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Der neue Deutsche: Multiethnische und multikulturelle Einwanderer

The Economists Special Report "The new Germans" - Deutschland wird zu einem offeneren und fragmentierteren Land - Vorausliegende Herausforderungen machen es nötig, Gewohnheiten in Frage zu stellen.

Gut zwölf Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland haben aktuell keinen deutschen Pass. Ihre Zahl ist auf 10,6 Millionen gestiegen – ein neuer Höchststand. Ist das eine Gefahr für unsere Gesellschaft? Mitnichten! Es ist eine bittere Notwendigkeit, diese Zuwanderung zu haben. Es ist eine Chance für uns alle, ein wirtschaftlich prosperierendes Gemeinwesen zu bleiben und nebenbei von der kulturellen Vielfalt der Zuwanderer zu profitieren.

Die USA und Kanada als klassische Einwanderungsländer haben es uns vorgemacht, und wenn wir ehrlich sind, hat Deutschland diesen Weg in der Nachkriegszeit ja auch bereits beschritten – und das viel geräuschloser, als uns die aktuelle politisch ideologisierte Debatte Glauben machen will. Denn ohne Zuwanderer aus Polen oder der Türkei hätte es das sogenannte Wirtschaftswunder in der Nachkriegszeit niemals geben können. Wir brauchen auch aktuell Zuwanderung, da der Fachkräftemangel ansonsten bedrohliche Ausmaße annehmen würde.

Die niedrige Geburtenrate und das ungünstige Verhältnis zwischen Erwerbstätigen und Rentnern sind ebenfalls Fakten, die eher für als gegen die Zuwanderung sprechen. Warum nicht also diesen Prozess mit etwas mehr Gelassenheit begleiten? Die Menschen im Ruhrgebiet können jedenfalls bis heute nichts von einer polnischen Unterwanderung des „Potts“ berichten. Dieser Geist täte uns heute gut. Matthias Bungeroth – Neue Westfälische

Neuer Höchststand der Ausländer-Zahl

Deutschland war lange geprägt von einer traditionellen kulturellen Identität, einer harmonischen und egalitären Gesellschaft, tief verwurzelten Produktionsstärken, konsensorientierter Politik und – auf internationaler Ebene – wirtschaftlicher Durchsetzungskraft verbunden mit militärischer Zurückhaltung. Aber jetzt hat sich das Dreiparteiensystem der Nachkriegszeit in ein Sechsparteiensystem verwandelt, und die Ankunft von Hunderttausenden von Einwanderern verwandelt eine relativ homogene Nation in eine multiethnische und multikulturelle. The Economists Special Report zeigt eine Reihe von Hindernissen für das politische System, die deutsche Identität, ihre Gesellschaft, Industrie und Außenpolitik auf. Alles Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

Im Special Report „The new Germans“ (http://ots.de/fhHTD2) beurteilt Jeremy Cliffe, Berliner Büroleiter von The Economist, fünf grundlegende Herausforderungen, mit denen die Nation konfrontiert wird:

Politik: Die Wahl in Deutschland führte zu einem zersplitterten Bundestag und beispiellosen sechsmonatigen Koalitionsgesprächen. Das Ergebnis ist eine schwache GroKo und Angela Merkels letztes Kapitel ihrer Kanzlerschaft. Europas größte Volkswirtschaft steht am Rande einer neuen politischen Ära, die von weniger ruhiger und konsensorientierter Politik – für die sie bisher bekannt war – und mehr Konfrontation und Debatte geprägt ist.

Identität: Die Ankunft von Hunderttausenden von Einwanderern verwandelt eine relativ homogene Nation in eine multiethnische und multikulturelle. Die Integration der Neuankömmlinge wird ein langer und anspruchsvoller Prozess werden. Deutschland wird zum Einwanderungsland und nimmt eine pluralistischere Identität an. In anderer Hinsicht, wie etwa bei den Geschlechterrollen, wird die Gesellschaft auch entspannter und offener.

Soziale Spaltung: Der demografische und wirtschaftliche Wandel führt zu einer stärkeren Spaltung des Landes. Ein neuer und aufkeimender Niedriglohnsektor, die ungleichen Auswirkungen der Globalisierung und eine wachsende Wertevielfalt führen zu neuen Spannungen zwischen Stadt und Land, Arm und Reich, Zentrum und Peripherie und treiben die politische Fragmentierung voran.

Industrie: Die wichtigsten Industrien des Landes sind nach wie vor Weltklasse, stehen aber vor einer intensiven Transformationsphase. Betrügereien bei Emissionstests und der falsche Fokus auf Dieselmotoren werfen weitreichende Fragen über das deutsche Unternehmensmodell auf. Wachstumsbereiche wie die digitale Wirtschaft und Dienstleistungen bleiben unterentwickelt, und technologische Umbrüche könnten die industriellen Hochburgen des Landes beispiellosen Disruptionen aussetzen.

