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„Für mich ist das Kopftuch wie Yoga oder Singen“

Muslima und Atheistin streiten in der stern-DISKUTHEK über die Vereinbarkeit von Feminismus und Kopftuch

Kopftuch und Feminismus – ist das ein Widerspruch? In der neuen DISKUTHEK-Folge streiten die Journalistinnen Merve Kayikci und Pola Sarah Nathusius über die Frage, ob Kopftuch und Feminismus wirklich so unvereinbar sind. Kayikci ist praktizierende Muslima und trägt seit vielen Jahren Kopftuch, Nathusius spricht in ihrem Podcast „Das F-Wort“ mit verschiedensten Gästen über Feminismus.

In dem Debattenformat des stern auf Youtube nehmen die beiden Frauen das Kopftuch nicht nur als vermeintliches Unterdrückungssymbol in den Blick, sondern auch als religiösen Ausdruck mit großem Deutungsspielraum. Pola, die auf eine katholische Mädchenschule gegangen ist und sich vom Glauben vollkommen entfernt hat, will Staat und Religion strikt trennen und deshalb keine Kopftücher in Gerichtssälen oder Klassenzimmern sehen. „Meine Haltung dazu ist: Wenn du Kopftuch trägst, dann kannst du mit diesem Kopftuch keine Richterin sein, […] weil das nun mal eine Möglichkeit ist, um eine gewisse Grundneutralität in den Rechtsstaat reinzubringen“, sagt sie. Merve widerspricht dem entschieden: „Das ist für mich als gläubiger Mensch ein neutrales Kleidungsstück.“

Das Kopftuchverbot innerhalb des öffentlichen Dienstes zählt für Merve zu den Faktoren, die weibliche Selbstbestimmung verhindern: „Der erste Schritt zur Emanzipation oder Selbstbewusstsein zu gewinnen oder nicht unterdrückt zu werden, ist doch nun mal Bildung oder Arbeit – also selbst für sich sorgen zu können. Und genau das wird den Frauen eben nicht ermöglicht, die Kopftuch tragen.“¹

Ein veröffentlichtes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass ein Kopftuchverbot an deutschen Schulen möglich sei. Der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, erklärt dazu: „Die vorgetragenen Argumente kann man nachvollziehen. Das ändert jedoch nichts daran, sich der Kernfrage bei diesem Thema bewusst zu werden: In wieweit sollten Lehrkräfte dazu befähigt werden und ggf. verpflichtet sein, Konsequenzen zu ziehen – und wie sollen diese aussehen?

Wenn ein Mädchen der Forderung, das Kopftuch abzulegen, nicht nachkommt, ist es dann Aufgabe der Lehrkraft, es vom Unterricht auszuschließen? Und wenn die Eltern und das Mädchen nicht einlenken, heißt das dann, dass das Mädchen dauerhaft nicht beschult wird? Die Debatte um ein Kopftuchverbot darf nicht zur Phantomdebatte werden. Bevor es also zu einer politischen Entscheidung kommt, muss die Forderung nach einem Kopftuchverbot mit allen Konsequenzen zu Ende gedacht werden, damit Schulen und Lehrkräfte nicht wie so oft im Regen stehen gelassen werden.

Wenn Politik und Gesellschaft sich ernsthaft um die Integration sorgen, dann ist es unabhängig von der Kopftuchdebatte zwingend erforderlich, dass die Politik ihren Fokus stärker auf das Gelingen von Integrationsprojekten und die flächendeckende Einführung des staatlichen Islamunterrichtes richtet.“²

¹stern-DISKUTHEK – Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation ²Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

10 Kommentare

  1. Anonymous

    Für mich ist das Kopftuch wie Hundescheisse unterm Schuh! : Niemand will es es!

  2. Amtsratte

    „Das ist für mich als gläubiger Mensch ein neutrales Kleidungsstück.“ Da der Islam niemals nur religiös ist sondern immer auch politisch, kann von der Neutralität dieser Kopfverhüllung nicht die Rede sein. Am

    • Anonymous

      Ich kenne Amtsräte (mit einem t).

      • Anonymous

        Er schreibt doch : AMTSRATTE! Das ist ein Schädlingsnager! Tja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil, Herr Lehrer!

  3. Anonymous

    Eine Integration von Muslimen hat in der Weltgeschichte nie funktioniert—die zerstören eher die Gesellschaft wo sie integriert werden soll

  4. Anonymous

    Schuluniform und Arbeitsuniform schlage ich vor.

    • Anonymous

      Ich schlage sofortige Ausweisung vor!

  5. Ray

    Integration ist eine naive Wunschvorstellung und der grösste (Selbst)betrug der deutschen Politik; wir Deutsche werden letztendlich assimiliert und letztendlich ausgerottet!

    • nymeria

      vollkommen meine meinung, ray!

    • Manfred

      Traurig, Ray, aber leider haben Sie, – wie so oft, – es richtig erkannt.

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