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Plastiktütenverbot ändert nichts am Klimawandel – Politik ist reine Augenwischerei

RTL/n-tv-Trendbarometer / Forsa-Aktuell: Klimaschutz Thema Nummer 1 für die Deutschen - Grüne gewinnen, CDU/CSU, SPD und FDP verlieren

Nun soll es der Plastiktüte also endgültig an den Kragen gehen. Nicht mehr länger nur Schutzgebühr und Appelle sollen Verbrauchern den Griff zum Wegwerfbeutel vergällen – jetzt plant Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) ein knallhartes Verbot. Und, mal ehrlich: Wirklich notwendig ist die Plastiktüte ja schon längst nicht mehr. Selbst für Obst und Gemüse gibt es Alternativen in Form mehrfach verwendbarer Netzbeutel. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die nicht für zehn oder zwanzig Cent zu haben sind. Ein gutes Öko-Gewissen gibt es nicht zum Nulltarif. Hinzu kommt: Das Plastikmüllproblem in Deutschland wird mit dem Verbot der Plastiktüte allein nicht gelöst werden.

Noch immer darf Plastikmüll exportiert werden – sogar in Länder wie Indien oder Malaysia, wo der weit gereiste Kunststoff an Ufern und Stränden verrottet. Nun kann Schulze darauf verweisen, dass sich die internationale Staatengemeinschaft gerade erst darauf verständigt hat, auch dieses Problem anzugehen. Doch wirksam werden sollen die Änderungen erst 2021. Bis dahin wird noch so manches Müllcontainerschiff Kurs Südostasien nehmen.¹

Grüne klettern auf 25 Prozent – CDU/CSU auf Platz 1 – AfD vor SPD

Umwelt- und Klimaschutz waren in dieser Woche das wichtigste Thema für die Deutschen. Davon profitieren im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer die Grünen: Sie können gegenüber der Vorwoche um zwei Prozentpunkte zulegen, auf nunmehr 25 Prozent. CDU/CSU, SPD und FDP verlieren je einen Prozentpunkt. Die Union kommt auf 26 Prozent. Damit verringert sich ihr Vorsprung vor den Grünen wieder auf einen Prozentpunkt. Die SPD erreicht 12 Prozent und liegt damit hinter der AfD (unverändert 13%).

Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 26 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 12 Prozent (20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 25 Prozent (8,9%), Linke 8 Prozent (9,2%), AfD 13 Prozent (12,6%). 8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 22 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8%).

Habeck im „Kanzler-Duell“ vor AKK und Scholz

Grünen-Chef Robert Habeck kann seine persönlichen Sympathie-Werte gegenüber der Vorwoche wieder verbessern. Wenn die Deutschen ihre Kanzlerin/ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sie sich wie folgt entscheiden: Habeck gegen Annegret Kramp-Karrenbauer 28 gegen 16 Prozent, Habeck gegen Olaf Scholz 26 gegen 20 Prozent, „AKK“ gegen Scholz 16 gegen 27 Prozent. Die CDU-Chefin und der SPD-Finanzminister verlieren je einen Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche.

Auch bei der Frage nach der politischen Kompetenz verlieren die Koalitionsparteien im RTL/n-tv-Trendbarometer gegenüber der Vorwoche an Zuspruch: Der SPD trauen 3 Prozent der Bundesbürger zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden (minus 1 Prozentpunkt), der CDU/CSU 16 Prozent (minus zwei Prozentpunkte). Die Union liegt gleichauf mit den Grünen, die unverändert bleiben. 55 Prozent der Befragten billigen keiner Partei politische Kompetenz zu.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Umweltpolitik und Klimaschutz gehören zur ‚DNA‘ der Grünen – deshalb profitieren sie von der aktuell großen Bedeutung dieser Themen. Union und SPD hingegen verlieren, weil sie auch beim Klimaschutz eher ein diffuses Bild abgeben. Die SPD irritiert überdies sogar ihre noch verbliebenen Anhänger, weil sie sich in erster Linie mit sich selbst und der Lösung ihrer Führungskrise beschäftigt und über neue Machtkonstellationen mit der Linkspartei nachdenkt, statt als Regierungspartei das zu tun, was die Wähler erwarten: zu regieren.“²

¹Westfalen-Blatt ²RTL/n-tv-Trendbaromete – Mediengruppe RTL Deutschland

2 Kommentare

  1. Anonymous

    Die freiwillige Vereinbarung zur Reduzierung des Plastiktütenverbrauchs greift und ist doch bereits ein voller Erfolg. Hier zeigt sich das Verbote überflüssig sind. Ausserdem gibt es für interessierte Verbraucher bereits ökologische sinnvolle Alternativen wie Plastiktüten aus Recyclingmaterial, hier wird der Kunststoff im Kreislauf behalten und keine neuen fossilen Rohstoffe verbraucht.

    • Ray

      Und was ändert das?
      Effektiv leider nix!
      Massnahmen die Wirkung zeigen müssen viel radikaler sein und sich vor allem vom Wachstum lösen!

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