Press "Enter" to skip to content

3,6 Millionen Euro für 42 „Kümmerer-Programm“ zur Integration von Geflüchteten

Halbherziger Kampf der Großen Koalition gegen Kinderarmut

Das Wirtschaftsministerium setzt das erfolgreiche „Kümmerer-Programm“ zur Integration von Geflüchteten in Ausbildung für alle Neuzugewanderten fort. So sollen mehr junge Menschen die Chance auf Unterstützung durch die regionalen Kümmerer erhalten.

„Im letzten Ausbildungsjahr blieben in Baden-Württemberg rund 9.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Das hat vor allem kleine und mittlere Unternehmen und das Handwerk betroffen. Angesichts dieser großen Herausforderung, den Fachkräftenachwuchs zu sichern, muss jegliches Potenzial für die berufliche Ausbildung gehoben werden“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Wir haben mit unserem Kümmerer-Programm bereits über 1.600 Geflüchtete erfolgreich in eine Ausbildung vermittelt. An diesen Erfolg zur gesellschaftlichen Integration und Fachkräftesicherung, werden wir nahtlos anknüpfen“, zeigte sie sich überzeugt. Sie kündigte an, dass ab 2020 rund 42 Kümmerer-Vollzeitstellen bei 24 Kammern, Bildungsträgern und Landkreisen mit 3,6 Millionen Euro gefördert werden.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau verlängert deshalb das seit 2016 laufende sogenannte „Kümmerer“- Förderprogramm („Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Flüchtlinge“) für die Jahre 2020 und 2021. Gleichzeitig sollen mehr junge Menschen die Chance auf Unterstützung durch die regionalen Kümmerer erhalten. „Junge zugewanderte Menschen aus der EU und aus Drittstaaten haben einen ähnlichen Unterstützungsbedarf wie Geflüchtete. Auch bei ihnen fehlt es häufig noch an ausreichenden Sprachkenntnissen und unser duales Ausbildungssystem mit seiner großen Vielfalt an Berufen ist oftmals nicht richtig bekannt. Deshalb sollen auch diese Neuzugewanderten zukünftig von unseren Kümmerern begleitet und unterstützt werden“, so die Ministerin. „Mit dem auf Bundesebene verabschiedeten neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird die Zuwanderung aus Drittstaaten an Bedeutung gewinnen. Darauf bereiten wir uns mit der Ausweitung unseres Förderangebots vor und stellen weitere 3,6 Millionen Euro für die Integration in Ausbildung zur Verfügung“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Bisherige Erfolge des Kümmerer-Programms

Zwischen Januar 2016 und April 2019 wurden bereits rund 4.300 Geflüchtete durch Kümmerer begleitet. Davon wurden über 1.600 in Ausbildung vermittelt. Die vermittelten Geflüchteten kommen genau dort an, wo sie in der Wirtschaft gebraucht werden. Mit 61 Prozent findet die Ausbildung der Geflüchteten mehrheitlich in Kleinst- und Kleinbetrieben mit bis zu 50 Beschäftigten statt. 41 Prozent der Geflüchteten beginnen ihre Ausbildung in einem Handwerksberuf. Die Geflüchteten ergreifen am häufigsten die Ausbildungsberufe:

  • Köchin und Koch,
  • Kraftfahrzeugmechatronikerin und Kraftfahrzeugmechatroniker,
  • Anlagenmechanikerin und Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Vermehrt vermitteln die Kümmerer auch in Berufe wie:

  • Verkäuferin und Verkäufer,
  • Malerin und Maler,
  • Lackiererin und Lackierer,
  • Friseurin und Friseur,
  • Bäckerin und Bäcker.

In vielen dieser Berufe gibt es eine hohe Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze.

Nahezu alle der bislang durch die Kümmerer begleiteten jungen Menschen kommen aus den acht Hauptasylherkunftsländern Syrien (43 Prozent), Afghanistan (17 Prozent), Irak (acht Prozent), Eritrea (sechs Prozent), Iran (fünf Prozent), Somalia (zwei Prozent), Nigeria (zwei Prozent) und Pakistan (ein Prozent) sowie Gambia (zehn Prozent). Sie waren zum Zeitpunkt der Teilnahme am Förderprogramm im Schnitt knapp zwei Jahre im Land. Die erfolgreiche Vermittlung in Ausbildung dauerte durchschnittlich weniger als neun Monate.

