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Deutschland benötigt dringend Fachkräfte – vor allem in der Politik

Verkleinerung des Bundestags

In einer Gesellschaft, in der sich die Entscheidungen an dem Gemeinwohl orientieren, ist der Ärmste reicher als die Reichen einer Gesellschaft, in der sich die Entscheidungen nach dem Egoismus Einzelner richten. Diese Idee stammt von dem großen Wirtschaftsphilosophen Adam Smith. Die Geschichte gibt ihm recht. In Wandlitz zum Beispiel lebten die SED-Bosse in für die DDRunvorstellbarem Reichtum – in der Bundesrepublik konnte sich diesen Lebensstil aber jeder Facharbeiter leisten. Im Deutschland des Jahres 2019 gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass sich die Entscheidungen nach den Egoismen Einzelner richten. Beim Breitbandausbau etwa bietet die Regierung der Telekom viel und fordert fast gar nichts. Mit dem Ergebnis, dass Deutschland in der Versorgung auf dem Stand eines Entwicklungslandes ist.

Aber wo sollen die Entscheidungen herkommen, die sich am Allgemeinwohl ausrichten? Vom Bundestag? Der ist so groß wie nie. Und das, obwohl nur alle Jubeljahre der Fraktionszwang aufgehoben wird. Ansonsten stimmt die Masse mit der Masse – und es gibt genug nachgewiesene Fälle, in denen Abgeordnete im Detail gar nicht wussten, wofür sie gerade ihre Hand gehoben haben. Trotzdem wird der Bundestag nicht verkleinert. Wieder einmal ist ein Anlauf gescheitert. Die Angst, das eigene Mandat und die damit einhergehende Vergütung zu verlieren, ist stärker als der Blick auf das Gemeinwohl. Wohin Gesellschaften kommen, die so denken, hat uns Adam Smith schon im 18. Jahrhundert aufgezeigt.¹

Zwei Drittel, 66 Prozent, sind aktuell weniger bzw. gar nicht zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung (-4 Punkte im Vgl. zum Vormonat). Ein Drittel (33 Prozent) der Befragten ist zufrieden bzw. sehr zufrieden. Das sind 3 Prozentpunkte mehr im Vergleich zum Vormonat. Das tiefste Niveau in dieser Legislatur lag bei 21 Prozent (ARD-DeutschlandTrend am 05. Juli 2018). Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends im Auftrag der ARD-Tagesthemen mit 1.003 Befragten von Montag bis Dienstag dieser Woche ergeben.

ARD-DeutschlandTrend: Weiterhin deutliche Mehrheit unzufrieden mit Arbeit der Bundesregierung

Mit der Arbeit der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sind aktuell 53 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden (+1 im Vgl. zum Vormonat).

Außenminister Heiko Maas (SPD) kommt aktuell auf 46 Prozent Zustimmung (+1). Mit der Arbeit von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sind 42 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden (+5). Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer erreicht 39 Prozent Zustimmung und gewinnt damit zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Mit der Arbeit der Linken-Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht sind 38 Prozent der Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden (+2); mit der Arbeit des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner sind 36 Prozent der Befragten (+2) zufrieden bzw. sehr zufrieden.

Mit der Arbeit von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sind 35 Prozent der Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als im Dezember 2018. Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck gewinnt 6 Prozentpunkte dazu und liegt aktuell bei 34 Prozent Zustimmung. Allerdings kennen ihn 46 Prozent der Befragten nicht oder können keine Angaben machen. 31 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit von Innenminister Horst Seehofer (CSU) sehr zufrieden bzw.

zufrieden (+4). Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kommt auf 27 Prozent Zustimmung (+2). Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles gewinnt 6 Prozentpunkte und liegt aktuell bei 26 Prozent Zustimmung.

Mit der Arbeit des CSU-Verkehrsministers Andreas Scheuer sind unverändert 16 Prozent der Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden.

40 Prozent der Befragten kennen ihn nicht oder können zu ihm keine Angaben machen. Mit der Arbeit von Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD, sind 11 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden (+/- 0 im Vgl. zu Dezember 2018).

In der Sonntagsfrage gibt es bei den Regierungsparteien wenig Veränderung im Vergleich zum ARD-DeutschlandTrend im Vormonat. Die Union bleibt unverändert bei 29 Prozent. Die SPD ebenfalls unverändert bei 17 Prozent. Die AfD verliert einen Punkt und liegt bei 12 Prozent. Die FDP gewinnt einen Punkt und kommt auf 9 Prozent, die Linke verliert einen Punkt und liegt bei 8 Prozent. Die Grünen gewinnen einen Punkt und liegen bei 20 Prozent. Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.503 Wahlberechtigte bundesweit befragt.²

¹Mario Thurnes – Allgemeine Zeitung Mainz ²WDR Pressedesk

6 Kommentare

  1. reiner

    Warum verdienen Politiker so viel Geld und haben super Pensionen wenn sie so unbrauchbar sind?

  2. Anonymous

    Fachleute will man nicht, Fachidioten noch weniger – dann besser Idioten ohne Fachkenntnisse

  3. Anonymous

    Ja, wahrscheinlich brauchen wir mehr Fachkräfte in der Transplantationchirugie, wenn die Anzahl der Organspender durch die Widerspruchslösung drastisch ansteigen wird.. (Ironie)

  4. Anonymous

    Wenn ich die Alte, – Stasi-Tante,- nur sehe, kommt mir der Brechreiz…

    • Edith Tschierske

      Nur ergeht es ebenso. Ich kann die Politiker der großen Koalition alle nicht mehr ertragen. Sie kleben alle an ihren Stühlen fest und möchten bloß keine Veränderungen in ihrer Arbeit zulassen.

    • Anonymous

      Schlimm schlimm diese Frau..

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