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FDP-Chef Lindner fürchtet Kippen der Stimmung: „Niemand weiß genau, was die Bundesregierung vorhat“

Debatte um italienische Verhältnisse in Deutschland Angst allein hilft nicht gegen Corona

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die Bundesregierung aufgefordert, jetzt schon für Klarheit bei der Frage zu sorgen, wie Deutschland zum öffentlichen Leben zurückkehren kann. „Niemand weiß genau, was die Bundesregierung vorhat“, sagte Lindner in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“. Um die Akzeptanz der Bevölkerung für derzeitigen Einschränkungen nicht zu gefährden, müsse die Regierung Perspektiven für eine schrittweise Lockerung eröffnen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Dienstag betont, darüber wolle sie erst am 14. April mit den Ländern beraten, und offengelassen, ob über den 20. April hinaus die geltenden massiven Beschränkungen fortgesetzt werden sollen.

Lindner betonte, er habe Angst, dass die Stimmung in der Bevölkerung kippen könnte. „Wir wollen keine 100 Tage Kontaktsperre erleben, weil Alleinsein gegen die Natur des Menschen ist.“ Er erhalte zurzeit viele Zuschriften von Menschen, die um ihre wirtschaftliche Existenz fürchteten. „Viele haben genauso viel Angst vor der Pleite wie vor dem Virus,“ sagte Lindner dem „Tagesspiegel“. „Auf Events mit großem Publikum werden wir noch länger warten müssen“, räumte er ein. „Wir sollten uns die Ergebnisse in Staaten wie Südkorea oder Schweden genau anschauen und uns fragen: Was können wir lernen, welche Fehler müssen wir vermeiden? Die Kommunikation der Bundesregierung in dieser Frage bedaure ich.“¹

Mediziner, insbesondere die des Robert-Koch-Instituts (RKI), haben die Aufgabe und die Pflicht, Bürgerinnen und Bürger auf Gefahren und Risiken für Gesundheit und Überleben rechtzeitig hinzuweisen. Erlaubt ist ihnen auch, dafür drastische Bilder und Szenarien zu benutzen. Kontraproduktiv wird das, wenn es im Ergebnis dazu führt, dass die Warnungen und Hinweise von den Adressaten ignoriert werden, weil sie entweder zu abwegig oder zu bedrohlich sind.

So sehr man dem RKI-Chef Lothar Wieler in seiner Arbeit trauen mag: Italienische Verhältnisse für Deutschland nicht auszuschließen, das hilft nichts zur Bewältigung der Krisenlage hier. Im Gegenteil: Die Konzentration ausschließlich auf Maßnahmen gegen die Bedrohungen durch Corona birgt das Risiko, dass wir die Gefährdungen durch die Isolation der Menschen, den Verlust von Arbeit und Einkommen oder gar durch Versorgungsengpässe unterschätzen. In Süditalien drohen bereits schwere soziale Unruhen wegen der wirtschaftlichen Folgen von Corona. Es gab erste Plünderungen und den Aufruf zur Revolution.
Deutschland ist von solchen italienischen Verhältnissen weit entfernt. Die Herausforderung der Handelnden lautet, dies zu stabilisieren. Mit Katastrophenszenarien allein wird dies nicht gelingen.²

¹Der Tagesspiegel ²Thomas Seim – Neue Westfälische

3 Kommentare

  1. Anonymous

    wARUM WIR JETZT ANFANGEN SOLLTEN: aNDERS ZU DENKEN: dER NÄCHSTEBESTE kINDERFREUND WIRD VOR gERICHT gESTELLT : NICHT WAR MEIN fREUND “ „ZWEI b Vr ACHT SIEBEN &&: GRÜ?§ AN pROF: dR: lANGE 11 sENAT AM bFh

    • Anonymous

      Drogen oder Alkohol!? Was ist bei Dir denn los?

  2. P. R.

    Wenn der Verfassungsschutz die Verfassung nicht schützen darf und die Politiker mit Hilfe der Justiz den Ausverkauf des Deutschen Volkes fördern müssen, siehe BVerfG 2 BvR 877/16 😦 bei den Verbrechen der Richter ist Zurückhaltung geboten 😱 dann scheint Deutschland über seinen Sachsensumpf ausverkauft zu sein. Gerade erfüllt die Ukraine eine Forderung der IWF und gibt ihr Ackerland zum Ausverkauf frei – ,,siehe NachDenkSeiten. Alles wegen Corona. Wer dem Volk die Krone aufsetzt und am schleichenden Prozess des Ausverkaufs durch sein Unterlassen dennoch aktiv mitwirkt, sollte zusehen, dass er seinen Charakter nach Corona noch bewältigt bekommt.

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