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Klopapier-Index: Dieses Ministerium verbraucht am meisten

Der Klopapier-Rechner: So lange reicht der Vorrat in der Quarantäne wirklich

Toilettenpapier ist derzeit eines der begehrtesten Güter in Deutschland. Wie viel Geld die deutschen Ministerien pro Jahr dafür ausgeben, hat nun die Informationsplattform Wettbasis (www.wettbasis.com) ermittelt. Dafür hat das Unternehmen die Ausgaben für Toilettenpapier für das Jahr 2018 bei den deutschen Bundesministerien angefragt und die durchschnittlichen Ausgaben pro Mitarbeiter und pro Jahr ermittelt. Insgesamt wurden in dem Jahr 89.700 Euro in Klopapier investiert – pro Ministerium folglich rund 9.000 Euro.

Hier verbrauchen die Mitarbeiter am meisten Toilettenpapier

Das Umweltministerium hat in 2018 insgesamt 24.000 Euro in Klopapier investiert, das sind im Durchschnitt 20 Euro pro Mitarbeiter. Umgerechnet in eine Großpackung zweilagigem Klopapier ergibt das ganze 85 Rollen für einen Mitarbeiter – das ist mit Abstand der absolute Höchstwert der Untersuchung. Ob es sich bei dem Toilettenpapier im Umweltministerium nun um besonders umweltfreundliches bzw. um eine 5-lagige Deluxe Edition handelt, oder ob es doch an der Häufigkeit der Toilettengänge der Mitarbeiter liegt, konnte nicht ermittelt werden.

Auch das Verkehrsministerium geizt nicht mit den Rollen: fast 53 Rollen werden hier pro Mitarbeiter verbraucht. Das sind umgerechnet 12,3 Euro Kosten pro Kopf. Den dritten Platz belegt das Bildungsministerium mit Ausgaben von durchschnittlich 7,7 Euro oder knapp 33 Rollen pro Person. Die Top Fünf werden von dem Verteidigungs- und Entwicklungsministerium komplettiert: Hier verbraucht im Schnitt jeder Mitarbeiter Klopapier von 6,5 Euro (knapp 28 Rollen) bzw. 5,7 Euro oder 24 Rollen im Jahr.

Diese Mitarbeiter sind am sparsamsten auf der Toilette

Die Bonner Mitarbeiter des Familienministeriums verbrauchen am wenigsten Toilettenpapier. Im Schnitt werden nur 1,9 Euro im Jahr für das Klopapier eines Mitarbeiters ausgegeben. Das sind etwas weniger als acht ganze Rollen zweilagiges Papier pro Jahr. Am zweitsparsamsten sind die Angestellten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Die Ausgaben für Klopapier belaufen sich dort pro Mitarbeiter auf 3,6 Euro (15 Rollen). Mit vier Euro bzw. 17 Rollen pro Person folgt das Justizministerium.

Es folgen das Gesundheitsministerium mit Ausgaben von 5,1 Euro oder in Rollen 22 pro Mitarbeiter sowie das Wirtschaftsministerium. Dort belaufen sich die Toilettenpapierkosten auf 5,5 Euro pro Kopf. Umgerechnet in die Anzahl der Rollen wären das etwas weniger als 24.

Über die Untersuchung

Die Anzahl der Toilettenpapierrollen basiert auf einem herkömmlichen Preis für den Kauf von Großpackungen mit 64 Rollen à je 250 Blatt für je 15 Euro. Die Ministerien für Arbeit und Soziales, Finanzen, des Innern sowie das Auswärtige Amt haben die Anfrage nicht beantwortet bzw. konnten keine Zahlen liefern.¹

Appell gegen Hamsterkäufe

Viele Menschen hamstern in der Corona-Krise Klopapier. Doch wie viel Toilettenpapier benötigt man wirklich, um die Quarantäne zu überstehen? Reichen die Vorräte oder sollte man tatsächlich ein wenig einkaufen? Auf einer Internetseite kann das nun ausgerechnet werden. Zudem finden sich einige Tipps, wie man den Vorrat strecken kann, und welche Alternativen es zum Toilettenpapier gibt.

Unter www.blitzrechner.de/toilettenpapier/ kann berechnet werden, wie lange der Vorrat an eigenem Klopapier wirklich hält. Dafür muss nur beantwortet werden, wie viele Rollen im eigenen Besitz sind und wie das individuelle „Nutzungsverhalten“ ist. Danach zeigt der Rechner an, wie lange das Toilettenpapier voraussichtlich reichen wird. Wer mag, kann auch den Expertenmodus nutzen. Hier können Angaben wie Dauer der Quarantäne, Blätteranzahl und genauer Verbrauch verfeinert werden.

„In den meisten Fällen wird der eigene Bedarf massiv überschätzt und das Toilettenpapier reicht noch erstaunlich lange. Wir hoffen mit dem Rechner ein aktuelles Problem auf humorvolle Art und Weise zu lösen. Mit einem Augenzwinkern wollen wir die Menschen daran erinnern, dass es in den allermeisten Fällen nicht nötig ist, Klopapier zu hamstern.“, so Tim Lilling, Projektleiter vom Rechenportal blitzrechner.²

¹Wettbasis ²Blitzrechner

 

3 Kommentare

  1. Anonymous

    Warum lehnt der Verfassungsschutz meine freiwillige Stuhlprobe an ihn ab

  2. Hildegard

    Ja, zu mehr reicht es eben nicht!

  3. Anonymous

    Ja, wer viel frisst, der macht viel Mist!

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