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USA wollen globale Wirtschaft schwächen

Autopilot auf Crashkurs - Handelskonflikt der USA mit China und Europa

Außenhandelspräsident Holger Bingmann hat nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber China vor einer weiteren Eskalation auch im Handel der EU mit den USA gewarnt. „Das Vorgehen der US-Regierung gegen China bedeutet nichts Gutes für die EU, denn es lässt auf die Eskalationsbereitschaft Präsident Trumps schließen“, sagte Bingmann der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Man kann davon ausgehen, dass die Vereinigten Staaten in naher Zukunft auch gegenüber der EU weiter an der Eskalationsspirale drehen und, als Reaktion auf die EU-Ausgleichsmaßnahmen, auch Zusatzzölle auf Autos und Autoteile einführen werden“, warnte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

Er forderte die EU und die Bundesregierung auf, gegenüber Trump eine Deeskalationsstrategie zu fahren, statt mit Gegendrohungen zu reagieren. „Eine bessere Lösung wäre Deeskalation und die Fortsetzung der Gespräche über den grundsätzlichen Abbau der Handelsschranken zwischen der EU und den USA“, sagte der BGA-Chef. Trump hatte am Mittwoch Strafzölle auf weitere chinesische Produkte im Wert von 200 Milliarden US-Dollar angedroht. Rheinische Post

Autopilot auf Crashkurs – Handelskonflikt der USA mit China und Europa

Die US-Regierung hat auch die letzten Hoffnungen zunichtegemacht, dass sie im Konflikt mit China auf einen ausgewachsenen Handelskrieg zwischen den größten Volkswirtschaften der Welt verzichten möchte. Kaum fünf Tage nach der Einführung von Importzöllen auf Produkte aus China mit einem Handelsvolumen von 34 Mrd. Dollar hat Washington wie angedroht eine Produktliste für Zölle auf Importe aus der Volksrepublik in Höhe von 200 Mrd. Dollar nachgelegt. Sie sollen Ende August in Kraft treten, sofern Peking bis dahin keine weitreichenden Zugeständnisse macht. Für den Fall, dass die Zentralregierung dagegen mit Vergeltungsmaßnahmen reagiert, hat US-Präsident Donald Trump eine neuerliche Eskalation mit Zöllen auf die gesamten US-Importe aus China in der Größenordnung von gut 500 Mrd. Dollar angekündigt.

An den Finanzmärkten sorgte auch die jüngste Zuspitzung in der Auseinandersetzung wieder für Irritationen. Aktien standen in Frankfurt, Hongkong und Schanghai ebenso unter Druck wie in New York, wo der S & P  500 in freudiger Erwartung der bevorstehenden Berichtssaison in den vergangenen Tagen eine Serie mit Tagesgewinnen hingelegt hatte. Der Dollar legte zu und machte nicht nur Importware aus China für US-Verbraucher attraktiver. Schwellenländer- und Rohstoffwerte, die unter den Kollateralschäden des schwelenden Handelskonfliktes schon in den vergangenen Monaten weit oben rangiert haben, standen unter Druck.

Ob wir uns noch kurz vor oder schon mitten in einem Handelskrieg befinden, ist nur noch von akademischem Interesse. Beide Parteien sind auf ihrem Konfrontationskurs vor allem darum bemüht, dem Kontrahenten glaubhaft zu vermitteln, dass sie ihre Richtung nicht als Erste ändern werden. In der Einführung zur Spieltheorie wird dieses Szenario als „Chicken Game“ bezeichnet, nur dass im vorliegenden Fall beide Parteien den Autopilot auf Crashkurs programmiert haben. Man muss kein Spieltheorie-Crack sein, um sich das Ende auszumalen.

Sieben Wochen haben die USA und China Zeit, zu einem Kompromiss zu finden. Derzeit herrscht allerdings Funkstille, und es ist unklar, wie eine Einigung aussehen könnte. Die Krawall-Rhetorik des US-Präsidenten, mit der sich in dieser Woche auch die Nato auseinandersetzen muss, ist auf dem Weg zu einer Verständigung nicht hilfreich. Sein unentwegtes Säbelrasseln stellt sicher, dass sich ein Einlenken wie eine Niederlage anfühlen wird, die sich keiner der Kontrahenten leisten will. Stefan Paravicini – Börsen-Zeitung

5 Kommentare

  1. Anonymous

    15.07: Heute wird gemeldet dass Herr Maas – früher Justizminister, jetzt Aussenminister- gesagt hat, als Drohung sozusagen- Trump solle keine Deals mit Putin machen, oder es gibt dann Ärger“.

    Was bildet sich dieser Himbeerbubi ein? Er ist im Vergleich mit Trump eine Nullnummer- eine Lachnummer– der im Grunde genommen bis jetzt nur Blödsinn gemacht hat–

    – ich glaube die Menschen in Europa wissen immer noch nicht das sie es mit dem mächtigsten Mann der Welt zu tun hat– er braucht Europa nicht– aber Europa braucht ihn- für die Wirtschaft, für die Sicherheit, usw, usw-und das weiss Trump– er dreht den Geldhahn zu wenn die anderen nicht mitspielen– kann ich auch verstehen– wenn ich aus seiner Sicht das sehe- warum sollen die US Steuerzahler für Europa zahlen– das haben sie schon genug getan

  2. Bild

    Was wir Europäer in Jahrhunderten als Umgangsformen, Diplomatie und Hochkultur entwickelt haben, interessiert Trump nicht die Bohne. Sein Gesicht muss nur irgendwo erscheinen, um Beißreflexe und Empörungsautomatismus auszulösen.
    Was viele gerne vergessen:
    Wenn es um amerikanische Interessen ging, war es hinter geschlossenen Türen auch Vorgänger Obama komplett(!) egal, was Deutschland dachte. Man verzieh ihm nur mehr. Dem netten Herrn Obama konnte niemand böse sein …

    • Anonymous

      21.07: Gerade weil er kein Vollblutpolitiker ist – d.h. er tut das er versprochen hat- im Gegensatz zu den meisten Politiker- macht ihn zu einer sehr interessanten Figur in der internationalen Politik. Da die Leitmedien ihn schlecht machen wollen- das ist ja gewollt–

      -Obama war Liebling der Medien obwohl kein Präsident vor ihm so viel schlimmes gemacht hat– deshalb finden die Leute ihn gut–

      – Trump wird schlecht gemacht– dshalb finden die Menschen ihn schlecht– weil sie nicht selbst recherchieren, sondern den Unsinn aufnehmen von ARD, ZDF, NTV, N24, SZ, die zeit und andere Leitmedien– sie sind ja von zentraler Stelle gesteuert und wollen die Meinungen der menschen auch in eine gewisse Richtung lenken– also Lemminge aus den Menschen machen die jede vorgegebene Richtung folgen–

      – wenn man selbst recherchiert dann findet man heraus dass Trump eine ganz andere Person ist– und tut alles für seine Bürger– ganz im Gegensatz zu der Regierung in Deutschland– Schade dass wir nicht so eine haben wie Trump

  3. F. Seidel

    Nach anfänglicher Skepsis finde ich Trump mittlerweile extrem gut.
    Ohne Umschweife auf den Punkt; und das mit viel höherer Treffsicherheit als die anderen bornierten gestelzten Politiker wie Merkel, Macron und die ganze verlogene EU-Riege die das Wohl des eigenenen Volkes verraten.

    • Anonymous

      „Extrem gut“, ja F. Seidel.
      Da kommt doch dieser Maas
      und macht Trump gegenüber
      hu, hu … Trump lacht sich darüber
      kaputt.

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