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Grünen-Chef Habeck begrüßt Entscheidung zu Organspende „Zahl der Spender wird steigen“

Der Eingriff

Grünen-Parteichef Robert Habeck hat die Entscheidung des Bundestags zur Organspende begrüßt. „Die Zustimmungslösung ist die richtige Entscheidung“, sagte Habeck dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Die Diskussion über die künftige Regelung der Voraussetzungen für die Entnahme von Spenderorganen habe bei vielen Menschen ein neues Bewusstsein geschaffen. „Künftig werden die Bürger mehr Informationen über das Thema erhalten.“ Er sei sicher, dass die Zahl der Organspender nun steigen werde. „Ich selber habe auch einen Organspenderausweis“, fügte Habeck hinzu.¹

Das hohe Niveau, auf dem der Bundestag über Organspenden debattiert hat, entspricht dem hohen Anspruch, dem das Ergebnis gerecht werden muss: juristisch und ethisch. Beide Gesetzentwürfe waren getragen von guten Absichten. Die Gegner der „Widerspruchslösung“ hatten allerdings nicht nur mehr Stimmen, sondern auch die besseren Argumente.

Abgesehen von unredlichen Vergleichen mit Ländern, in denen auch Herz-, nicht nur Hirntoten Organe entnommen werden, kamen ihre Kontrahenten auch im Bundestag in offenen Konflikt mit Geist und Buchstaben des Grundgesetzes. Aus den grausamen Erfahrungen der Jahre 1933 bis 1945 haben dessen Verfasser die Lehre gezogen, das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit gleich in Artikel 2 niederzulegen. Eingriffe oder auch nur Vorbehalte sind nicht statthaft, wenn es allein um Nützlichkeit geht – und sei es bei der Organspende. So wünschenswert eine höhere Zahl freiwilliger Spender ist, so zweifelhaft bleibt es, die Freiwilligkeit nur vorzutäuschen, indem Schweigen als Zustimmung gewertet wird. Als ob man seinen Leib verteidigen müsste.

Zur Entscheidungsfreiheit gehört die Freiheit, sich nicht zu entscheiden. Ein ausdrückliches Ja ist seit der Novellierung europäischen Datenschutzrechts bei jeder Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Und das soll für Organspenden nicht gelten? Auch nach dem (Hirn-)Tod behält der Mensch seine Würde als Person und mutiert nicht zum Ersatzteillager, auf das andere Anspruch und Zugriff haben. Der am Donnerstag beschlossene sanfte Druck auf potenzielle Spender kann die gute Sache voranbringen. Ohne dass der Staat übergriffig wird.²

¹Kölner Stadt-Anzeiger ²Christian Knatz – Allgemeine Zeitung Mainz

3 Kommentare

  1. Anonymous

    Es wurde namentlich abgestimmt.
    Abgeordnete haben teilweise sowohl für die Widerspruchslösung, als auch für dei Zustimmungslösung gestimmt, oder gegen beides. Nicht nur bei den Grünen.

  2. Anonymous

    Habeck it der übelste Vertreter der Politik den ich kenne— die übelste Frau ist seine Genossin Bierbock— Hänsel und Gretel— die wohnen in einem Märchenwelt aus grüne- kommunistische Ideologie—

  3. Anonymous

    Oh, der Herr Habeck.
    Und wie steht er zum Impfzwang?
    Seine Partei hat sich bis auf zwei Mitglieder der Abstimmung enthalten, abgesehen von denen die nicht mit abgestimmt haben.

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