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Trumps Politik bringt Weltwirtschaft ins Schwanken

ifo Wirtschaftsklima Euroraum wird rauer

Die Stimmung im Euroraum trübt sich weiter ein. Das ifo Wirtschaftsklima ist deutlich von 19,6 auf 6,6 Saldenpunkte gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit Mitte 2016. Die Experten korrigierten sowohl ihre Lageeinschätzung als auch ihre Erwartungen kräftig nach unten. Die Konjunktur im Euroraum steuert auf unruhiges Fahrwasser zu.

Vor allem in Italien und Spanien sind die Bewertungen der Experten eingebrochen. In Spanien fielen die Erwartungen im Vergleich zum Vorquartal merklich pessimistischer aus. Bei der aktuellen Lagebewertung gab es nur eine vergleichsweise geringe Korrektur nach unten. In Italien stuften die Experten sowohl die Lage als auch die Erwartungen als deutlich negativer ein. In Deutschland und Frankreich bleibt der Saldo der Erwartungen fast unverändert, während sich die Lagebewertungen leicht verschlechtern. In den Niederlanden hat sich hingegen die Lagebewertung verbessert.

Die Experten senkten ihre Exporterwartungen für den Euroraum. Dies geht einher mit ihrer Einschätzung, dass sich Handelsschranken erhöht haben. Gleichzeitig erwarten die Experten nun vermehrt, dass die kurz- und langfristigen Zinsen in den nächsten sechs Monaten steigen werden und dass der US-Dollar weiter an Wert zulegen wird. Die Prognose für die Inflationsrate für dieses Jahr wurde von 1,7 auf 1,8 Prozent angehoben. Das Vertrauen der Experten in die Wirtschaftspolitik schwindet weiter.¹

Trumps Wirtschaftskrieg Paroli bieten

„Die neuen Iran-Sanktionen der USA sind völkerrechtswidrig und treffen die gesamte Bevölkerung des Landes. Bundesregierung und EU müssen Trumps Wirtschaftskrieg gegen den Iran geschlossen Paroli bieten und so das internationale Atomabkommen mit Teheran retten“, erklärt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:

„US-Präsident Donald Trump darf sich mit seinem Konfrontationskurs nicht durchsetzen. Bundesregierung und EU müssen die von Washington betriebene Isolierung des Iran vom Weltmarkt verhindern und die US-Sanktionsdrohungen auch gegen europäische Unternehmen abwehren. Die Gründung einer Zweckgesellschaft, die die Bezahlung von Iran-Geschäften ermöglichen soll, wenn sich private Banken wegen drohender US-Strafen verweigern, muss vorangetrieben werden. Die EU sollte zudem beschließen, dass das an EU-Recht gebundene Unternehmen SWIFT mit Sitz in Belgien sich nicht von Trump erpressen lassen darf und weiter den Geldverkehr mit dem Iran abwickelt.

Statt den brutalen Regime-Change-Kurs Trumps weiter zu unterstützen, muss die Bundesregierung die Gesprächsangebote Teherans aufgreifen und eine dauerhafte Zerstörung des Nahen Ostens durch einen weiteren Krieg verhindern helfen. Notwendig ist ein sofortiger Stopp sämtlicher deutscher Waffenlieferungen in alle Länder des Nahen und Mittleren Ostens. Die Bundesregierung sollte endlich eine diplomatische Initiative für eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit ergreifen.“²

¹ifo Institut – ifo Zentrum für Makroökonomik und Befragungen ²Partei Die Linke im Bundestag

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