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Populismus: CDU-Innenexperte Schuster will gefährliche Familien konsequenter ausweisen

Gewalt gegen Frauen

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster dringt nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer jungen Frau durch fünf Kinder in Mülheim an der Ruhr auf rechtliche Schritte gegen die Familien der Tatverdächtigen. „Verhalten sich die Eltern so, dass sie Taten ihrer Kinder begünstigen, muss die gesamte Familie zur Ausreise gezwungen werden können, wenn sie eine schwere Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen“, sagte Schuster der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

„Eine Ausweisung straffällig gewordener EU-Bürger ist nur unter stark eingeschränkten Voraussetzungen möglich“, sagte Schuster, fügte aber hinzu: Wenn Kinder die Täter sind, müsse das Familienumfeld genau geprüft werden. Die Tatverdächtigen im Fall Mülheim sind zwischen zwölf und 14 Jahren alt, alle stammen aus Bulgarien. Schuster betonte, dass niemand Kinder ausweisen oder ins Gefängnis schicken wolle. „Doch die Konsequenzen müssen bei schweren Verbrechen wie einer Vergewaltigung hart und spürbar sein“, so der Innenpolitiker.¹

Frauen nehmen keine Opferrolle ein, sie sind reale Opfer in unserer Gesellschaft. Weltweit sind laut einer UN-Untersuchung im Jahr 2017 mehr als 50.000 Frauen von ihrem Partner oder von Familienangehörigen getötet worden. Hundertausende wurden Opfer von Gewalttaten verschiedenster Art: Sie wurden bedroht, geschlagen oder vergewaltigt. Es sind schockierende Zahlen, bei denen man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann. Die wahren Zahlen dürften sogar deutlich höher liegen. In einigen Staaten dieser Erde wird Gewalt gegen Frauen statistisch nicht erfasst oder die Opfer wollen oder können ihre Peiniger nicht anzeigen.

Letzteres ist ein Phänomen, das nicht nur in unterentwickelten Staaten zu beobachten ist, sondern auch in Deutschland zum Alltag gehört, wie Sozialarbeiterinnen in Gesprächen immer häufiger berichten. Aus Angst oder aus Scham wird geschwiegen. Gerade im Ausland wurzeln Gewalttaten gegen Frauen oft in falschen kulturellen Vorstellungen von Geschlechterrollen oder missverstandenen Traditionen. »Ehrenmorde«, durch die die Ehre einer Familie durch den Tod der Frau wieder hergestellt werden soll, sind auch im 21. Jahrhundert immer noch Realität und treten durch Migration und Globalisierung mittlerweile auch in Deutschland häufiger auf. In Ostwestfalen-Lippe wurde im Jahr 2011 die 18-jährige Detmolderin Arzu Özmen erschossen. Ihr Vergehen: Sie hatte sich in einen 23-jährigen Arbeitskollegen verliebt. Das war ihr Todesurteil. Auch die Zwangsheirat darf mit Blick auf Gewalt gegen Frauen nicht vergessen werden. »In der Praxis hängen Zwangsheirat und Ehrenmord eng zusammen«, warnt die Menschenrechtsorganisation »Terre de Femmes« in einer Studie.

Denn wenn ein Mädchen sich weigert, einen Mann zu heiraten, den die Familie ausgesucht hat, hat sie angeblich die Ehre der Familie verletzt. Es ist der Beginn dauerhafter Gewalterfahrungen. Bessere Bildung, eine aufmerksame Gesellschaft und eine effektive Justiz sind gute Mittel, um Gewalt gegen Frauen zu mindern. Alle müssen wachsam sein, wenn Frauen zu Opfern werden: egal ob es sich um »Ehrenmorde«, Zwangsheirat oder ein »Familiendrama« handelt.²

¹Rheinische Post ²Westfalen-Blatt

2 Kommentare

  1. Anonymous

    Die plappern nur — kein Schutz der Bevölkerung— keine Justiz wenn die Kriminelle geschnappt werden— der Rectsstaat versagt auf ganzer Linie— und keiner hilft—

  2. Wahrheit

    Nicht so viel erzählen- einfach machen. Wenn das so weiter geht muss es sonst das Volk in die Hand nehmen.
    Wir haben nämlich so langsam genug von eurer Arschruhe.

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