz der Meinungsfreiheit kann er solches veröffentlichen.

Aber die Meinungsfreiheit hat nicht zum Inhalt, ihm die Mitgliedschaft in der SPD auch dann zu garantieren, wenn er hetzerisch schreibt, Unsägliches, gemessen am Gebot und der Notwendigkeit von Toleranz. Jeder Zweite in Deutschland sieht den Islam als Bedrohung, sagt die jüngste Studie. Das heißt bei Gott nicht, dass Sarrazin recht hätte. Der Islam verdient kritische Toleranz. Er verdient keine klebrigen Sprüche über muslimische Zuwanderer, die „ständig neue Kopftuchmädchen produzieren.“ Sarrazin ist ein knüppelharter Provokateur. Warum – diese Frage können wohl nur Psychologen beantworten. Vielleicht sind seine Tiraden, sein Streit mit der SPD, die öffentliche Aufmerksamkeit und nicht zuletzt die enormen Geldsummen, die er damit hereinholt, ein Lebenselixier. Die AfD rollt ihm zu Recht den braunen Teppich aus. Aber als AfD-Mann wäre er nicht mehr so interessant.²

¹Jens Anker – Berliner Morgenpost ²Reinhard Breidenbach – Allgemeine Zeitung Mainz

5 Kommentare

  1. Deutscher Michel

    Ich habe Sarrazins erstes Buch gelesen. Es drückt mit vielerlei Zitaten aus dem Koran die simple und einfache Tatsache aus, dass sich gläubige Muslime in einer christlich geprägten Gesellschaft nicht integrieren können und auch nicht wollen. Wir haben bereits die Parallelgesellschaft und Dank dem zahlreichen Zufluss von Muslimen, der von unserer soganannten Bundeskanzlerin genau so gewollt ist, werden bald WIR die christliche Minderheit sein. Der Mann wusste das schon vor Merkels Politik. Es ist alles genau so eingetreten. Das passt der SPD als Merkels Juniorpartner freilich nicht. Man will ihn mundtot machen. Meinungsfreiheit? Gibt es in Deutschland nicht mehr. Wer was Negatives sagt, ist ein rechter Populist. Die Islamisierung unseres Vaterlandes ist von oberster Stelle gewollt und nicht mehr aufzuhalten. Ich jedenfalls verstehe sehr gut, wie es in 1933 und den Folgejahren zu einem breiten Hass gegenüber bestimmten Ethnien kam. Nicht dass ich die damalige Endlösung gutheissen würde. Einfach konsequent aussweissen würde doch völlig reichen. Doch genau das ist ja gar nicht gewollt von der Politik. So können die Moslems hierzulande machen, was sie wollen und geniessen Narrenfreiheit. Siehe Araberclans, Vergewaltiger, Mörder.

  2. Anonymous

    Die SPD hat ausgedient— die liegen im Osten unter 10% (abgesehen vom Shithole rot-rot-grün Berlin) , im Westen Richtung 10%— die sog. Partei des kleinen Mannes hat die Bürger seit Jahrzehnten nur angelogen und ausgequetscht wie Zitronen mit Steuern, noch mehr Steuern, Soli, Kirchensteuer, jetzt CO2 Steuer, usw, usw. Die haben die Mittelklasse zerstört und Kinder und Rentner immer mehr in die Armut getrieben—
    – wer heutzutage SPD wählt hat sie nicht mehr alle— genauso für Grüne-Linke , CDU-CSU und FDP– diese Leute fahren das Land an die Wand–
    man kann nur AFD wählen— die AFD ist — wie Merkel sagt bzgl. ihrer Politik — alternativlos —

    Die Angriffe gegen die AFD nehmen an Stärke und Zahl deutlich zu— die Altparteien haben die Hosen voll weil die Bürger– mindestens im Osten– wachen auf— die Leitmedien — also die staatlich kontrollierten Zeitungen, Fernsehsendungen, Musik und Kunst— greifen auch immer mehr an weil sie alle linksextreme naziähnliche Methoden ( die NSDAP war eine linksextreme Organisation, nicht rechts, Vorreiter der Grüne-Linke-SPD Politmafia m-E.) benutzen um Gegenstimmen zu unterdrücken— erfreulicherweise lassen sich die AFD Politiker nichteinschüchternd— Hut ab— bite unterstützen wo Sie können

    • Wichtü

      Sarrazin ist gut, SPD ist schlecht.

      • Anonymous

        Geht es nicht noch etwas simpler und beknackter!?

  3. Wahrheit

    Damit sammelt die SPD garantiert keine Wählerstimmen. Sie sollte lieber an ein Programm für die Zukunft erarbeiten.

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