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Steuererhöhung: Ifo-Chef Fuest erwartet höhere Steuern und Leistungskürzungen nach der Corona-Krise

Nach der Vollbremsung - Wie kommt die Wirtschaft wieder in Gang?

In ihrer Frühjahrsprognose rechnet die Bundesregierung mit dem größten Einbruch des Wirtschaftswachstums seit Gründung der Bundesrepublik. Während 718.000 Betriebe bereits Kurzarbeit beantragt haben, geht die Bundesagentur für Arbeit in den nächsten Monate von einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen um bis zu 30 Prozent auf mehr als drei Millionen aus. Allein der Einzelhandel befürchtet bis zu 50.000 Insolvenzen.

Dass uns die Folgen der Lockdown-Vollbremsung für die Wirtschaft noch lange beschäftigen werden, steht fest – umstritten bleibt, wie sie wieder in Gang gebracht werden kann.

Wie schlimm wird die Rezession und wie kann sie überwunden werden? Was bringen Steuersenkungen, Einkaufsgutscheine und Abwrackprämien? Welche Möglichkeiten gibt es, den Neustart für Klima und Digitalisierung zu nutzen? Wie verändert die Krise die Wirtschaft?¹

Ifo-Chef Clemens Fuest rechnet mit Steuererhöhungen und Kürzungen von staatlichen Leistungen zur späteren Gegenfinanzierung der stark steigenden Staatsausgaben in der Corona-Krise. „Es wird künftig entweder höhere Steuern oder geringere staatliche Leistungen geben. Vermutlich beides“, sagte Fuest der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Die Grenze für den derzeitigen Anstieg der Staatsverschuldung liege dort, wo die Gläubiger das Vertrauen in die Bonität des Staates verlören. „Bei niedrigen Zinsen und ohne attraktive Alternativen kann man die Staatsverschuldung sicherlich über eine Schuldenquote von 90 Prozent hinaus ausdehnen. Japan ist dafür ein Beispiel“, sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Arbeitslosigkeit werde im laufenden Jahr deutlich steigen.

„Viele Szenarien führen zu einer Arbeitslosenzahl über drei Millionen. Es kann aber auch mehr werden“, sagte Fuest. Wie die Bundesregierung in ihrer neuen Konjunkturprognose mit minus 6,3 Prozent in diesem Jahr zu planen, „finde ich in Ordnung, aber natürlich kann es auch anders kommen“, erklärte der Ökonom. Es sei „eher optimistisch“ zu erwarten, dass der Rückgang der Wirtschaftsleistung bereits bis Ende 2021 wieder aufgeholt werden könne. „Der Exit-Prozess muss dafür eher zügig und ohne Rückschritte verlaufen, und wir brauchen bald eine Impfung oder ein wirksames Medikament für die Behandlung“, sagte Fuest. „Nicht nur bei uns, auch im Rest der EU und in den USA müsste die Epidemie überwunden sein.“ Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt seien, sei ein Aufholen bis Ende 2021 jetzt noch möglich.²

¹phoenix-Kommunikation ²Rheinische Post

2 Kommentare

  1. Anonymous

    Die Steuererhöungen sind nicht zu erwarten— die sind schon beschlossen— ganz klammheimlich— ohne Meldung in den Leitmedien— die Göbbelsähnliche Propagandisten für die Regierung– die Menschen glauben alles — und Scholz sagt immer— alles kein Problem– es ist genug Geld da— er lügt wie die anderen Politiker der Altparteien— das schlimste kommt noch

    • Anonymous

      stimmts. Wir werden später ausgequetscht um Europa und € zu retten, alle anderen Länder sind so pleite, die waren vorher pleite. Merkel und von der Leyen geben das Geld der deutschen Steuerzahler ohne darüber nachzudenekn aus. Scholz sagt alles kein Problem. Ja , die werden Superrenten später haben und wir können in die Röhre schauen. Das ist die Politik von CDU-CSU-Linke-Grüne-SPD, die Politik die D zestört.

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