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Präsident des Zentralrats der Juden besorgt: Bin nicht überzeugt, dass die Deutschen es verstanden haben

Hisbollah-Verbot - Seehofer setzt AfD-Forderung um

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, Zweifel daran geäußert, dass die Deutschen hinreichende Lehren aus der Vergangenheit gezogen hätten. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte Schuster, wer in Deutschland Regierungsverantwortung trage, der wisse um die andauernde Verantwortung aus der Nazizeit. „Wenn wir Deutschland aber interpretieren als Staat mit all seinen Bewohnern und uns fragen, ob sie das ebenfalls verstanden und aus der Geschichte gelernt haben, so muss ich sagen, dass ich davon nie überzeugt war und es in der heutigen Zeit erst recht nicht bin“, sagte der Zentralratspräsident.

Schuster zeigte sich besorgt, dass ein gewisses Maß an Antisemitismus ein dauerhafter Fakt zu sein scheine. Hinzu käme eine gefährliche Geschichtsvergessenheit. „Sie ist gerade bei jüngeren Menschen nicht zu leugnen. Für sie ist der Zweite Weltkrieg gedanklich ähnlich weit entfernt wie das Kaiserreich; ein aktueller Bezug ist nicht mehr gegeben. Wenn rund die Hälfte der Jugendlichen den Begriff „Auschwitz“ nicht kennt, läuft etwas schief“, beklagte er.

Gleichwohl sagte Schuster der „NOZ“, es lasse sich heute in Deutschland gut leben – „auch als Jude“. Viele Juden stünden auch außerhalb des Gemeindelebens zu ihren Wurzeln und bereicherten das Land. „Darüber freue ich mich, wenn Menschen wie Marina Weisband oder Oliver Polak in Politik und Kultur eine wichtige und ganz selbstverständliche Rolle spielen“, sagte Schuster mit Blick auf das heutige jüdische Leben in Deutschland.

Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs am 8. Mai 1945 lebten noch Hunderttausende Juden in Deutschland, viele als befreite Insassen aus den Konzentrationslagern. Die Zahl jüdischer Gemeindeglieder sank dann rasch auf einen Tiefststand von rund 30.000 in den 1980er-Jahren, bevor viele Juden als Flüchtlinge aus der Sowjetunion nach Deutschland kamen. Die Zahl aktueller Gemeindemitglieder gab Schuster mit rund 100.000 an. „Im Moment sehen wir einen jährlichen Rückgang von 700 bis 800. Die demografische Struktur ist da nicht ganz optimal.“

Schuster sprach sich dafür aus, die Antisemitismusforschung in Deutschland zu stärken. Unter anderem gehe es darum, Lehrern ein besseres Rüstzeug an die Hand zu geben. „Fragen Sie mal einen Lehrer, was er machen würde, wenn ein Schüler auf dem Schulhof einen anderen als Jude beschimpft. Wenn die Lehrer ehrlich sind, werden viele sich nicht zu helfen wissen und darüber hinweggehen.“¹

Bundesinnenminister Seehofer verbietet mit sofortiger Wirkung jede Betätigung der Terrororganisation Hisbollah in Deutschland. Laut Bild-Zeitung heißt es zur Begründung, die Hisbollah habe „weltweit eine Vielzahl von Anschlägen mit Hunderten Toten und Verletzten“ verübt und die „die Vernichtung des Staates Israel“ zum Ziel erklärt.

Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag:

„Endlich hat sich Seehofer immerhin zu einem Betätigungsverbot für die Hisbollah in Deutschland durchgerungen, das die AfD-Fraktion schon lange gefordert hatte, damit aber im Bundestag blockiert worden war. Als Fraktion der Alternative für Deutschland begrüßen wir Seehofers Maßnahmen gegen die Terrororganisation Hisbollah, wenngleich sie nicht weitgehend genug sind. Als AfD-Fraktion fordern wir über das Betätigungsverbot hinaus weiterhin das vollständige Organisationsverbot dieser islamischen Terrororganisation und bedauern, dass unser entsprechender Antrag im Bundestag abgelehnt worden ist. Für Israelhasser ist kein Platz in Deutschland.“

Petr Bystron, AfD-Obmann im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages:

„Dieser Schritt war schon lange fällig. Endlich hat die Bundesregierung dem Druck der AfD-Fraktion nachgegeben. Viel zu lange durfte die Hisbollah in Deutschland ihr Unwesen treiben: Beim Al-Quds Marsch in Berlin wurde die Vernichtung Israels gefordert, Redner durften in Berlin und Hamburg ihre antisemitische Hetze verbreiten.

Jetzt müssen weitere Schritte folgen: Es muss Schluss sein mit der Unterstützung BDS-naher Organisationen durch die Parteistiftungen der SPD, der Grünen und der Linken ebenso wie mit der Finanzierung der Hisbollah-Regierung im Libanon und des islamischen Terrorregimes in Teheran mit Steuergeldern. Besonderes Augenmerk werden wir nun auf die Unterwanderung von deutschen Universitäten und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch Sympathisanten dieser Terrororganisationen richten. Das ‚Betätigungsverbot‘ war nur der erste Schritt. Der Kampf geht weiter.“²

¹Neue Osnabrücker Zeitung ²AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag

12 Kommentare

  1. Anonymous

    Der Schuster mal wieder mit seiner alten Leier.
    Wollen sie wieder Geld ?

