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Handwerk hat 18.000 Geflüchtete in Ausbildung

Die Geschäfte laufen so gut wie nie

Die Idee, die Grenzen der Nationalstaaten für Arbeitnehmer zu überwinden und einen einzigen EU-Arbeitsmarkt zu schaffen, hat sich aus deutscher Sicht voll ausgezahlt. Heute arbeiten rund 1,5 Millionen Arbeitnehmer aus anderen EU-Ländern in Deutschland. Sie füllen Lücken, lindern den Fachkräftebedarf und zahlen Steuern und Beiträge. Bereits über eine halbe Million stammen aus Bulgarien und Rumänien, dabei wurde der Arbeitsmarkt für sie erst vor fünf Jahren geöffnet. Dass heute über 60 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung aus Bulgarien und Rumänien einer Beschäftigung nachgehen, ist eine Erfolgsgeschichte, von der viele nichts wissen oder wissen wollen.

Denn die öffentliche Diskussion wird beherrscht von der Annahme, gerade aus Rumänien und Bulgarien seien besonders viele ins deutsche Sozialsystem eingewandert. Tatsächlich hat sich die Zahl der Hartz-IV-Bezieher aus beiden Ländern in den fünf Jahren Arbeitnehmerfreizügigkeit verdreifacht. Bezogen auf die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter machte das aber nur ein Zehntel des Beschäftigungszuwachses aus. Die Anziehungskraft des attraktiven Arbeitsmarkts in Deutschland ist für Bulgaren und Rumänen weitaus größer als die des Sozialsystems.¹

Erfolgsgeschichte am Arbeitsmarkt

Die Integration von jungen Flüchtlingen auf dem deutschen Arbeitsmarkt kommt voran. „Wir haben jetzt rund 18.000 Geflüchtete aus den acht häufigsten Asylzugangsländern in der Ausbildung, das sind um die 40 Prozent mehr als im Vorjahr“, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dem „Tagesspiegel“. Von allen Flüchtlingen, die derzeit in Deutschland eine Ausbildung machen, lerne jeder Zweite im Handwerk. „Wir übernehmen diese Integrationsleistung, weil wir das können, doch der Aufwand ist schon enorm“, sagt Wollseifer. Daher müssten die, die bereits hier sind und von ausgebildet wurden, auch dableiben können. „Alles andere wäre Irrsinn, würde die Motivation der Betriebe zerstören – und wäre auch wieder ein Vertrauensbruch der Politik“, sagte der Handwerkspräsident.

Den rund eine Million Handwerksbetrieben mit 5,4 Millionen Beschäftigten geht es derzeit bestens. „Wenn man vom goldenen Boden im Handwerk spricht, dann ist das der goldenste Boden, den wir jemals hatten“, sagte Wollseifer dem „Tagesspiegel“. „Wir erwarten ein Wachstum um die vier Prozent in diesem Jahr.“ Die gesamte deutscher Wirtschaft wird vermutlich nur um ein Prozent wachsen. „Wir als Handwerk stabilisieren die Wirtschaft“, sagte der Handwerkspräsident. „Angesichts der internationalen Handelsstreitigkeiten wird das immer wichtiger.“ Die Branche leidet indes unter Fachkräftemangel: „Uns fehlen 250.000 Arbeitskräfte, jeder zweite Betrieb sucht Leute.“

Wollseifer warnte die Bundesregierung vor einer Mindestausbildungsvergütung, die Anfang kommenden Jahres eingeführt werden soll. „Ich sehe einfach die Gefahr, dass manche Betriebe nicht mehr ausbilden können. Auf der Strecke bleiben dann vor allem weniger leistungsstarke Jugendliche, die ohne Lehrstelle dastehen. Gut gemeint ist manchmal eben nicht gut gemacht“, sagte Wollseifer dem „Tagesspiegel“.²

¹Rheinische Post ²Der Tagesspiegel

8 Kommentare

  1. Anonymous

    Die zugereisten Fachkräfte machen hier eine Ausbildung?

  2. Anonymous

    Im Handwerk fehlen 250 000 Arbeitskräfte? Jeder zweite Betrieb sucht Leute?
    Was ist denn mit den millonen Arbeitslosen? Kann das Jobcenter da nicht vermitteln? Die verwalten doch beides und bekommen viel Geld dafür. Ein Harz 4 – Empfänger soll den Steuerzahler über tausend Euro an Verwaltungs- und Betreuungskosten kosten.

  3. Peter Pehr

    Der beste Weg ist der, welchen Markus Soeder vorgeschlagen hatte. Sachleistung anstelle Geld Leistung.

    • natalie jorne

      Schön wäre es. Die Gutmenschen werden das aber nicht zulassen.

    • Anonymous

      Klar ,Eu Wählen stehen an…Vor der Wahli ist nach der Wahl.Wenn ein Bayer sagt der Islam gehört zu Deutschland hat er sicher gemeint ,aber nicht zu Bayern…

    • Anonymous

      Selbstverständlich Sachleistungen! Hier bedienen sie sich an der „Tafel“, fressen Rentnern und anderen Bedürftigen das Essen weg und schicken ihr vom deutschen Steuerzahler ergaunertes Geld in die Heimat! – Heuschrecken sind das!-
      Wenn werden diese Schmarotzer endlich ausgewiesen!
      Wähle nur noch die AfD.

    • Jan

      Nur die AfD wird die abartigen Muslime wieder in ihre Heimatländer verbringen! Dieses parasitäre Pack hat in Deutschland nicht zu verbleiben!

  4. Negernazi

    Guter Aprilscherz. Ich schmeiß mich weg vor lachen!

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