Kümmerer-Programm

Am Kümmerer-Programm beteiligen sich aktuell 26 Kammern, Bildungsträger und Landkreise, die durch die Förderung des Wirtschaftsministeriums rund 50 sogenannte Kümmerinnen und Kümmerer beschäftigen. Die Aufgabe der Kümmerer ist es, geeignete junge Menschen bei der Berufswahl zu unterstützen und sie passgenau in Praktikum, Einstiegsqualifizierungen und Ausbildung zu vermitteln. Gleichzeitig sind die Kümmerer Ansprechpartner für die Betriebe, beispielsweise in Fragen zu Unterstützungsmöglichkeiten während der Ausbildung.¹

»Wir bekämpfen Kinderarmut«, verspricht die GroKo in ihrem Koalitionsvertrag. Doch die neuen Zahlen des Paritätischen Gesamtverbands zeigen, wie sehr sich die verfügbaren Einkommen von armen, reichen und durchschnittlichen Haushalten mit Kindern auseinander entwickelt haben. Ja, die Zahlen sind von 2013, doch wie der Wohlfahrtsverband anmerkt, hat sich die Einkommensentwicklung auch in den Folgejahren kaum verändert. Der Trend bleibt: Die Armen werden ärmer, während die Bessergestellten sich noch weiter vom Rest entfernen.

Die Krokodilstränen, die nun einige Politiker*innen angesichts solcher Meldungen vergießen, sollten sie sich schenken. Sie haben diese Situation durch Kürzungen am unteren Rand verschärft oder sogar herbeigeführt. Stichpunkte: Wegfall von Sonderzuschlägen beim ALG II, die eben auch den Kindern zugutekamen. Auch die Reform des Elterngelds von 2011 hat Erwerbslose schlechtergestellt. In den ersten wichtigen Monaten bekommen sie in den meisten Fällen gar kein zusätzliches Geld mehr – bis auf kleine Sonderbedarfe. Und natürlich Hartz IV selbst, das für viele Familien den Abstieg bedeutete.

Auch die neueste Maßnahme der Großen Koalition, das Bildungs- und Teilhabepaket, wird entgegen dem Versprechen keine wirkliche Wende in puncto Kinderarmut bringen. Viel zu selten kommt die knappe Leistung bei den Kindern an. Doch solange die Politik weiter mauert und nicht die Hartz-IV-Sätze für alle erhöht, kann der Kampf gegen Armut nicht gewonnen werden.²

¹Staatsministerium Baden-Württemberg ²neues deutschland

4 Kommentare

  1. Ray

    Sorry, ich glaube ich hatte es schon einmal erwähnt, aus Treibholz lassen sich keine Mondraketen bauen.
    Dieses Treibholz kann nicht einmal als Brennholz verwendet werden!

  2. nymeria

    diese unerträgliche merkel, diese ddr pastorenschlampe soll doch endlich von ihrem boss abgerufen werden, der sie für alles hinterlistige, heimtückische und hindervo…… vergehen ein für alle mal ab in die hölle entledigt. es ist nicht zu fassen, dass dieses monster noch unter den lebenden verweilen darf. ihren lebensberechtigungsschein hat sie verloren, sowie die pässe ihrer widerlichen drecksnigger, die hier zuhauf zu sehen sind-dritte welt-affen!

    • Rüdiger

      Die Alte gehört standrechtlich, wegen Volksverrat,- erschossen! Von mir aus, kann das Stasi Luder auch geköpft werden! Ganz nach Brauchtum ihrer kriminellen Moslems! Die Alte gehört auf den Müllhaufen der Geschichte!

  3. Manfred

    … und Kinder gehen zur Tafel, damit sie einmal am Tag ein vernünftiges Essen erhalten … und Rentner, die nur eine geringe Rente beziehen, sieht man auf den Strassen und Bahnhöfen Flaschen sammeln …. eine allein erziehende Mutter kann die monatliche Stromrechnung nicht mehr bezahlen …
    Wie war das, Frau Merkel, mit Ihrem Amtseid: ZUM WOHLE DES DEUTSCHEN VOLKES???
    Richtig hätte es in arabischer Sprache heissen müssen : zum Wohle aller Muslime!!! Allah hu Akbar!

    Ich hoffe auf den Tag, wo Sie sich für all das, was sie Deutschland angetan haben, verantworten müssen!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

BZ Medienholding Ltd ©1998 - 2019