  2. Anonymous

    Er urteilt über alle Deutschen gleich. Blödmann!

    • Anonymous

      So sind sie eben. Überheben sich über andere und urteilen über sie und lasen sich dafür bezahlen. Schließlich sind sie das auserwählte Volk.

  3. Habe Doe

    Wie mich dieser ewige Schuldkult der Nazizeit ankotzt! Keiner der heutigen Deutschen hat damit was zu tun! Und wer sich antisemitische Kulturen ins Land holt, muss sich nicht über Antisemitismus wundern! Schuld ist was persönliches, das kann man keinem ganzen Volk auferlegen! Diese ganzen Zentralräte der Juden und Muslime gehören abgeschafft! Wir haben ein Grundgesetz das gilt für alle!

  4. Knut Blomquist

    Reist man durch Europa, stehen in jeder Stadt, Symbole des Nationalstolzes. Nur in Deutschland stehen in jeder Stadt
    Denkmäler, welche mir erklären sollen, dass meine Großväter und Urgroßväter allesamt Mörder waren! Ist es nicht
    auch und gerade dieses ewige Diktat zur Schuldverklärung, welche die Tatsache, dass der Erste Weltkrieg, dessen
    Ende im Versailler Diktat, die anschließenden Enteignungen, zu Gunsten der Juden, schon den Ausschlag gaben das
    bunte Treiben, seit 1919 in Deutschland etwas zu unterbinden? Was hatte es überhaupt gebracht, die Hohenzollern
    zu vertreiben, dem deutschen Volk, Zion,s Willen aufzubürden, hier dessen Hamsterlauf zu etablieren? Nichts! Die
    Volkswut suchte die Hilfe für auskömmlichen Lebensraum, im Nationalsozialismus ! Warum lernt denn Zion,s Garde
    nicht mal dazu, wenn dessen Hamsterlauf heute, alles, Lebensraum, Ressourcen, und Identitäten zerstört.
    Dresden und Hiroshima, dann nach platzen des Wirtschaftsblasen Hamsterlauf, nun das Alibi Corona! Wann lernen
    denn jene, die seit 2000 Jahren Götzen vorgaukeln, um des anderen Brot, mal dazu, dass Er im Glashaus sitzt?
    Und wenn die Deutschen für den immer noch laufenden Weltkrieg, schuld wären. Warum ist dann nach Mai 1945,
    kein Weltfriede? Bitte lasset uns doch endlich in Ruhe, mit eurem Deutschen Schuld Kult. Ihr schießt euch ständig
    Eigentore. Man kann Sachverstand nicht ab befehlen. Und nur die Lüge, bedarf der Staatsgewalt, die Wahrheit steht
    von alleine!

    • Knut Blomquist

      Und schließlich war es die Jüdin Kästner ( IM Erika ), die dem eigentlich ironischem Geheiß Brechts ( von 1953 ) folgte,
      und sich 2013 ein neues Volk wählte! Also bitte nicht böse sein, aber dazulernen sollte eigentlich die Seite des ewigen
      Streites! Die Staatsetikette der sogenannten BRD ist zu einer Genozid Orgie verkommen. Und von Grüßaugust Gauck zu
      Steinmeier, sind die Signale gleich einer Frontenverhärtung, wenn das Weiterso im Stockholmsyndrom, jetzt das non
      plus Ultra sein sollen! Das einzige Argument, was die Lüge hier im Staatsgewand hält, ist die Dummheit der Exekutivgewalt.

  5. Frank

    Die Anhänger der „friedfertigen“ Religion, wollen die Juden ins Meer treiben und und Israel dem Erdboden gleich machen.
    Klar, hier in Deutschland leben sie natürlich keine Hassgefühle aus, – gut, es werden öffentlich, ohne Einschreitung unserer Polizei,-
    die Nationalflaggen des Staates Israel verbrannt, dazu die ermunternden Worte in arabisch : Tod allen Juden! Aber wir sollten dankbar sein, dass wir für diese Kulturbereicherer arbeiten gehen dürfen, trotz Corana, und diese Goldstücke durchfüttern!!!

    Ja, Deutschland hat nichts aus seiner Geschichte gelernt! Das hatte schon Karl Lagerfeld in seinem Statement diesbezüglich, – wofür er in Deutschland heftig angefeindet wurde, – erkannt!

    • udo

      Ja, ja, wenn der Turban drückt, Du scheinst Deine Landsleute genau zu kennen,

      • Dennis

        Alter, irgendwie bist Du voll fertig! Rauch mal Deine Wasser Pfeife, sieh zu, dass Du Hartz 4 erhälst und halte endlich mal Deine dumme Fresse! – Moslem Wichser.-

        • udo

          Solltest endlich mal Deinen „Teusch“-Kurs abschließen, ansonsten ist bald nix mehr mit Stütze.

      • Frank

        Aus Hildegard, die Küchenverweigerin, wurde „Udo“

  6. Anonymous

    Die Antisemiten sind von der Regierung eingeschleust worden: Muslime / also- die „Flüchtlinge“ aus muslimischen Ländern- und Juden sind Feinde– ist doch klar dass Antisemitismus hier schlimmer wird.

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