Außenpolitik: Die Welt erwartet immer mehr von Deutschland. In Europa kollidiert Deutschlands jahrzehntelanges Beharren auf der finanziellen Kontrolle mit den Ambitionen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für die Eurozone. Und der langjährige Pazifismus stößt auf die Forderung von Präsident Donald Trump, dass Europa mehr zu seiner eigenen Sicherheit beitragen soll, sowie auf wachsende Bedrohungen am Rande des Kontinents.

Dieses offenere, weltgewandtere und pluralistischere Land verlangt von seinen politischen Führern neue Impulse, aber das Programm der neuen Regierung ist relativ anspruchslos. Inzwischen stehen neue politische Akteure und eine jüngere, ambitioniertere Generation von Nachwuchsführungskräften in den Startlöchern. Die vierte und wahrscheinlich letzte Amtszeit von Angela Merkel könnte sich auch als ihre schwierigste erweisen. The Economist

8 Kommentare

  1. Anonymous

    Kanacken sind einfach nur Scheiße!

  2. B. B.

    Einfach die Länder anschauen in mittleren Osten und in Afrika: das wird auch Deutschland treffen.
    Wohin du gehst- überall wo Kulturen aufeinander treffen die intolerant sind – und das sind viele –
    ist ein Zusammenleben nicht möglich – wenn die Kulturen eine einheitliche Glaubensrichtung haben
    ( beispielsweise Islam und Judentum – und es gibt lkein moderater Islam oder Judentum- sonst bist du kein Muslim oder Jude)
    aber insbesondere wenn auch geopolitische Ziele darin eingebettet sind ( z.B. Eroberung der Welt und Etablierung einer „Religion“
    mit Vernichtung der anderen).

    Wenn diese Menschen in kleineren Gruppierungen irgendwo in einem fremden Land sind, dann sind sie ruhig aber
    sobald die Zahl deutlich ansteigt dann fühlen sie sich stark und wollen dann die anderen unterdrücken. Das sieht man in
    einigen Städten wie Duisburg. Dortmund, Hamburg, Berlin- dort gibt es Bereiche wo kaum noch Deutsche wohnen – weil sie
    verdrängt, angepöbelt und bedroht, telwiese körperlich angegriffen wurden. Schauen Sie mal Schweden an- was da los ist.
    Wenn man hier nicht aufpasst landen wir auch da.

  3. Anonymous

    Asselborn: „Wertetumor neutralisieren“
    Kellerassel!

  4. reiner

    Zuwanderung ist notwendig, aber nicht wie jetzt eine unkontrollierte aus 20 Länder, ohne Ausbildung, mit einer völlig anderen Kultur und wo die meisten garnicht arbeiten wollen. Die deutsche soziale Hängematte ist ihr Ziel.
    Holt die Menschen aus den europäischen Ländern, die hier einfach eine bessere Chance auf Arbeit haben und die gewillt sind zu arbeiten. Die unsere Kultur und unser Recht bereit sind anzuerkennen.
    Alles andere Gerede ist Deutschland feindlich und sollte bestraft werden.

    • Manfred

      Kann Reiner nur zustimmen.

    • Benno

      Die Welt ist eine begrenzte Ressource, dauerndes Wachstum führt zum Kollaps.
      Dies gilt auch für einzelne Länder; Deutschland funktioniert auch mit weniger Menschen zumal es künftig eher weniger Arbeitsplätze geben wird durch fortschreitend automatisierte Arbeitsprozesse.
      Qualität nicht Quantität ist der Schlüssel zum Erfolg!

  5. Dragan

    Ich ziehe das japanische Modell vor. Statt für die Schulden ganz Asiens Bürgschaften ein zu gehen und zu Millionen illegale bzw. schlecht gebildete Migranten ins Land zu lassen, was Deutschland mit mehreren Billionen Euro zusätzlich belastet und die innere Sicherheit sowie die kulturelle Identität gefährdet, werden die Steuereinnahmen in Pensionsfonds und den Ausbau der Bildung gesteckt. So wird die Rente Kapitalgedeckt und die weniger werdenden jungen Menschen optimal in Schule und Universität gefördert und gefordert. Einwanderung bleibt wenigen handverlesenen Experten vorbehalten, was der High-Tech Industrie geschuldet ist.

    Die Bevölkerungsdichte sinkt, das Bildungsniveau steigt, die Renten sind gesichert, man fühlt sich heimisch und sicher wegen der niedrigen Kriminalitätsrate.

    Man kann heute schon sehen, welcher Weg der bessere ist.

  6. Rolf

    Besser gesundschrumpfen als auf Wachtum durch den Abschaum aus aller Welt zu expandieren!
    Merkel hat den Untergang der Deutschen beschlossen, islamische Ossi-Hexe!

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